Die Stuttgarter gastieren am Samstag bei der Zweitligareserve der Crailsheim Merlins.

Die Struktur im Gebilde des MTV Stuttgart war vor der Saison klar definiert. Zwei erfahrene Leistungsträger sollte es geben, die als Stütze des ansonsten sehr jungen Kaders fungieren: Nick Mosley und Cyril da Silva. Mosley, der US-amerikanische Forward, ist dieser Rolle mehr als gerecht geworden. Durchschnittlich bringt er pro Spiel zweistellige Werte bei Punkten und Rebounds aufs Parkett. Die andere wesentliche Säule, da Silva, ist jedoch einiges schuldig geblieben. Der „Floor-General“, wie ihn Trainer Torsten Böhringer bezeichnet, kommt in dieser Saison auf 14 Einsätze in 21 Partien. Der Punktedurchschnitt des Aufbauspielers mit der unorthodoxen Wurftechnik beträgt lediglich 7,4. Auf immerhin knapp vier Vorlagen pro Spiel kommt da Silva.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Erst fehlte da Silva in der Sommervorbereitung aufgrund seiner zahlreichen Basketball-Camps, dann musste er aufgrund eines grippalen Infekts lange pausieren. Da der fröhliche Franzose, der abseits des Feldes als Wortführer eine wichtige Rolle bei den Stuttgartern spielt, zuletzt erneut aufgrund seiner Trainingslager fehlte und in Orlando (Florida, USA) verweilte, ist die Frage um seine Zukunft beim MTV offen. Nach seiner Rückkehr soll es Gespräche geben. „Wenn es wie diese Saison läuft, macht das natürlich wenig Sinn“, sagt Torsten Böhringer. „Die Entscheidung ist aber längst nicht gefallen, ich bin da 50:50 eingestellt.“
(val). Eines ist aber auch klar: Cyril da Silva, 35, wird nicht jünger. Spieler wie der 20-jährige Fekre Abraha konnten zuletzt etwas aus dem Schatten des Aufbauspielers heraustreten. In Marco Schlafke gibt es einen Guard, der äußerst formstark auftritt. Da hinsichtlich des Kaders für die nächste Saison noch keine Entscheidungen getroffen wurden, bleibt all das jedoch offen. Auch im Übrigen, ob da Silva für das Spiel am Samstag (15 Uhr) bei den Crailsheim Merlins II wieder mit dabei ist.

(Stuttgarter Zeitung)