Zweiter Sieg: Der MTV kommt endlich in Fahrt

Die Stuttgarter feiern gegen dezimierte EVL Baskets Limburg einen 83:46-Erfolg.

Manchmal gibt es sie, diese Spiele, an denen fast nichts auszusetzen ist. Meist liegen sich dann die Spieler glücklich in den Armen, feiern gemeinsam mit den Fans, träumen bereits vom nächsten Spiel und vom nächsten Gegner, der hoffentlich ebenso aussichtslos unterlegen sein wird wie der, der gerade besiegt worden ist. Meist jedoch will der Trainer einer solchen Mannschaft nach einem solchen Spiel nicht so recht mitmischen in diesem kollektiven Jubelsturm. Eine gesunde Portion Realismus und Zurückhaltung gehört schließlich zum Berufsbild. Deshalb mahnte der Übungsleiter des Basketball-Regionalligisten MTV Stuttgart, Torsten Böhringer, trotz eines überzeugenden 83:46-Sieges gegen die EVL Baskets Limburg: „Wir dürfen uns nicht täuschen, das geht nicht von alleine so weiter. Dennoch war der Erfolg wichtig. Er gibt uns Selbstvertrauen.“

Es war der erste Heimsieg der Stuttgarter in dieser noch jungen Runde. Ein Punktgewinn, den sie sich herbeigesehnt hatten nach einem misslungenen Saisonstart. Zwei Niederlagen setzte es zum Auftakt, die beide spielerische Defizite aufdeckten, mit denen der Club vom Kräherwald nach der zu Beginn erfolgten personellen Umstrukturierung nicht gerechnet hatte. Doch es scheint, als habe Böhringer in seiner Trainingsarbeit genau darauf reagieren können: Nachdem vor Wochenfrist mit einem deutlichen 99:56 in Mainz die ersten Punkte auf das Konto des MTV gewandert sind, folgte nun ein ebenso deutliches 83:46 gegen Limburg in der heimischen Halle West. „Das ist schon eine Hausnummer. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können in dieser Liga. Das war eine klare Ansage an die anderen Teams“, sagte Böhringer, der wie schon vergangene Woche seine Defensive lobte, die über beinahe die gesamte Spielzeit überzeugt hatte.

(jae). Lediglich 46 zugelassene Punkte des dezimierten Gegners, der nur mit sieben Spielern angereist war und demzufolge von den Stuttgartern ständig konditionell gefordert wurde, sprechen eine deutliche Sprache: „Die Verteidigung ist unsere Basis. Wir haben die beiden Limburger Topscorer gut unter Kontrolle gebracht und standen kompakt. Das macht es uns in der eigenen Offensive natürlich einfacher.“ Hatten Brandon Shingles und Julias Zurna zuletzt zusammen noch knapp 70 Punkte erzielt, waren es gegen den MTV lediglich 20. Dennoch sah Böhringer weiterhin Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft: „Im zweiten Viertel hatten wir eine kleine Schwächephase“, erklärte der Cheftrainer. „Wenn man am Ende trotzdem mit 40 Punkten gewinnt, ist das natürlich okay. Aber wir haben immer noch Luft nach oben. Deshalb arbeiten wir weiter.“

MTV Stuttgart: Rafael Kaltzidis (2 Punkte), Milos Mandic (13), Jonas Leidel (7), Ruben Leidel, Alexander Komitakis, Christian Gundlach (1), Falco Meyer-Hübner (10), Cyril Da Silva (9), Marvin Jaumann (1), Nickolas O’Brian Mosley (28), Jose Tejada Munoz (8), Lukas Müller (6).

Nordrundschau

MTV: Ein Club gelobt Besserung

Die Stuttgarter wollen gegen die EVL Baskets Limburg den ersten Heimsieg der Runde einfahren.

