Die Stuttgarterinnen haben zu Hause beim 86:46-Erfolg gegen die KuSG Leimen keine Probleme.

Das Gesicht von Trainer Johannes Hübner sprach nach dem Schlusspfiff Bände: 86:46 stand es da auf der Anzeigentafel für seinen MTV Stuttgart, der in der Regionalliga die KuSG Leimen in allen vier Vierteln deutlich in ihre Schranken gewiesen hatte. Gerade wegen dieses Sieges und natürlich auch aufgrund seiner Deutlichkeit war Erleichterung in den Zügen von Hübner zu lesen. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie und den teilweise nur unzureichenden Leistungen brannte seine Mannschaft am Samstagabend in der Sporthalle West mal wieder ein Offensivfeuerwerk ab, gegen das nur wenige Mannschaften der Liga Bestand gehabt hätten.

„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team heute, gerade auch deshalb, weil wir nur wenig Aktionen des Gegner zugelassen haben“, sagt der MTV-Coach nach der Partie. Nicht nur in der Offensive überzeugten die Stuttgarter Basketballerinnen nämlich, sondern auch in der Verteidigungsarbeit: Über die volle Spielzeit stand der MTV kompakt und bot der KuSG nur wenig Raum. Lediglich acht Punkte gelangen so den Gästen aus der Kurpfalz im ersten Viertel, zur Halbzeit stand es bereits 53:19 für den MTV. „Es war ein wirklich gutes Spiel mit der richtigen Intensität“, befand Hübner am Ende, wusste aber auch, dass Leimen erschreckend schwach aufgetreten war. Nur wenig lief zusammen bei dem Abstiegskandidaten aus der Nähe von Heidelberg, der in dieser Saison bislang überhaupt nur vier Siege verbuchen konnte.

Den Stuttgarterinnen fiel es folglich leicht, nach konsequentem Spielaufbau zu Abschlüssen in Serie zu kommen und etwas für das eigene Ballverhältnis zu tun. Zwölf Siege aus 17 Spielen stehen für den MTV nunmehr zu Buche, aktuell bedeutet das noch immer den vierten Tabellenplatz. Der Dritte PS Karlsruhe ist mit zwei Punkten Vorsprung jedoch absolut in Reichweite, auch wenn die Karlsruherinnen ein Spiel weniger auf dem Konto haben. „Wir haben nach zwei Niederlagen endlich mal wieder ein gutes Spiel gemacht, das ist das wichtige dabei“, sagte Hübner mit Blick auf die Tabelle und fügte an: „Vor allem haben wir als Mannschaft wieder zusammengearbeitet. Das hat uns stark gemacht.“

Tatsächlich lag darin der deutliche 86:46-Erfolg gegen die Gäste aus Leimen begründet: Agierten die Damen des MTV in den vergangenen Wochen gerade im Zusammenspiel von Offensive und Defensive noch etwas hölzern, entstand gegen die KuSG Leimen in der heimischen Halle West nun ein beständiger Spielfluss. Immer wieder kamen die Stuttgarterinnen so zu wirkungsvollen Angriffen, denen die Gäste nur selten etwas entgegensetzen konnten. Schlussendlich war deutlich zu spüren, dass der MTV verdientermaßen im oberen Tabellendrittel – und Leimen eben doch etwas abgeschlagen am Tabellenende steht. „Aber auch so ein Spiel muss man erst einmal gewinnen“, sagte Hübner abschließend. „Und wir haben das sehr gut gemacht. Das ist eine Leistung, auf die wir stolz sein können.“

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)