Beherzter Kampf bleibt unbelohnt

Der MTV verliert gegen Lich II mit 64:76 – gemessen am Spielverlauf eine unverdiente Niederlage.

Betrachtete man nur die Ergebnisübersicht der Basketball-Regionalliga, ohne die Partie des MTV Stuttgart gegen den TV Lich II gesehen zu haben: man wäre nicht sonderlich überrascht. Der TV Lich II schlägt die gastgebenden Stuttgarter in ihrer eigenen Halle mit 76:64; der Tabellenfünfte besiegt den nun Tabellendreizehnten erwartungsgemäß deutlich. Doch jeder der zahlreichen Zuschauer in der gut gefüllten Sporthalle West am Samstagabend käme zu einem anderen Fazit: Denn es war ein Spiel auf Augenhöhe, das eigentlich keinen Verlierer verdient hat – schon gar nicht einen, der in dieser Höhe verliert.

Als „absolut ärgerliche Niederlage“ stufte auch MTV-Trainer Torsten Böhringer die vergebene Chance im Kampf um den Klassenverbleib ein. „Ich dachte fast die ganze Zeit über: Jawohl, das ist unser Spiel.“ Tatsächlich waren die Stuttgarter dem Favoriten aus Lich mindestens ebenbürtig, in manchen Belangen sogar überlegen. Das Defensivverhalten war tadellos, die Rebound-Arbeit nach leicht verschlafenem Start einwandfrei. Das Team des MTV Stuttgart präsentierte sich aufmerksam und willensstark, der Abstiegskampf schien in den Köpfen der Akteure angekommen zu sein.

„Für uns gibt es keine Punkte mehr zu verschenken“, hatte Böhringer noch vor der Begegnung gesagt, die letzten drei Spiele der Saison stünden unter dem Motto: „Die Wochen der Entscheidung“. Und genau nach diesem Maßstab spielte seine Mannschaft auf. Gemeinsam wurden Angriffszüge nach vorne getragen, gemeinsam wurden Abwehraktionen abgeschlossen. Beinahe bedingungslos setzten sich die Spieler füreinander ein und bügelten in den Situationen, in denen es nötig war, die Fehler ihrer Mitspieler aus.

19:16 stand es so nach dem ersten Viertel, 29:30 zur Halbzeitpause. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, der über weite Strecken in der Verteidigung geführt wurde. Insbesondere Johannes Lischka, den Center des TV Lich II und ehemaliger Nationalspieler und Akteur der Walter Tigers Tübingen, galt es dabei in den Griff zu bekommen, was über weite Strecken auch gelang. „Ihn konsequent zu verteidigen haben wir uns vorgenommen, das hat auch ganz gut geklappt“, sagte Böhringer, der in diesem Zusammenhang auf Defensiv-Spezialist Alexander Komitakis verzichten musste. Die Rolle des Spielverderbers für den gegnerischen Zwei-Meter-Hünen Johannes Lischka übernahm am Samstagabend überwiegend Markus Bretz, der sich dabei ein Sonderlob seinen Trainers verdiente: „Markus hat seine Sache überragend gemacht.“

Nach drei gespielten Vierteln stand es so 50:50 und bis kurz vor dem Ende war das Spiel in beiden Richtungen offen. Doch die letzten zwei Minuten der Partie nutzte die Reserve des etatmäßigen Drittligisten aus Lich, um ihre ganze Klasse unter Beweis zu stellen: Binnen weniger Sekunden trafen die Gäste aus Hessen dreimal aus der Distanz und zwei einfache Würfe unter dem Korb. Der TV Lich II zog so auf den abschließenden Spielstand von 76:64 davon – und sicherte sich damit den Sieg, den der MTV im Abstiegskampf so dringend gebraucht hätte.

Zwei Spiele vor dem Saisonende stehen die Stuttgarter nun auf dem vorletzten Tabellenplatz und müssen hoffen, aus den Begegnungen in Speyer und zu Hause gegen den Ligaprimus Schwenningen noch Zählbares mitzunehmen. „Ich bin mit fast allem zufrieden, nur eben mit dem Ergebnis nicht, das eindeutig zu hoch ausgefallen ist“, urteilte Böhringer und spornte seine Mannschaft gleich für die kommenden Aufgaben an: „Alle haben einen guten Job gemacht, das macht Mut. Der Abstieg ist definitiv keine Option für uns.“

MTV Stuttgart: Ruben Leidel (10 Punkte), Falco Meyer-Hübner, Milos Mandic (3), Jonas Leidel (9), David Rotim (9), Markus Bretz (12), Christian Gundlach (2), Marvin Jaumann (2), Marco Schlafke (17), Noah Duffner.