Man kann es getrost als Last beschreiben, die den Verantwortlichen des Basketball-Regionalligisten MTV Stuttgart vor Wochenfrist von den Schultern gefallen ist. Mit einem überzeugenden 99:56 gelang gegen den ASC Theresianum Mainz der erste Sieg der Saison. „Endlich“ möchte man beinahe sagen. Denn mit einem runderneuerten Kader und spielerischer Neuausrichtung war der MTV in der bisherigen Anfangsphase dieser neuen Punktrunde seinen Gegner heillos unterlegen gewesen. Gegen Mainz erfolgte nun ein erstes Aufbäumen dank einer fulminanten Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen. Diesen „Aufwärtstrend“, wie es Trainer Torsten Böhringer nennt, will der Club am Samstag (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen die EVL Baskets Limburg nutzen und den ersten Saisonsieg in der eigenen Halle West holen.

Auch hier könnte man sich des Wörtchens „endlich“ bemühen, obzwar es am Wochenende erst zum zweiten Schaulaufen vor den eigenen Fans in dieser Saison kommt. „Wir wollen den Leuten aber unbedingt beweisen, was wir draufhaben“, blickt Böhringer voraus. Hatten ihm nach der missglückten Heimpremiere gegen die SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen (75:106) die Zuschauer noch leidgetan, „weil sie von uns leistungstechnisch enttäuscht“ worden sind, soll jetzt gegen Limburg der kürzlich eingeschlagene Weg zur spielerischen Besserung weiter beschritten werden. „Ich erwarte einen harten Kampf, bin jedoch zuversichtlich, dass wir an die Leistung aus Mainz anknüpfen können“, sagt der MTV-Trainer, der insbesondere vor den beiden Topscorern der Hessen warnt: Julius Zurna und Brandon Shingles. Die Ausnahmespieler der Baskets kamen bei der letzten Partie ihres Teams zusammen auf 69 Punkte. „Wir müssen beide in den Griff bekommen, ohne dabei unser grundsätzliches Defensivkonzept aus den Augen zu verlieren“, sagt Böhringer.

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)

Im dritten Anlauf kommt die Wende

Gegen den ASC Theresianum Mainz gelingt dem MTV Stuttgart der ersehnte erste Saisonsieg.

So sehr Sprichwörter häufig ins Floskelhafte abschweifen, so wahr sind sie doch gelegentlich. Und auch im Fall des Basketball-Regionalligisten MTV Stuttgart traf ein solches Sprichwort am vergangenen Sonntagabend zu: Aller guten Dinge sind drei. Gegen den ASC Theresianum Mainz fuhren die Stuttgarter mit 99:56 ihren ersten Saisonsieg im dritten Punktspiel der laufenden Runde ein – nach zuletzt zwei herben Niederlagen gegen den 1. FC Kaiserslautern und die SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen. „Endlich sind wir aufgewacht. Das war aber auch dringend nötig“, sagte MTV-Trainer Torsten Böhringer nach der Partie.

Doch es war einiges an Arbeit notwendig, um aus den mangelhaften Leistungen der ersten Wochen diesen überzeugenden Auftritt zu entwickeln. „Wir haben härter trainiert als sonst. Ich habe den Jungs auch Videos von unseren letzten Spielen gezeigt. Da ist einigen klar geworden, dass sie etwas verändern müssen. Das hat wohl den Ausschlag gegeben“, erklärt Böhringer. „Die Frustration nach den zwei Niederlagen war im gesamten Team unglaublich groß.“

Im Gegensatz zu den beiden ersten Saisonspielen gelang dem MTV gegen Mainz ein Start nach Maß: Zehn Punkte Vorsprung standen nach dem ersten Viertel zu Buche, zur Halbzeit lautete das Ergebnis bereits 53:36 aus Sicht der Stuttgarter. Doch deren beste Phase kam erst kurz nach dem Seitenwechsel, als sie dem ASC vollends enteilten. „Da haben wir unsere Sache richtig gut gemacht. Mainz ist beileibe kein schlechtes Team, aber wir waren stellenweise einfach nicht zu stoppen“, sagte der MTV-Trainer, der insbesondere Topscorer Milos Mandic, der 22 Punkte beisteuerte, aber auch Christian Gundlach hervorhob: „Milos hat fast alle Würfe getroffen. Und Christian war für unsere Abwehr enorm wichtig. Er hat das ganze Spielfeld beackert.“ Letztlich habe aber jeder seiner Spieler an diesem Tag eine sehr gute Leistung gezeigt.

