Für den MTV geht es in der Partie gegen Schwennigen um alles. 

Die „Wochen der Entscheidung“, wie Torsten Böhringer, Trainer des Basketball-Regionalligisten MTV Stuttgart, die letzten drei Begegnungen der laufenden Punktrunde bezeichnet hatte, münden an diesem Samstag um 19.30 Uhr in einem „Spiel der Entscheidung“. Gegen den bereits feststehenden Meister wiha Panthers Schwenningen geht es im letzten Spiel der Saison um nicht weniger als den Klassenverbleib für den Verein vom Kräherwald, der nach durchwachsenen Leistungen über die gesamte Spielzeit in den letzten Monaten gegen den Abstieg kämpfen musste.

Die Ausgangslage stellt sich dabei wie folgt dar: Mit 18 Punkten nach neun Siegen steht der MTV momentan auf dem zehnten Tabellenplatz und würde, sofern er diesen Rang auch nach dem abschließenden Spieltag inne hat, somit die Klasse halten. Der USC Heidelberg II liegt mit ebenfalls 18 Punkten jedoch dicht hinter den Stuttgartern auf Rang elf. Dahinter sind die Mannschaften aus Mainz, Saarlouis-Roden/Dillingen und Tübingen mit nur einem Sieg weniger auf ihrer Habenseite weiter in Schlagdistanz. Das bedeutet wiederum: Bei einer Niederlage des Teams um Kapitän Marco Schlafke gegen den Ligaprimus und gleichzeitigen Siegen der Verfolger, wobei Heidelberg und Mainz gegeneinander spielen, könnte der MTV also noch in die Abstiegszone rutschen.

Solche Rechenspiele sind den Stuttgartern aber egal, das betont Böhringer schon seit Wochen: „Wir wollen gegen Schwenningen gewinnen und selbst entscheiden, ob wir in der Liga bleiben“, sagt der Übungsleiter der Stuttgarter vor der anstehenden Begegnung. An Motivation mangelt es schon allein ob der Tabellensituation nicht. Aber das ist nicht alles: „Wir haben noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, außerdem wollen wir unseren Fans zum Abschluss noch einmal eine tolle Partie bieten. Wir werden alles geben“, betont Böhringer. Im Hinspiel setzte es gegen die Panthers aus Schwenningen eine herbe 54:98-Klatsche. Ob dieses unterschiedliche Kräfteverhältnis nun tatsächlich in einen Sieg umgemünzt werden kann, ist durchaus fraglich. Aber die aktuelle Saison hat gezeigt: Mit den eigenen Fans im Rücken ist fast alles möglich für den MTV aus Stuttgart. Und es geht immerhin um nicht weniger als den Klassenverbleib.

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)