Jan Ehrhardt (Nordrundchau)

Auftakt zu den Wochen der Entscheidung

Der MTV Stuttgart empfängt den Tabellenfünften TV Lich II in der Sporthalle West. 

Es dürften derzeit spannende Tage für die Verantwortlichen des MTV Stuttgart sein: Der Basketball-Regionalligist kämpft aktuell in der vierthöchsten Liga Deutschlands um den Klassenverbleib und konnte sich in den vergangenen Wochen noch nicht so recht entscheiden, wo er denn nun hin will; bleiben oder gehen? Das Ziel ist dabei selbstverständlich klar, einzig der Klassenerhalt ist die akzeptierte Alternative zum am Saisonbeginn ausgegebenen Ziel: „ein Platz im Mittelfeld“. Aber was die Leistungen auf dem Feld angeht, präsentierten sich die rot-weißen Basketballer vom Kräherwald durchaus ambivalent. Mal kämpferisch und aufopferungsvoll wie beim souveränen 75:69 Derbysieg gegen den SV Fellbach, mal inkonstant und glücklos wie bei der deutlichen 62:81 Klatsche vor Wochenfrist gegen den TV Langen.

Nun steht mit der Partie gegen den TV Lich II ein Härtetest bevor, der – zumindest was den Zeitpunkt angeht – durchaus ungelegen kommt für den MTV aus Stuttgart. Drei Begegnungen stehen in der laufenden Punktrunde noch aus. Drei Spiele, in denen es um jeden Punkt geht, bei denen jeder Sieg ungemein wichtig wäre. Es sind die Wochen der Entscheidung für das Team aus der Landeshauptstadt, die schlussendlich Klarheit darüber herstellen werden, ob man auch in der kommenden Saison in der 1. Regionalliga spielt – oder eben nicht.

Dem MTV-Trainer Torsten Böhringer ist diese ganze Spekulation aber herzlich egal: „Egal gegen wen es jetzt noch geht, alle drei Spiele sind wichtig. Ein Sieg ist dabei das Mindeste, zwei Siege wären ideal.“ Und gegen die Reserve aus Lich soll dabei der Grundstein gelegt werden. Ein Sieg wird zwar schwierig, das sieht Böhringer genau so, nichts desto trotz wäre es aber „super, auch da die Punkte mitzunehmen“. Zum Problem für die Stuttgarter könnte dabei der ehemalige Bundesligaprofi und Nationalspieler Johannes Lischka werden, der früher unter anderem auch das Trikot der Walter Tigers Tübingen trug und nach einer schweren Erkrankung nun für den TV Lich II auf der Center-Position aufläuft. Den schwer zu verteidigenden Hünen gilt es in den Griff zu bekommen, erklärt Böhringer. Ansonsten würden die Duelle unter dem Korb zu einer einseitigen Sache werden, „der Johannes hat wirklich eine unglaubliche Qualität“.

Allerdings fällt in Alexander Komitakis genau der Stuttgarter Mann für solche Defensivaufgaben verletzungsbedingt aus. „Alexander hat sich einen Haarriss im Bein zugezogen. Das ist natürlich sehr bitter für uns.“ Wer die Lücke füllen soll, weiß Böhringer noch nicht so genau. Aber: „Es wird ein schweres Spiel, das wissen wir alle. Deshalb werden wir Lich alles entgegensetzen, was wir zu bieten haben“, gibt sich der MTV-Coach trotz aller Widrigkeiten kämpferisch. Und Böhringer hofft dabei auch auf die Unterstützung der MTV-Fans: „Mit einer vollen Tribüne im Rücken sind wir mindestens ein Mann mehr. Dann ist sowieso alles möglich.“

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)

Rückschlag statt Befreiungsschlag

Der MTV Stuttgart verliert die wichtige Partie beim ebenfalls abstiegsgefährdeten TV Langen mit 62:81.