Waren es zuvor in beiden Fällen noch jeweils über 85 Punkte, die die Stuttgarter schlucken mussten, funktionierte die Defensivarbeit in allen Mannschaftsteilen nun deutlich besser. „Das wollen wir jetzt fortführen“, sagte Böhringer bereits im Hinblick auf das am kommenden Samstag anstehende zweite Heimspiel seiner Mannschaft. Dort muss der MTV dann gegen die EVL Baskets Limburg unter Beweis stellen, dass er seinen Worten auch Taten folgen lassen kann. Es wäre ein weiteres Sprichwort, das sich bewahrheitete.

MTV Stuttgart: Rafael Kaltzidis (2 Punkte), Milos Mandic (22), Jonas Leidel (7), Ruben Leidel (2), Alexander Komitakis (6), Christian Gundlach (2), Falco Meyer-Hübner (7), Cyril Da Silva (11), Marvin Jaumann (8), Nickolas O’Brian Mosley (18), Jose Tejada Munoz (14).

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)

Das Schlusslicht will die Wende

Der MTV Stuttgart steht am Sonntag beim ASC Theresianum Mainz unter Zugzwang.

So haben sie sich den Saisonstart in die diesjährige Regionalliga-Punktrunde am Kräherwald sicher nicht vorgestellt: Zwei Niederlagen nach zwei Spielen stehen für die Basketballer des MTV Stuttgart aktuell zu Buche. Zwei Niederlagen, bei denen der Club aus der Landeshauptstadt nicht nur punktetechnisch jeweils eine gehörige Abreibung verpasst bekommen hat, sondern bei denen die Nord-Stuttgarter vom 1. FC Kaiserslautern und von der SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen auch über weite Strecken vorgeführt wurden. So grüßt der MTV vor dem dritten Spieltag vom Tabellenende. Null Punkte, eine stark negative Korbdifferenz und eine schwächelnde Defensive.

Dennoch bleiben die Verantwortlichen der Stuttgarter vor der nächsten Auswärtspartie beim ASC Theresianum Mainz an diesem Sonntag (15.30 Uhr) optimistisch: „Wir haben diese Woche hart gearbeitet im Training. Wir werden besser Spielen als in den ersten beiden Begegnungen, da bin ich mir ganz sicher“, sagt Trainer Torsten Böhringer. Verzichten muss er dabei jedoch auf Nachwuchsspieler Maxime Mounier und Routinier Temesghen Tecleyohanis. Der Einsatz der angeschlagenen Falco Meyer-Hübner und Lukas Müller ist indes noch immer fraglich. „Momentan sind wir laut Tabelle ganz hinten, das ist offensichtlich“, sagt Böhringer, fügt jedoch an: „Wir müssen ein paar Gänge zulegen und zeigen, dass wir mit den untersten Plätzen nichts zu tun haben wollen.“

Nordrundschau

Heimdebakel erlebt

Der MTV Stuttgart unterliegt der SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen mit 75:106.

Torsten Böhringer schüttelte nach dem Abpfiff entgeistert den Kopf. Der Trainer des MTV Stuttgart hatte zuvor mit ansehen müssen, wie seine Mannschaft bei ihrer Heimpremiere am zweiten Spieltag in der Basketball-Regionalligasaison gegen die SG DKJ Saarlouis-Roden/BBF Dillingen mit 75:106 unterging – und dabei dem Gegner zu keiner Sekunde gewachsen war. Deshalb hatte der 31 Jahre alte Übungsleiter nach Spielende auch nicht viel zu sagen. Von einem „Debakel“ war da die Rede, von einer „katastrophalen Leistung“. Davon, dass einem die Zuschauer in der gut gefüllten Halle West leidtun könnten, hätten sie sich in den vergangenen vier Vierteln doch solch ein schlechtes Spiel seines Teams anschauen müssen. Oder zusammengefasst: „Das Ergebnis spricht für sich. Ich muss das jetzt erst einmal in Ruhe sacken lassen.“

