Die Stuttgarterinnen empfangen die KuSG Leimen zum vorletzten Heimspiel der Saison.

Nach zwei Niederlagen in Folge ist es nun Zeit für die Basketballerinnen des MTV Stuttgart, sich wieder aufzurappeln. Am Samstagabend treffen die Spielerinnen von Coach Johannes Hübner in der heimischen Sporthalle West auf den Regionalligazehnten KuSG Leimen. Doch trotz der vergleichsweise schlechten Tabellenposition des Gegner ist Vorsicht geboten. Das Hinspiel konnte der MTV nur knapp für sich entscheiden. Und in den vergangenen Jahren war Leimen immer vorne dabei gewesen. „Ich glaube, sie stehen aktuell schlechter da, als sie sind“, sagt Hübner.

Dennoch liegt der Fokus am kommenden Wochenende nicht auf dem Gegner. „Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren, um unsere Linie zu finden“, sagt Hübner. Gerade die zweite Hälfte des Spiels gegen den SV Böblingen gibt die Richtung vor. „Wir wollen genauso intensiv spielen wie in Böblingen. Zwar haben wir da verloren, aber die zweite Hälfte war wirklich gut.“ Vor allem in der Defensive muss sich beim MTV einiges tun. „Wir haben viele Eins-gegen-eins-Situationen verloren, schalten nicht schnell genug um und helfen uns zu spät gegenseitig aus“, so die Einschätzung des Trainers. „Das sind alles Basics, die wir eigentlich problemlos abrufen können.“ Nun gelte für die Mannschaft, diese elementaren Tugenden auch wieder auf dem Feld zu zeigen.

Allgemein betrachtet, sieht es für den MTV aber nicht so schlecht aus, wie die Situation vermuten lässt. In der vergangenen Saison hatten sich die Stuttgarterinnen um diese Zeit kurz vor dem Abstieg gesehen. Da war es noch darum gegangen, Spiele zu gewinnen, um nicht weiter abzurutschen. „Bis auf die vergangenen zwei Spiele können wir wirklich zufrieden sein“, bestätigt der Coach. „Wir haben uns ungefähr dahin entwickelt, wo wir auch hin wollten.“ Dennoch sieht Hübner Luft für mehr. „Wir dürfen nicht zufrieden sein. Wir wollen wieder Spiele gewinnen, um die Saison mit einem guten Gefühl abzuschließen.“ Verzichten muss Hübner am kommenden Wochenende auf die Guards Katrin Hellmann und Lara Reckmann, beide sind aus persönlichen Gründen verhindert.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)