Zu wenig Durchschlagskraft: Der MTV verpatzt in Mannheim den Auftakt zur neuen Regionalligarunde.

Eigentlich ist ja fast alles nach Plan gelaufen. Anestis Fesatidis, der am Sonntag seine Punktspiel-Premiere als Cheftrainer der Basketballer des MTV Stuttgart feierte, hatte vor dem Start in die neue Saison der 1. Regionalliga die taktische Marschroute vorgegeben: „Wir definieren uns künftig mehr aus der Defense heraus.“ Das hat das Team nach einem nicht gerade kleinen personellen Umbruch im Auftaktspiel bei der SG Mannheim auch beherzigt. In Sachen Abwehrarbeit zeigten sich die Stuttgarter gut in Form und ließen verhältnismäßig wenig Punkte der Gastgeber zu. Und dennoch hatte Fesatidis hinterher einiges zu kritisieren. Denn so bissig die Gäste in der Defensive waren, so zahnlos präsentierten sie sich im Angriff – und starteten deshalb mit einer 51:62-Niederlage in die Runde.

„Das hatte ich mir anders gewünscht und auch anders vorgestellt“, sagt Fesatidis verärgert. „Mit so einer Trefferquote kann man auf diesem Niveau kein Spiel gewinnen.“ Denn die besagte Quote lag bei den Würfen aus dem Feld bei 37,5 Prozent – was bedeutet, dass knapp zwei Drittel aller Versuche nicht im Ziel landeten. Zwar kamen Nickolas O’Brian Mosley und Neuzugang Simion Habtemichael auf jeweils 16 Punkte. Dabei hatte der MTV-Top-Scorer O’Brian Mosley nicht seinen besten Tag erwischt und ließ einige Möglichkeiten ungenutzt. Dennoch gelang es den Stuttgartern, die Partie zumindest in den ersten beiden Viertel offen zu halten. Mit 15:11 lagen sie nach dem ersten Spielabschnitt vorne, mit 30:26 zur Halbzeit. Auch nach der Pause war die Partie, gemessen an den Spielanteilen, durchaus ausgeglichen. Aber dafür lief bei den Stuttgartern in Hälfte zwei unter dem gegnerischen Korb nicht mehr viel zusammen. Im dritten Viertel kam der MTV gerade noch auf 13 Punkte, im letzten Viertel waren es nur noch acht. „Da sind nicht einmal Korbleger durch den Ring gefallen“, sagt Fesatidis, der neben Mosley und Habtemichael nur noch Lars Schierhorn eine „akzeptable Leistung“ attestiert. „Wir müssen jetzt die positiven Dinge aufnehmen und daran arbeiten, die negativen abzustellen“, sagt der MTV-Coach.

MTV Stuttgart: Nickolas O’Brian Mosley (16 Punkte), Hugo Mounier, Simion Habtemichael (16), Jonas Leidel (5), Alexander Komitakis (2), Christopher Ley (3), Quentin Kunst, Rafair Kaltsidis, Lars Schierhorn (7), Jalen Fouda (2), Bojan Kostovic.

Mike Meyer (Nordrundschau)