Die Stuttgarter empfangen den Tabellendritten SG Lützel-Post Koblenz in der Sporthalle West.

Einfache Spiele werde es für seine Mannschaft in dieser Saison keine geben, sagte Torsten Böhringer bereits während der Vorbereitung auf eben diese Punktrunde in der Basketball-Regionalliga. „Dafür ist die Liga zu ausgeglichen.“ Dass der Trainer des MTV Stuttgart Recht behalten sollte in diesem Zusammenhang, ist spätestens nach den ersten Begegnungen in den vergangenen Wochen deutlich geworden. Nach zwei Siegen und drei Niederlagen stehen die Nord-Stuttgarter nun auf dem zehnten Tabellenplatz in einem dicht gedrängten Klassement, in dem die unmittelbare Abstiegszone nur zwei Punkte entfernt ist.

Mit der SG Lützel-Post Koblenz kommt am Samstag (19.30 Uhr) nun eine Mannschaft in die Halle West, die erstens schon vier Siege auf dem Konto hat, und zweitens mit dem aktuell dritten Tabellenplatz ihren Anspruch untermauert, in dieser Saison um die vorderen Ränge mitspielen zu können. Diesen Anspruch teilt der MTV keineswegs, lediglich der Klassenverbleib ist das selbst ausgegebene Ziel. Böhringer rechnet sich dennoch Chancen gegen die Rheinländer aus: „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und intensiv im Training gearbeitet. Ich hoffe deshalb, dass wir jetzt alle einen Schritt weiter sind und Koblenz die Stirn bieten können.“ Auch wenn die Niederlage gegen Schwenningen mit 19 Punkten am Ende doch deutlich ausgefallen ist, habe seine Mannschaft dennoch auf Augenhöhe gespielt, betont der Stuttgarter Trainer weiter. „Dazu gibt gerade jeder Spieler im Training Vollgas, da geht es mächtig zur Sache. Wenn wir das mitnehmen können, sehe ich eine gute Chance.“

Dass der MTV Anreize aus dem Training in ein Spiel transportieren kann, hat das Team in dieser Runde bereits bewiesen: Die zu Beginn schwächelnde Defensive wurde stabilisiert und steht seitdem überwiegend kompakt. Gegen die spielstarke SG dürfte sich dies auch dieses Mal zur wichtigen Komponente entwickeln. „Sie haben gute Athleten unter dem Korb und dazu viele ausgezeichnete Werfer“, beschreibt Böhringer den Gegner. „Dazu werden sie ausgezeichnet gecoacht. Das wird alles andere als eine leichte Angelegenheit.“

Bis auf Lukas Müller und Temesghen Tecleyohanis, die angeschlagen sind, haben sich sämtliche Spieler des Stuttgarter Kaders einsatzbereit gemeldet. Auch bei den beiden genannten Akteuren besteht laut Böhringer eventuell noch die Möglichkeit, dass sie am Samstag auflaufen können. „Zudem spielen wir zu Hause. Das ist ein großer Vorteil. Deshalb bleibe ich optimistisch, was den Ausgang der Partie angeht. Wir haben eine volle Bank“, sagt der Coach.

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)