Das Team aus Stuttgart empfängt an diesem Sonntag die Mannschaft des MTV Kronberg.

Wenn man sich die Tabelle der 1. Basketball-Regionalliga anschaut, kommt man ins Staunen. Das hat einen einfachen Grund: Von insgesamt 14 Mannschaften trennen acht Teams gerade einmal zwei Punkte. Ein Szenario, das es nicht oft zu sehen gibt. Auf Rang sechs bilden die Basketballer des MTV Stuttgart mit 18 Zählern die Vorhut. Auf Rang 13, dem vorletzten Platz, steht der MTV Kronberg mit 16 Punkten.
An diesem Sonntag, 17. März (17 Uhr), empfangen die Stuttgarter den MTV Kronberg in der Sporthalle West. Abstiegskampf pur also? Mitnichten. In der dritten Liga, auch Pro B genannt, haben bereits die Play-offs begonnen. Was bereits feststeht: Alle Vereine, die potenziell in die 1. Regionalliga Südwest absteigen hätten können, haben bereits den Klassenverbleib gesichert. Wenn keiner dieser Vereine noch überraschend aus finanziellen Gründen den Rückzug verkünden wird, bleibt es in der vierten Liga bei einem Absteiger – und der steht im ASC Mainz (8 Punkte) bereits mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit fest.
Es geht an diesem Sonntag, trotz der tabellarisch extrem reizvollen Konstellation daher „um die Ehre“, wie Stuttgarts Trainer Torsten Böhringer schlussfolgert. „Wir wollen uns für die Niederlage im Hinspiel revanchieren“, betont er. Damals verlor der MTV, weil sich unter anderem Topscorer Nick Mosley kurzfristig krank abgemeldet hat. Am Sonntag wird der Amerikaner mit von der Partie sein. Doch nicht nur er. Auch Cyril da Silva und Jose Tejada-Munoz, die zwei wichtigen Distanzschützen, werden wieder im Kader stehen. Die Auswahl an Spielern wird so üppig wie schon lange nicht mehr sein. Lediglich der Aufbauakteur Rafail Kaltzidis fehlt weiterhin wegen einer Operation am Kiefer. Es ist eine nahezu perfekte Ausgangslage für einen Heimsieg. „Wir wollen den sechsten Platz verteidigen“, fordert Böhringer. „Und wenn wir schon dabei sind, wollen wir uns auch den direkten Vergleich holen.“ Das Hinspiel endete 62:78.

(Stuttgarter Zeitung, Simon Valachovic)