Beim MTV Stuttgart sollen künftig Andreas Nicklaus und Fekre Abraha mehr Einsatzzeiten bekommen.

Beim MTV Stuttgart hat es im vergangenen Sommer einen größeren Kaderumbruch gegeben. Erfahrene Stützen wie Falco Meyer-Hübner verließen die Nord-Stuttgarter. Die entstandenen Lücken wurden überwiegend mit jungen, ambitionierten Spielern aufgefüllt – darunter auch Andreas Nicklaus und Fekre Abraha. Beide sind Teil der Kooperation mit dem Zweitligisten Kirchheim Knights und sollen beim MTV in der 1. Regionalliga Spielpraxis sammeln. Die in sie gesetzten hohen Erwartungen haben die Nachwuchskräfte bisher allerdings noch nicht erfüllt. Auch weil die Mannschaft von Trainer Torsten Böhringer zwischenzeitlich Gefahr lief, in den Sog des Abstiegsstrudels zu geraten, blieben die Einsatzzeiten überschaubar. Mittlerweile hat sich der MTV allerdings wieder gefangen und belegt nach den Siegen gegen Mainz und Fellbach den siebten Platz.
Und deshalb sollen die beiden 19-Jährigen in den kommenden Wochen auch mehr Einsatzzeiten bekommen – so ist zumindest der Plan von Torsten Böhringer. „Wir wollen jünger werden“, sagt er, „beide können sich jetzt mehr zeigen.“ Vor allem der großgewachsene Center Andreas Nicklaus kam bisher kaum zum Einsatz – weil er schlicht nicht an Nick Mosley vorbeikommt und bisweilen etwas unglücklich agierte. Dennoch attestiert ihm Böhringer eine „hohe Intelligenz und viel Ehrgeiz“. Topscorer Mosley sprach kürzlich sogar davon, dass sich in ein paar Jahren einige noch wundern würden, wenn man Nicklaus plötzlich in einer Profi-Liga zu sehen bekäme.
Fekre Abraha wird indes vom Abgang von Christopher Ley profitieren, der sich aus zeitlichen Gründen Komusina Haiterbach in der Regionalliga Baden-Württemberg anschließen wird. Und da sich Rafail Kaltzidis im Februar einer Kiefer-Operation unterziehen muss, werden die Einsatzzeiten weiter zunehmen. Dazu soll das Nachwuchstalent von der Erfahrung von Rückkehrer Marco Schlafke profitieren. An diesem Sonntag in der Sporthalle West (Spielbeginn 17 Uhr) können beide Talente im Duell mit dem Tabellennachbarn TV Langen also gleich mal zeigen, was in ihnen steckt.

(Stuttgarter Zeitung, Simon Valachovic)