Weil MTV-Trainer Torsten Böhringer auf einer Fortbildung weilt, hat Anestis Fesatidis das Sagen.

Die Basketballer des MTV Stuttgart müssen in den kommenden Wochen ohne Torsten Böhringer auskommen – zumindest unter der Woche. Der Trainer des Basketball-Regionalligisten hat eine neue Stelle im Vertrieb eines Pharmaunternehmens gefunden und weilt wegen einer Weiterbildung bis Ende Januar in Saarbrücken. Co-Trainer Anestis Fesatidis wird in dieser Zeit die Trainingseinheiten leiten. Bei den Spielen wird der Chefcoach aber wie gewohnt an der Seitenlinie stehen – auch an diesem Sonntag, 13. Januar, wenn die Nord-Stuttgarter in Kaiserslautern antreten.
Was das Training betrifft, sind Böhringer und sein Stellvertreter freilich in regelmäßigem Austausch. „Wir haben vorab geplant, welche Themen wir angehen wollen“, sagt Fesatidis. Nach dem überzeugenden Sieg gegen die Gießen Pointers wollen die Nord-Stuttgarter weiterhin an ihren Problemfeldern, der Offensive und dem Rebounding, arbeiten.
Diese wollen sie schnellstmöglich in den Griff bekommen. Denn: gegen den 1. FC Kaiserslautern und dem ASC Theresianum Mainz stehen an den beiden kommenden Spieltagen wegweisende Partien an. Beide Konkurrenten stehen in der Tabelle hinter dem MTV. Gewinnt das Team von Torsten Böhringer die Spiele – das Thema Abstieg wäre wohl endgültig ad acta gelegt. „Der Januar ist entscheidend“, betont denn auch Anestis Fesatidis. Die jüngste Entwicklung stimmt den Co-Trainer aber positiv: „Wir sind zufrieden mit dem vergangenen Ergebnis und wollen jetzt darauf aufbauen.“
Für die Partie beim 1. FC Kaiserslautern sieht Fesatidis in der Zone unter dem Korb die größten Gefahren lauern. „Lautern hat wirklich gefährliche Big Men“, sagt der Deutsch-Grieche. Die Big Men, das sind die Forwards Waldemar Nap und John Barber Junior, die beide im Schnitt zweistellig punkten. Allerdings ist sich auch Fesatidis bewusst: „Mit unserem Nick Mosley können wir da gut dagegenhalten“, sagt er. Schließlich kommt der US-amerikanische Forward, der über einen überaus dynamischen Zug zum Korb verfügt, im Schnitt auch auf 25 Punkte pro Partie und ist damit aktuell der alleinige Topscorer in der 1. Regionalliga.

(Stuttgarter Zeitung, Simon Valachovic)