Der MTV empfängt die BSG Ludwigsburg und damit den Ex-Club ihres Trainers Sebastian Gölz.

Kaum haben die Basketballerinnen des MTV Stuttgart einen Verfolger in der Regionalliga Baden-Württemberg auf Distanz gehalten, wartet schon der nächste: Nach dem Erfolg über die Spvgg Möhringen steht den Stuttgarterinnen ein weiteres Spitzenspiel ins Haus. Nach nunmehr acht Siegen in Folge empfangen sie am Samstag die BSG Basket Ludwigsburg in der Sporthalle West. Aber diesmal ist die Begegnung für MTV-Trainer Sebastian Gölz eine persönliche Angelegenheit. Denn in der vergangenen Saison war der Coach noch Assistenztrainer bei der Mannschaft, auf die seine aktuellen Schützlinge treffen werden. „Wir versuchen, es trotzdem zu sehen wie jedes andere Spiel“, betont Trainer Gölz. „Das hat uns gegen Möhringen in der vergangenen Woche schon gute Dienste geleistet.“

Auch in Sachen Tabellensituation geht es für den MTV um einiges: Zwar wären die Stuttgarterinnen selbst bei einer Niederlage vor ihren Verfolgern von BSG Basket Ludwigsburg erst einmal sicher, doch den Anschluss an den Tabellenführer PS Karlsruhe Lions könnte der MTV so verlieren. BSG Basket Ludwigsburg ist mit durchschnittlich 16,7 Jahren eines der jüngsten Teams der Liga. Dennoch können die Spielerinnen der Ludwigsburger Kaderschmiede stellenweise mit ordentlich Erfahrung aufwarten. Denn sie spielen nicht nur in der Regionalliga, sondern auch in der WNBL und können in Iva Banozic, Jelena Bozic und Nadja Stöckle drei der besten Werferinnen der Liga auf den Platz bringen. „Für uns wird es darum gehen, diese drei in den Griff zu bekommen“, sagt Gölz. „Die Mannschaft von Ludwigsburg ist brandgefährlich und mobil.“

Dennoch sieht der Trainer für seine Mannschaft auch Vorteile. „Wir können mit Erfahrung punkten und sind stärker unter dem Korb“, sagt Gölz. „Zudem hat uns die aktuelle Siegesserie eine Menge Selbstvertrauen gegeben. Das hat man auch im Spiel gegen Möhringen gemerkt.“

Auf den MTV kommt dennoch ein hartes Stück Arbeit zu. Aus persönlichen Gründen werden den Stuttgarterinnen die Guards Birte Bencker, Lara Reckmann und Sirin Zengin fehlen. Zudem musste Top-Scorerin Julia Wultschner wegen einer Erkältung unter der Woche mit dem Training aussetzen. Trainer Sebastian Gölz hofft dennoch, dass Wultschner am Wochenende gegen den Titel- und Lokalrivalen auflaufen kann. „Sie ist für uns sehr wichtig, weil sie unterm Korb kaum zu verteidigen ist. Das ist unsere große Stärke gegen die Ludwigsburger.“

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)