Beim MTV Stuttgart will man gegen den MTV Kronberg den eingeschlagenen Weg weitergehen.

Gedacht hätte das vor der Saison wohl kaum einer. Und daran geglaubt haben die Verantwortlichen beim Stuttgarter Basketball-Regionalligisten nach ihrem personellen Umbruch vor dem Rundenstart wohl auch nicht. Doch nach sieben Spielen steht der MTV vom Rand des Kräherwalds auf dem siebten Tabellenplatz – obwohl selbst die optimistischsten Beobachter den Stuttgartern in der aktuellen Runde nur eine Nebenrolle in Deutschlands vierthöchster Spielklasse zugetraut haben. „Unser einziges Ziel ist der Klassenverbleib“, hatte MTV-Trainer Torsten Böhringer noch vor der ersten Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern gesagt.

Nach anfänglich zwei Niederlagen gegen eben jene Pfälzer und die SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen haben die Herren in Weiß-Rot aber in die Spur gefunden und mittlerweile vier Siege auf ihr Punktekonto geladen. Anpassen möchte Böhringer die Saisonziele trotz der beruhigenden Tabellensituation dennoch nicht. Im Gegenteil: Vor der an diesem Samstag stattfindenden Begegnung gegen den Aufsteiger MTV Kronberg (19.30 Uhr) in der heimischen Halle West warnt der Übungsleiter: „Wir müssen professionell bleiben und dürfen das Spiel keineswegs auf die leichte Schulter nehmen.“

Nichts desto trotz sind sie beim MTV auch stolz auf das, was sie in den Spielen gegen teilweise favorisierte Gegner wie Koblenz erreicht haben. „Es hat gut getan, dass wir ein Wochenende spielfrei hatten. Wir alle haben den Kopf ein bisschen frei bekommen“, sagt Böhringer, der sich trotz Pause mit dem Kontrahenten aus Kronberg beschäftigt hat. „Sie sind individuell nicht so stark wie andere Teams der Liga, aber die mannschaftliche Geschlossenheit ist beeindruckend.“ Deshalb müssten er und seine Spieler von Beginn an die Kontrolle übernehmen, um die Gäste gar nicht erst ins Rollen kommen zu lassen.

Sollten diese Ratschläge befolgt werden, steht dem dritten Heimerfolg in Serie wohl in der Tat nichts im Weg. Momentan ran-giert der MTV Kronberg mit lediglich zwei Saisonsiegen auf dem zwölften Tabellenplatz. „Ich sehe dem ganzen grundsätzlich auch positiv entgegen“, gesteht Böhringer schlussendlich doch noch. „Aber wir dürfen in dieser Liga niemanden unterschätzen. Das haben andere Mannschaften mit uns bereits getan. Und wir haben gezeigt, wie gefährlich das sein kann.“

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)