Eigentlich konnte sich Torsten Böhringer bislang immer auf sein Bauchgefühl verlassen. Und das hatte vor dem wichtigen Abstiegskrimi gegen den TV Langen für einen Sieg des MTV Stuttgart gesprochen. Doch nach 40 Minuten Spielzeit unterlag der Basketball-Regionalligist in der wichtigen Partie um den Klassenerhalt dem hessischen Gegner mit 62:81 – und steht jetzt nach nunmehr 23 gespielten Saisonspielen mit einer Bilanz von acht Siegen und 15 Niederlagen auf dem elften Tabellenplatz und bangt somit weiter um den Klassenverbleib.

„Es war irgendwie nicht unser Tag“, sagte MTV-Trainer Torsten Böhringer nach der Begegnung und erklärte, dass er sich das eigentlich anders vorgestellt habe: „Wir haben ihren Amerikaner einfach nicht in den Griff bekommen. Das war wohl der Schlüsselfaktor. Besonders ärgerlich ist dabei, dass wir das eigentlich wussten, ihn jedoch trotzdem nicht ausreichend verteidigen konnten.“

So standen nach dem ersten Viertel bereits 29 Punkte auf dem Konto des TV Langen, zur Halbzeit hatten die Gastgeber bereits 40 Punkte erzielt. Die Stuttgarter verteidigten bis zu diesem Zeitpunkt nur ungenügend und ließen zu viele einfache Wurfaktionen des Tabellenkonkurrenten aus Langen zu. „Wir haben den Ausfall von Alexander heute leider sehr deutlich gespürt, er hätte uns gerade in der Defensive sicher helfen können“, sagte Böhringer, der im wichtigen Spiel gegen den Tabellensiebten aus Hessen auf seinen großgewachsenen Center-Spieler Alexander Komitakis verzichten musste.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Stuttgarter, vor allem durch Einzelaktionen den Spielstand auszugleichen – was letztendlich nicht gelang. „Wir sind ständig einem Rückstand hinterhergelaufen, Langen hat das wirklich gut gemacht. Schade, dass wir das Spiel am Ende nicht noch umbiegen konnten“, meinte der MTV-Trainer, der lieber eine Mannschaft gesehen hätte, die bis zum Schlusspfiff als Kollektiv für den möglichen Punkterfolg arbeitet.

Durch diese Niederlage des MTV rückt das untere Tabellendrittel nun noch enger zusammen, als es sowieso schon der Fall gewesen ist: Fünf Mannschaften sind punktgleich, der letzte und der achte Platz im Klassement sind jeweils nur einen Sieg beziehungsweise eine Niederlage entfernt. „Jetzt wird es richtig spannend, aber da haben die Fans auch einen Grund, in die Halle zu kommen“, sagte Böhringer mit einer Spur Galgenhumor. Allerdings meinte der Coach aber auch: „Die Niederlage ist eigentlich unentschuldbar. Wir haben den Kampf von Anfang an nicht so richtig angenommen und wurden genau dafür bestraft.“

Der MTV Stuttgart schaffte es folglich nicht, mit einem Sieg gegen den TV Langen im eigenen Lager für ein bisschen Ruhe zu sorgen – das Team kämpft somit in der Basketball-Regionalliga weiter um den Klassenverbleib. Immerhin weiß Torsten Böhringer jetzt aber, dass sein Bauchgefühl auch trügerisch sein kann. Und das könnte in den restlichen drei Saisonspielen noch von Nutzen sein, vor allem wenn es nächste Woche gegen den Viertplatzierten TV Lich II geht.

MTV Stuttgart: Milos Mandic (7 Punkte), Ruben Leidel, Jonas Leidel (12), David Rotim (7), Markus Bretz (13), Christian Gundlach (9), Marvin Jaumann (5), Marco Schlafke (9), Noah Duffner.

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)

Abstiegskampf, die nächste Runde

Der MTV Stuttgart will auswärts beim TV Langen weiter Punkte gegen den Abstieg sammeln.