Was war passiert? Der MTV ist überrannt worden in seiner Heimspielstätte. Von der ersten Minute an war Saarlouis die spielbestimmende und dominierende Mannschaft, die frei kombinieren konnte und so immer wieder zu einfachen Punkterfolgen kam. „Das ist alles so schnell passiert“, kommentierte Böhringer die Anfangsphase, in der sich die Saarländer als spielerisch überlegen präsentierten. In der Folge gelang es den Stuttgarter nicht, dem Angriffswirbel der SG die Stirn zu bieten, weder vor der Halbzeitpause noch in den beiden Schlussdurchgängen. „Wir sind Saarlouis in jedem Viertel hinterher gehechelt“, sagte Böhringer. „106 Punkte zu kassieren, darf niemals passieren.“

Treffsicher waren die Gäste in jedem Fall, neben Top-Scorer Ricky Easterling insbesondere auch Alan Bedirhanoglu, der ganze sieben Dreipunkt-Würfe erfolgreich versenkte. Aber die MTV-Defensive machte ihnen das Leben auch nicht sonderlich schwer: zu passiv, zu weit weg vom Gegenspieler; die Liste an Fehlern der Stuttgarter ist lang. „Wir hatten uns einiges vorgenommen für dieses Spiel, gerade in der Defensivarbeit. Das hat alles aber auf ganzer Linie nicht geklappt“, erklärte Böhringer. „So langsam müssen wir uns echt etwas einfallen lassen, damit sich so etwas nicht wiederholt.“

Zwar zeigte sein Team in der Offensive auch einige Lichtblicke, diese blieben jedoch weitestgehend wirkungslos. „Wir haben noch viel Luft nach oben“, resümierte der MTV-Trainer. „Und wir müssen in jeder Begegnung gegen den Abstieg kämpfen. Das müssen die Spieler jetzt verstehen.“

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)

Das Saarländer Ein-Mann-Spektakel

Der MTV empfängt im ersten Heimspiel der Saison die SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen.

Eines ist sicher: Die Heimpremiere des Basketball-Regionalligisten MTV Stuttgart an diesem Samstag (19.30 Uhr) dürfte ein Spektakel werden. Nur der Ausgang ist noch ungewiss, sind die spielerischen Niveaus der Mannschaften zu solch einem frühen Zeitpunkt der Saison doch nur schwer einzuschätzen. Sicher ist: Der MTV hat seine Auftaktpartie vor Wochenfrist beim 76:84 in FC Kaiserslautern gehörig in den Sand gesetzt. Besonders die Defensive präsentierte sich dabei in schlechter Verfassung. Und Trainer Torsten Böhringer schimpfte anschließend: „Ich hoffe, dass diese Niederlage meinen Spielern einen Denkzettel verpasst hat.“ Die SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen hingegen feierte mit einem knappen 98:95-Erfolg beim BAC Hockenheim einen Einstand nach Maß. Der Rückkehrer Ricky Easterling, ehemaliger Kapitän, Publikumsliebling und Schlüsselspieler der Saarländer, steuerte sage und schreibe 40 Punkte zu diesem Sieg bei. Vor einem Jahr noch zur BG Karlsruhe gewechselt, läuft der Amerikaner in dieser Spielzeit wieder für Saarlouis auf – so auch gegen den MTV in der Halle West. „Wir müssen ihn und die anderen guten Einzelspieler unter Kon­trolle bringen, sonst haben wir ein Problem“, sagt Böhringer.

Selbst dann aber dürfte es für die Stuttgarter nicht leicht werden. Lukas Müller und Falco Meyer-Hübner fallen aus, zudem ist Neuzugang Serge Lopez-Nunez weiterhin verletzt. „Wir wollen unseren Fans zeigen, dass wir aus der Niederlage in Kaiserslautern gelernt haben“, gibt sich Böhringer kämpferisch. „Wir wollen beweisen, dass wir ein starkes Team sind.“

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)