Die neu formierte MTV-Mannschaft kommt beim USC Freiburg II böse unter die Räder. 

Dass es nicht einfach werden würde, war von Anfang an klar. Dennoch macht sich bei den Basketballerinnen des MTV Stuttgart Ernüchterung breit. In seiner ersten Begegnung der aktuellen Regionalliga-Spielzeit unterlag der Meister der vergangenen Saison beim USC Freiburg II mit 25:60.

Von Anfang an hielten die Gastgeberinnen den Druck auf das junge Team aus Stuttgart hoch. Bei den Gästen machte sich der Umbruch, den der MTV vor der Saison vollzogen hatte, schnell bemerkbar. Ohne seine abgewanderte Starting Five fehlte der Mannschaft von Trainer Sebastian Gölz schlichtweg die Erfahrung, um den körperlich überlegenen Gegner zu bezwingen. „Unsere Neuzugänge müssen noch lernen, wie sie sich gegen erwachsene Spielerinnen durchsetzen können“, kommentiert Gölz. Das Talent der Spielerinnen stehe außer Frage, betont der Coach. Die fehlende Erfahrung verhinderte dennoch einen strukturierten Spielaufbau. „Wir haben große Schwierigkeiten gehabt, den Ball über die Mittellinie zu bringen.“ Im Abschluss zeigten sich die motivierten Stuttgarterinnen dann an vielen Stellen zu hektisch. Gerade einmal acht Punkte konnte der MTV am Ende der ersten Halbzeit für sich verbuchen. Der USC Freiburg II hingegen fand schnell seinen Rhythmus und spielte sich immer wieder gute Chancen heraus.

In der zweiten Hälfte setzte Gölz auf Gegendruck – und das mit einem gewissen Erfolg. Zwar gelang es nicht, das Blatt zu wenden. Aber: „Die Defense war ganz in Ordnung“, sagt er. „Wir müssen aber lernen, wie wir einer druckvollen Verteidigung entgegenwirken. Auch die erfahrenen Spielerinnen müssen umdenken. Sie müssen sich jetzt selbst Chancen herausspielen.“ Gölz wird – und muss – weiterhin auf seine Talente setzen. „Wir müssen trainieren und von anderen Teams lernen. Jede Mannschaft, die sich mit jungen Spielern neu aufbaut wird, geht erst einmal durch das Tal der Tränen“, sagt Gölz. Der Trainer plädiert dafür, Geduld zu haben: „Uns war klar, dass wir mir Rückschlägen rechnen müssen. Für uns wird jedes Spiel ein kleines Endspiel sein.“ Mittelfristig hat der MTV das Ziel, nicht in einen Abstiegskampf zu geraten. „Wir haben definitiv das Potenzial, Spiele in dieser Liga zu gewinnen.“

MTV Stuttgart: Martina Bulat, Lena Dinklage (4 Punkte), Clara Gausepohl (3), Vera Genten (6), Katrin Hellmann (6), Amelie Rebmann, Sophie Rebmann, Lara Reckmann (2), Tabea Ritschek (4).

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)