Ein kleines bisschen durchatmen konnten die Verantwortlichen des Basketball-Regionalligisten MTV Stuttgart in den vergangenen Tagen: Denn mit dem wichtigen 75:69-Derbysieg gegen den SV Fellbach vor Wochenfrist in der heimischen Sporthalle West gelang der Sprung auf den elften Tabellenplatz – und damit heraus aus der unmittelbaren Abstiegszone. Gewonnen ist mit diesem elften Tabellenplatz aber noch lange nichts, das weiß man auch beim MTV, denn die Liga steht in ihrem unteren Drittel mehr als eng beieinander. Von Rang sieben bis Rang 14 kämpfen alle Mannschaften auch in den verbleibenden vier Saisonspielen weiterhin um dem Klassenverbleib. Und auch wenn die Lage beim Verein vom Kräherwald aktuell nicht mehr ganz so bedrohlich scheint wie noch vor wenigen Wochen, geht es für die Stuttgarter bei der nun anstehenden Auswärtspartie gegen den TV Langen um ex­trem wichtige Punkte: „Natürlich ist das Spiel von zentraler Bedeutung, das sind aber alle, die jetzt noch kommen“, sagt MTV-Trainer Torsten Böhringer. „Wir haben nichts mehr zu verschenken.“

Von der Tabellensituation will man beim MTV sowieso nichts wissen, auch nicht da-von, wie viele Mannschaften möglicherweise absteigen werden und wie viele nicht. „Ich halte mich und meine Spieler ganz bewusst auf Abstand von solchen spekulativen Gedankenexperimenten“, fügt Böhringer an. „Wichtig ist nur, was wir auf das Feld bringen.“ Auf dem Feld wird es gegen Langen vor allem auf eine kampfbetonte Leistung ankommen, denn auch die hessischen Gastgeber stecken mitten im Abstiegskampf und dürfen sich eigentlich keinen weiteren Patzer leisten. „Wir müssen insbesondere ihren Amerikaner in den Griff bekommen, er ist ihr absoluter Ausnahmespieler“, erklärt Böhringer. Wenn dies gelinge, habe man aber gute Chancen, das Spiel absolut offen zu gestalten. Zwar ist der Einsatz von Alexander Komitakis derzeit verletzungsbedingt noch fraglich, auch Kapitän Marco Schlafke musste unter der Woche wegen einer kleinen Blessur das Training abbrechen. Aber: „Ich habe ein gutes Bauchgefühl vor dem Spiel, wie auch schon vor den Begegnungen gegen Mainz und Fellbach“, sagt Stuttgarts Übungsleiter. Das Gute für den MTV dabei ist: Bei den beiden angesprochenen Partien trog ihn sein Bauchgefühl nicht. Und ist es tatsächlich so zuverlässig, wie es scheint, steht einem weiteren Sieg der Stuttgarter Basketballer nichts mehr im Weg.

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)

MTV siegt bei der Derby-Premiere

Die Stuttgarter setzen sich im ersten Regionalligaduell gegen den Lokalrivalen SV Fellbach mit 75:69 durch. 

Es war ein in zweierlei Hinsicht wichtiger Heimsieg für den MTV Stuttgart. Denn durch den verdienten 75:69 Erfolg über den SV Fellbach feierte das Team vom Kräherwald nicht nur den ersten Derbysieg in eigener Halle überhaupt, sondern erkämpfte sich ebenso zwei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.

Es war das „wichtigste Heimspiel der Saison“, hatte MTV-Trainer Torsten Böhringer noch vor der Partie gesagt. Und tatsächlich stand die Partie zwischen dem Gastgeber MTV Stuttgart und dem Lokalrivalen SV Fellbach unter sportlich brisanten Vorzeichen: Der SV hatte lediglich einen Sieg mehr auf dem Konto, standen jedoch deutlich vor dem MTV in der Tabelle. Durch den Derbysieg haben sich die Stuttgarter wieder etwas aus der Gefahrenzone gehievt und sind nun Elfter. „Ich persönlich schaue nicht so sehr auf die Tabelle, weil da noch zu viel im Unklaren liegt“, sagte Böhringer nach der Partie, wohlwissend, dass sowohl nach oben als auch nach unten für den MTV noch alles drin ist. Acht Siege bei 14 Niederlagen stehen für die Stuttgarter nunmehr zu Buche – ebenso viele wie für die Konkurrenten aus Tübingen und Heidelberg. „Das Ende des Abstiegskrimis ist definitiv noch nicht erreicht“, warnte jedoch der MTV-Übungsleiter, auch weil er eine Begegnung sah, die bis zum Ende des vierten Viertels ausgeglichen war.

