Gegen den ASC Theresianum Mainz gelingt dem MTV Stuttgart der ersehnte erste Saisonsieg.

So sehr Sprichwörter häufig ins Floskelhafte abschweifen, so wahr sind sie doch gelegentlich. Und auch im Fall des Basketball-Regionalligisten MTV Stuttgart traf ein solches Sprichwort am vergangenen Sonntagabend zu: Aller guten Dinge sind drei. Gegen den ASC Theresianum Mainz fuhren die Stuttgarter mit 99:56 ihren ersten Saisonsieg im dritten Punktspiel der laufenden Runde ein – nach zuletzt zwei herben Niederlagen gegen den 1. FC Kaiserslautern und die SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen. „Endlich sind wir aufgewacht. Das war aber auch dringend nötig“, sagte MTV-Trainer Torsten Böhringer nach der Partie.

Doch es war einiges an Arbeit notwendig, um aus den mangelhaften Leistungen der ersten Wochen diesen überzeugenden Auftritt zu entwickeln. „Wir haben härter trainiert als sonst. Ich habe den Jungs auch Videos von unseren letzten Spielen gezeigt. Da ist einigen klar geworden, dass sie etwas verändern müssen. Das hat wohl den Ausschlag gegeben“, erklärt Böhringer. „Die Frustration nach den zwei Niederlagen war im gesamten Team unglaublich groß.“

Im Gegensatz zu den beiden ersten Saisonspielen gelang dem MTV gegen Mainz ein Start nach Maß: Zehn Punkte Vorsprung standen nach dem ersten Viertel zu Buche, zur Halbzeit lautete das Ergebnis bereits 53:36 aus Sicht der Stuttgarter. Doch deren beste Phase kam erst kurz nach dem Seitenwechsel, als sie dem ASC vollends enteilten. „Da haben wir unsere Sache richtig gut gemacht. Mainz ist beileibe kein schlechtes Team, aber wir waren stellenweise einfach nicht zu stoppen“, sagte der MTV-Trainer, der insbesondere Topscorer Milos Mandic, der 22 Punkte beisteuerte, aber auch Christian Gundlach hervorhob: „Milos hat fast alle Würfe getroffen. Und Christian war für unsere Abwehr enorm wichtig. Er hat das ganze Spielfeld beackert.“ Letztlich habe aber jeder seiner Spieler an diesem Tag eine sehr gute Leistung gezeigt.

Waren es zuvor in beiden Fällen noch jeweils über 85 Punkte, die die Stuttgarter schlucken mussten, funktionierte die Defensivarbeit in allen Mannschaftsteilen nun deutlich besser. „Das wollen wir jetzt fortführen“, sagte Böhringer bereits im Hinblick auf das am kommenden Samstag anstehende zweite Heimspiel seiner Mannschaft. Dort muss der MTV dann gegen die EVL Baskets Limburg unter Beweis stellen, dass er seinen Worten auch Taten folgen lassen kann. Es wäre ein weiteres Sprichwort, das sich bewahrheitete.

MTV Stuttgart: Rafael Kaltzidis (2 Punkte), Milos Mandic (22), Jonas Leidel (7), Ruben Leidel (2), Alexander Komitakis (6), Christian Gundlach (2), Falco Meyer-Hübner (7), Cyril Da Silva (11), Marvin Jaumann (8), Nickolas O’Brian Mosley (18), Jose Tejada Munoz (14).

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)