Am Samstag treffen die letzten beiden noch unbesiegten Regionalligaclubs aufeinander.
Besser geht es nicht: Am Samstag um 18.30 Uhr werden sich in der Sporthalle des Friedrich-Eugens-Gymnasiums die beiden Top-Teams der Frauenbasketball-Regionalliga messen. Im Duell um die Spitze vor der Winterpause trifft der MTV Stuttgart auf die PS Karlsruhe Lions. Beide Mannschaften haben in den vergangenen Wochen die Liga auf eindrucksvolle Weise dominiert und nicht ein einziges ihrer bislang neun Saisonspiele verloren. Einzig die schlechtere Punktdifferenz verweist die Stuttgarter Gastgeberinnen aktuell noch auf den zweiten Tabellenplatz. Doch das soll sich am Samstagabend ändern. Die Mannschaft von MTV-Trainer Sebastian Gölz ist fest entschlossen, ungeschlagen in die Saisonpause zu gehen.

Seit Wochen freut sie sich auf die richtungsweisende Begegnung. Vergangene Woche war der MTV-Kader durch viele krankheitsbedingte Ausfälle geschwächt. „Es sind aber alle wieder fit“, sagt Trainer Sebastian Gölz. „Wir werden mutig in die Partie gehen, denn wir haben nichts zu verlieren“, betont er.

Die Lions haben sich mit druckvollem Offensiv-Basketball in der Liga einen Namen gemacht. Sie suchen die Zweikämpfe und gehen diese auch aggressiv an. Mit Lotta Simon, Paulin Simon und Theresa Voß haben die Karlsruher Gäste zudem drei absolute Hochkaräter im Kader. Mit dem harten Zweikampfverhalten der Lions muss der MTV am Anfang erst einmal zurechtkommen. „Wir haben viel in dieser Richtung trainiert, dass wir uns darauf einstellen können“, erläutert Gölz. „Wir sind außerdem tiefer besetzt als unsere Gäste.“ Zudem sieht der Stuttgarter Trainer die Schwächen des Gegners vor allem in der Defense. „Karlsruhe ist ein Offense-Team. Sie wollen punkten und laufen.“ Das macht die Lions in Fast-Break-Situationen besonders gefährlich.

Aber der Coach hat einen Plan: „Wir müssen sie im Angriff verlangsamen und sie zwingen, Tempo rauszunehmen. Unterm Korb sind wir im Angriff dafür stärker“, sagt Gölz. Damit wird die Partie am Wochenende nicht nur zum Duell der Titanen, sondern auch zur klassischen Vergleich zwischen Angriffs- und Abwehrspezialisten. Der MTV hatte bisher nämlich vor allem durch druckvolle und clevere Verteidigung Bälle erobern und Punkte machen können. Ob dies gegen die Karlsruherinnen auch gelingen kann, wird sich am Samstag zeigen.

Thomas Weingärtner

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