Das Team von Trainer Sebastian Gölz siegt erneut.

Auch wenn es kein offizieller Titel ist: Die Vizemeisterschaft in der aktuellen Saison der Regionalliga Baden-Württemberg kann den Basketballerinnen des MTV Stuttgart keiner mehr nehmen. Seit dem 87:69-Erfolg über den Tabellendritten USC Heidelberg II und damit bereits vier Spieltage vor Rundenende steht fest, dass die Mannschaft von Trainer Sebastian Gölz nicht mehr von Rang zwei verdrängt werden kann. Dennoch hat der MTV noch Ziele zu verwirklichen. „Wir wollen die Meisterschaft“, betont Trainer Gölz. „Wir haben in den vergangenen Spielen noch einmal einen deutlichen Aufwärtstrend in unserer spielerischen Qualität gesehen. Wir haben ein gutes Gefühl“, sagt er.

Gegen Heidelberg hatte der MTV zudem alle Register gezogen. Mit druckvoller Abwehrarbeit überraschten die Stuttgarterinnen ihre Gäste. Doch wie erwartet, fand der USC schnell Mittel gegen die Verteidigung der Gastgeberinnen. „Heidelberg gibt immer Vollgas, egal, gegen wen sie spielen“, sagt Gölz. Der Trainer hatte allerdings noch ein As im Ärmel: Nachdem sich der USC auf die Manndeckung des MTV eingestellt hatte, ließ Gölz Zonenverteidigung spielen. Damit schaffte es sein Team, den Druck weiter hoch zu halten. Immer wieder stellten beide Coaches ihre Systeme um, aber keiner Mannschaft gelang es, die Kontrahenten entscheidend zu überraschen. „Auch unsere Zonenpresse hatte Heidelberg schnell raus. Das Team wird einfach sehr gut gecoacht und war auf uns eingestellt.“

Überlegene Spielqualität und ausgefeiltes Teamspiel ließ den MTV immer wieder davonziehen. Mit Birte Bencker, Teresa Kucera, Stefanie Rathfelder und Julia Wultschner hatte der MTV gleich vier Spielerinnen mit zweistelliger Punktezahl am Spielende in seinen Reihen und auch in Sachen Rebounds und Turnovers erlaubte sich der MTV so gut wie keine Fehler. Auch Heidelberg gelang es immer wieder, zurück ins Spiel zu finden und die verbissen angreifenden Gäste schafften es, den 25-Punkte-Vorsprung des MTV im dritten Viertel zeitweise auf ein 63:52 aus Stuttgarter Sicht zu verkürzen. Fehler des MTV im Spielaufbau bestraften die Basketballerinnen des USC sofort und ließen selbst im letzten Viertel des Spiels keine Gelegenheit ungenutzt.

„Es ist ein gutes Gefühl, den zweiten Platz sicher zu haben“, sagt Gölz. „Ich glaube, wir waren ein bisschen das Überraschungsteam der Saison.“

MTV Stuttgart: Birte Bencker (12 Punkte), Martina Bulat (4), Teresa Kucera (19), Stefanie Rathfelder (19), Lara Reckmann, Tabea Ritschek (6), Julia Wultschner (25), Katrin Wultschner (2).

Thomas Weingärtner