Die Mannschaft des MTV kann im Spiel gegen Fellbach wieder auf Cyril da Silva bauen. Simon Valachovic

Der 13. Oktober ist der Geburtstag von Torsten Böhringer, Trainer des MTV Stuttgart. Dass in diesem Jahr das Duell gegen den Lokalrivalen REWE Aupperle Fellbach ausgerechnet auf den besagten Tag fällt, gibt dem Ganzen einen außergewöhnlichen Charakter. „Es ist auf jeden Fall besonders“, sagt Böhringer, der derzeit an einem grippalen Infekt laboriert, „aber auf jeden Fall dabei sein“ wird, wie er betont. Schließlich haben Regionalliga-Derbys gegen die Fellbacher immer eine hohe Brisanz. Center Nick Mosley spielte bis vor einigen Jahren noch bei den „Flashers“. David Rotim hingegen von 2012 bis 2017 beim MTV Stuttgart. Der Siegeswille ist höher, als im normalen Ligabetrieb. „Ich habe nur einen Wunsch“, sagt Böhringer bezüglich seines Ehrentages: „Und das ist der Derbysieg.“
Dem noch 32-Jährigen ein solches Geburtstagsgeschenk zu machen, scheint für die Mannschaft kein unlösbares Problem zu sein. Schließlich starteten die Fellbacher mit nur einem Sieg aus den ersten drei Spielen mehr schlecht als recht in die Saison. Beim MTV ist es dagegen besser gelaufen als gedacht: Die Stuttgarter sind neben den Morgenstern BIS Baskets das einzige noch ungeschlagene Team der Liga.
Dennoch warnt Torsten Böhringer vor den üblichen Gefahren eines Derbys mit all der Emotionalität. „Wir müssen in engen Phasen die Coolness aufrecht erhalten“, fordert er und setzt dabei auf die Erfahrung von Aufbauspieler Cyril da Silva, der nach ausgestandener Erkältung wieder mit von der Partie ist. „Er hat die Fähigkeit, in solchen Spielen das Ding im entscheidenden Moment umzureißen“, lobt Böhringer den Distanzschützen, der die Stuttgarter bereits beim letzten Aufeinandertreffen mit seinem Dreierregen in der Verlängerung zu einem dramatischen 105:99-Sieg führte. Ein weiterer Glanztag da Silvas, und es wäre der vierte Sieg im vierten Spiel.

(Stuttgarter Zeitung)