Der MTV weist den ersatzgeschwächten Titelanwärter aus Freiburg in die Schranken.

Die Basketballerinnen vom MTV Stuttgart konnten bei ihrem Heimdebüt am Samstagabend dort anknüpfen, wo sie eine Woche zuvor in fremder Halle aufgehört hatten: Sie gewannen. Und zwar mit 60:40 und nicht gerad e gegen irgendwen. Denn die Stuttgarterinnen bezwangen den USC Freiburg II, der als einer der Top-Titelanwärter in der Regionalliga Baden-Württemberg gilt.

Stark starteten die Platzherrinnen in die Partie und konnten sich gleich zu Beginn einen deutlichen Vorsprung erkämpfen. Vor allem in der Abwehr zeigten sich der MTV dominant und ließ kaum einen ordentlichen Spielaufbau beim Gegner zu. „Das hat wieder sehr gut geklappt“, sagt MTV-Trainer Sebastian Gölz. „Wir haben das Spiel unterm Korb erfolgreich unterbunden. Dadurch haben wir dann aber einige Dreier zugelassen, da müssen wir schneller wieder aus der Zone raus.“ Was in der Verteidigung erarbeitet wurde, konnte in der Offensive dann in Punkte verwandelt werden. Und der MTV ließ sich in dieser Hinsicht nicht lumpen. Mit 25:14 aus Stuttgarter Sicht ging es für beide Mannschaften in die Kabinen – kein großes Polster, aber schon eine klar erkennbare Richtung.

In Hälfte zwei hielten die Stuttgarterinnen die Schlagzahl hoch. Vor allem Teresa Kucera, die auf der Position des Power Forward für Punkte sorgte. Acht reguläre Treffer und vier Freiwürfe versenkte der Neuzugang und lieferte auch im Aufbau wertvolle Arbeit ab. „Sie hat dort die Führung übernommen, wo es nötig war“, freut sich Gölz. „Sie wird, glaube ich, auch in Zukunft immer mehr Verantwortung im Team übernehmen.“ Doch auch die Stammspieler der vergangenen Jahre, Katrin Wultschner und Lena Dinklage punkteten mehrmals für ihr Team und machten den zweiten Saisonsieg für den MTV so perfekt.

Zu hoch möchte Gölz den Erfolg aber gar nicht bewerten. „Freiburg hatte einen Doppelspieltag und viele Stammspielerinnen waren nicht da. Da mussten wahrscheinlich Spieler aus der dritten Mannschaft aushelfen“, sagt Gölz. „Das ist ein bisschen schade für uns, wir wollten wirklich sehen, wo wir aktuell stehen.“ Dennoch sieht der Trainer auch so Potenzial nach oben. „In der Offense lief es wesentlich besser, aber eben noch nicht rund. Wir laufen unsere Wege nicht konsequent zu Ende. Uns fehlt noch die Geduld im Angriff, denn freien Mann zu finden“, kommentiert Gölz. „Dadurch machen wir immer schwerere Würfe, als wir eigentlich müssten“, sagt er.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)