Obwohl gleich drei Leistungsträgerinnen fehlen, überzeugt der MTV beim USC Heidelberg II.

Die Basketballerinnen des MTV Stuttgart haben die Niederlage gegen die PS Karlsruhe Lions am vergangenen Wochenende gut weggesteckt. Denn am Sonntag konnte das Regionalligateam aus der Landeshauptstadt beim USV Heidelberg II wieder Punkte sammeln. Und dies, obwohl Trainer Sebastian Rohrbach mit nur acht Spielerinnen die Reise in die Universitätsstadt antreten musste. In Vera Genten, Birte Bencker und Tabea Ritschek fehlten dem Übungsleiter zudem drei Leistungsträger. Dennoch besiegten die Stuttgarterinnen ihre Gastgeber überraschend deutlich mit 70:47 und rangieren nun auf Tabellenplatz sechs.
Mit starker Offense startete der MTV in die Partie und konnte sich früh einen Vorsprung erkämpfen. Heidelberg setzte im ersten Viertel auf eine klassische Manndeckung, die sich allerdings nicht bewähren sollte. Die Gäste aus Stuttgart führten am Ende der ersten zehn Spielminuten bereits mit 17:10. Doch so einfach wollte sich die USC-Reserve nicht geschlagen geben. Die Umstellung der Heidelbergerinnen auf Zonenverteidigung brachte den MTV in Schwierigkeiten. Zwar hielt die Defense der Stuttgarterinnen, doch offensiv gab es für Rohrbachs Team geraume Zeit nichts mehr zu holen. War es zunächst nur die gute Deckungsarbeit, mit der sich die Stuttgarterinnen im Spiel hielten, änderte sich im letzten Viertel das Bild. Denn dort drehte der MTV dann noch einmal richtig auf. Die gute Physis der Stuttgarterinnen erlaubte eine druckvolle Verteidigung über das ganze Feld. Die Gäste erspielte sich so durch Turnover immer mehr Chancen, die dann auch Früchte trugen. Mit dem dadurch wachsenden Selbstbewusstsein versuchten die Stuttgarterinnen auch schwierigere Würfe von außen. Das zahlte sich aus. Katrin Hellmann versenkte vier Dreier, und auch erst die fünfzehnjährige Clara Gausepohl traf zweimal aus der Distanz. Mit der Schlusssirene landete der letzte Drei-Punkte-Wurf von Gausepohl im Ring.
„Es war schön und wichtig, dieses Spiel trotz des Fehlens einiger unserer Leistungsträger zu gewinnen“, sagt ein stolzer Trainer Sebastian Rohrbach. „Die acht Spielerinnen haben die Aufgabe angenommen und sie mit Bravour gemeistert. Es war eine tolle Teamleistung und jeder hat seinen Beitrag geleistet.“ Auch eine technische Verbesserung konnte der Coach feststellen: „Unsere Rebounds waren viel besser wie in den vergangenen Partien.“
MTV Stuttgart: Clara Gausepohl, Katrin Hellmann, Lara Reckmann, Lena Dinklage, Sophie Rebmann, Amelie Rebmann, Martina Bulat, Luisa Marx.

(Stuttgarter Zeitung, Thomas Weingärtner)