Der MTV Stuttgart schlägt den MTV Kronberg in einer umkämpften Begegnung mit 79:75. Jan Ehrhardt

Am Ende war es doch knapper als anfangs erwartet – aber der dritte Heimsieg des Basketball-Regionalligisten MTV Stuttgart in Folge war trotzdem verdient. Einerseits weil der kurz zuvor eingewechselte Jose Tejada Munoz beinahe mit der letzten Sekunde den entscheidenden Dreier zur Führung verwandelt hatte und andererseits, weil über die gesamte Spieldauer hinweg der MTV doch die insgesamt bessere Mannschaft gewesen war. Mit 79:75 setzte sich der Club vom Kräherwald am Samstag gegen den MTV Kronberg durch und steht mit einer Bilanz von fünf Siegen und drei Niederlagen weiterhin im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Die unmittelbare Abstiegsangst ist damit zumindest für den Moment gebannt.

Doch war ein hartes Stück Arbeit für die Stuttgarter in der Sporthalle West gegen den Aufsteiger aus dem Taunus. Nach leichten Unsicherheiten zu Beginn lag der MTV schnell mit 0:5 zurück. Erst zwei verwandelte Freiwürfe von Milos Mandic brachten die ersten Punkte auf das Konto der Stuttgarter. Im Anschluss entwickelte sich eine offene und gleichwertig geführte Partie, in der sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Kleine Vorteile auf Seiten des Heimteams brachten schließlich die knappe 18:16-Führung zum Ende des ersten Viertels; zur Halbzeit stand es 44:39 für den Stuttgarter Viertligisten. „Das war sicher eines der schlechtesten Spiele von uns. Wir haben zu viele Fehler gemacht und uns teilweise echt ungeschickt angestellt“, urteilte MTV-Trainer Torsten Böhringer. „Wir hätten durchaus verlieren können.“

Vor allem , weil sich der Liganeuling aus Hessen auch nach der Pause kämpferisch und mannschaftlich geschlossen präsentierte. Insbesondere Yannick Schicktanz und Julian Reinwald überzeugten dabei, wenngleich die individuelle Klasse der Kronberger noch nicht ganz an die der Spitzenteams der Liga heranreicht. Beim MTV hingegen war es abermals Nickolas O’Brian Mosley, der nicht nur bester Schütze, sondern zugleich auch bester Mann auf dem Feld war. Insgesamt traf der amerikanische Neuzugang für 24 Punkte und sicherte sich zudem zehn Rebounds – ebenfalls der beste Wert an diesem Abend im Stuttgarter Westen. „Natürlich freuen wir uns über diesen Sieg und wir nehmen die Punkte natürlich gerne mit. Aber wir müssen weiterhin an uns arbeiten. Damit uns solche Spiele vielleicht nicht irgendwann doch aus der Hand gleiten“, resümierte Böhringer.

Nach diesem Erfolg bleiben die Abstiegsränge für den MTV erst einmal in sicherer Entfernung. Am Freitag (20 Uhr) wartet mit dem Derby gegen Fellbach allerdings eine weitaus kniffligere Aufgabe.

MTV Stuttgart: Rafael Kaltzidis, Milos Mandic (16), Jonas Leidel (3), Ruben Leidel, Christian Gundlach, Falco Meyer-Hübner (11), Cyril Da Silva (18), Marvin Jaumann, Nickolas O’Brian Mosley (21), Jose Tejada Munoz (8), Alexander Komitakis (7), Lukas Müller.