Auch wenn die Stuttgarter sich schlussendlich durchsetzten, war doch der SV Fellbach über lange Zeit auf Augenhöhe mit dem gastgebenden MTV. „Wir haben nicht unsere beste Leistung gezeigt“, gab Böhringer zu, der in einem defensiv geprägten Spiel viele Fehler im Spielaufbau und im Abschluss sah – auf beiden Seiten. Denn auch die Fellbacher kamen anfangs nicht so richtig ins Rollen und verhakten sich in ein ums andere Mal im dicht gestrickten Defensiv-Netz der Rot-Weißen. Nach dem Seitenwechsel aber riss der MTV die Spielkontrolle aber an sich. Stand es zur Halbzeit noch 37:37, gingen die beiden folgenden Viertel mit 15:13 und 23:19 jeweils an die Stuttgarter. Vor allem David Rotim avancierte dabei wie schon in den vergangenen Wochen zum Spieler der Partie und war mit 23 Punkten zugleich erfolgreichster MTV-Schütze.

75:69 lautete also das Ergebnis beim Abpfiff und die zahlreichen Zuschauer in der Sporthalle West jubelten mit den Spielern. „Wir haben nach dem Wechsel als Mannschaft gut zusammengehalten und als Team gewonnen. Das war wohl der Schlüsselfaktor für unseren Erfolg“, urteilte Böhringer nach dem Abpfiff, dämpfte aber im gleichen Atemzug die Erwartungen: „Wir machen jetzt ganz normal weiter. Wir wissen diesen Sieg zu schätzen, können ihn aber auch richtig einordnen. Für uns geht es nächste Woche weiter.“

MTV Stuttgart: Marco Schlafke (17), Jonas Leidel (18), Ruben Leidel (6), Milos Mandic, Alexander Komitakis (2), David Rotim (23), Markus Bretz (5), Christian Gundlach (4), Marvin Jaumann, Noah Duffner.

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)

Das wichtigste Heimspiel der Saison

Der abstiegsgefährdete MTV Stuttgart empfängt erstmals den Lokalrivalen SV Fellbach in der Sporthalle West.

Es ist das erste Derby-Heimspiel gegen den SV Fellbach überhaupt: Noch nie zuvor empfing der MTV Stuttgart den Lokalrivalen vom nordöstlichen Stadtrand in einem Punktspiel – das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Hinrunde war zugleich das erste Kräftemessen zwischen dem MTV und dem SV außerhalb von Freundschafts- oder Vorbereitungsspielen überhaupt. Im November vergangenes Jahr setzten sich dabei die Stuttgarter durch, knapp aber verdient mit 88:86. Ob der Erfolg der Rot-Weißen, die in der Tabelle aktuell etwas schlechter platziert sind (Platz zwölf) als die Gäste aus Fellbach (Platz neun), wiederholt werden kann, wird das Derby am Samstag in der Sporthalle West zeigen.

„Es ist das wichtigste Heimspiel dieser Saison“, sagt MTV-Trainer Torsten Böhringer über die Partie, die für den Verein vom Kräherwald im Abstiegskampf von großer Bedeutung ist: Mit nur einem Sieg mehr auf ihrer Habenseite stehen die Fellbacher – zumindest für den Moment – außerhalb der Gefahrenzone. Die Mannschaften im unteren Tabellendrittel liegen alle eng beieinander, so wird jede noch ausstehende Begegnung schon fast zu einem Endspiel. „Dabei hilft uns sicherlich, dass es ein Derby ist. Da sind wir auf dem Feld besonders motiviert“, sagt Böhringer weiter und versetzt seine Mannschaft schon vorab in den „Alles-oder-Nichts“-Modus.

Auf diesen wird es auch ankommen, steht für die Fellbacher doch ähnlich viel auf dem Spiel wie für den MTV. Eine ähnlich engagierte Leistung wie beim letztwöchigen Sieg gegen Mainz sollten die Stuttgarter also in jedem Fall aufbieten. Dann könnte es auch durchaus klappen mit dem ersten Derbysieg zu Hause.

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)