MTV will den Befreiungsschlag

Am Sonntag empfangen die Stuttgarter Basketballer den Tabellenvorletzten TV Lich.

Der Begriff „Pflichtsieg“ wird immer wieder gerne in Verbindung mit klaren Rollenverteilungen vor einer sportlichen Begegnung genannt. Beispielsweise, wenn eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld der 1. Basketball-Regionalliga wie der MTV Stuttgart auf den Vorletzten des Klassements – in diesem Fall der TV Lich – trifft. Allerdings ist der oben erwähnte Begriff nicht bei jedermann beliebt. Zumindest nicht bei MTV-Coach Torsten Böhringer: „Ich hasse dieses Wort.“ Nun ist zwar nicht bekannt, welches Wort Böhringer stattdessen bevorzugt, um einen dringend nötigen Erfolg gegen einen vermeintlich schlechteren Gegner zu beschreiben. Aber gewinnen musst der MTV, um nach zuletzt drei Niederlagen in Folge nicht selbst wieder in den Kampf um den Klassenverbleib hineingezogen zu werden.

Um die Trendwende zu schaffen, müssen die Stuttgarter aber erst einmal ein wichtiges Problem lösen: das der zuletzt sehr schlechten Trefferquote. Im Spiel beim TV Langen vor einer Woche verzeichnete Böhringers Team teilweise erschreckende Werte. Bei insgesamt 62 Feldkorbversuchen schafften es die Stuttgarter gerade 16-mal, den Ball durch den Ring zu bugsieren. Einzig Christian Gundlach stach mit einer 100-prozentigen Erfolgsquote heraus, unternahm aber auch nur einen einzigen Wurfversuch in der gesamten Partie. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Gegner aus Lich vor allem durch eine aggressive Verteidigung auszeichnet.

„Wir haben es jetzt selbst in der Hand, uns mit einem Sieg wieder einen Abstand nach unten zu verschaffen“, sagt Böhringer, der auf den Befreiungsschlag hofft: „Das Vertrauen, das wir das packen, ist da.“ Für das Spiel steht dem Trainer dabei nahezu das gesamte Personal zur Verfügung. Lediglich beim angeschlagenen Ruben Leidel ist ein Einsatz noch fraglich.

Simon Valachovic (Nordrundschau)

Negativserie setzt sich fort

Bei der Niederlage in Langen gibt dem MTV Stuttgart erneut die schwache Trefferquote zu denken.

Die Trendwende blieb aus. Der MTV Stuttgart unterlag beim TV Langen mit 51:63 und musste damit zum ersten Mal in der laufenden Basketball-Regionalligasaison drei Niederlagen in Folge einstecken. Waren die Stuttgarter vorige Woche gegen die Crailsheim Merlins-Reserve noch stark in das Spiel gestartet, mussten sie in der Partie in Langen von Beginn an einem Rückstand hinterher laufen. Lediglich zur Halbzeitpause beim knappen Zwischenstand von 29:30 und rund fünf Minuten vor Schluss, als der MTV bis auf vier Punkte zu den Langenern aufgeschlossen hatte, schnupperten die Stuttgarter kurzzeitig an einem Auswärtssieg.

Dabei waren die Leistungen beider Mannschaften eher überschaubar, auch der TV Langen zeigte sich weit entfernt von seiner Bestform. „Wir haben aber einfach nichts getroffen“, begründete der enttäuschte Trainer Torsten Böhringer den schwachen Auftritt. Den Trainer des MTV konnte deshalb auch die gute Verteidigungsleistung seiner Mannschaft nicht über diese Niederlage hinwegtrösten. „Um Spiele zu gewinnen, musst du einfach die Punkte machen“, sagte Böhringer. Vor allem die vielen schlecht ausgespielten Konter waren dem Coach ein Dorn im Auge. Dazu wurden zahlreiche Korbleger und Freiwürfe nicht genutzt. Dass der treffsicherste Stuttgarter, Jonas Leidel, gerade einmal auf elf Punkte kam, spricht für sich. „Da hat sich bei uns etwas eingeschlichen“, sagte Böhringer, der die Gründe für die insgesamt sehr schwache Wurfquote an Konzentrationsfehlern und mangelndem Selbstbewusstsein festmachte. „Daran müssen wir im Training jetzt arbeiten.“

Durch die Niederlage muss sich der MTV in der Tabelle eigentlich wieder nach unten orientieren. Von Abstiegskampf möchte der Stuttgarter Trainer aber noch nichts wissen. „Dass wir in dieser Liga nichts geschenkt bekommen, war uns von vorne herein klar“, sagte Böhringer. „Wir müssen uns jetzt zusammenraufen.“

MTV Stuttgart: Rafail Kaltzidis (3 Punkte), Milos Mandic (8), Jonas Leidel (11), Alexander Komitakis (2), Lukas Philipp Müller (6), Christian Gundlach (2), Cyrill Antoine Da Silva (10), Marvin Jaumann, Nickolas O’Brian Mosley (7), Falco Eric Meyer-Hübner (2), Jose Angel Tejada Munoz.

Simon Valachovic  (Nordrundschau)

Der MTV sucht weiter nach seiner einstigen Stärke

In der Partie beim Tabellensechsten TV 1862 Langen wollen die Stuttgarter die Trendwende schaffen.

Wenn dem MTV Stuttgart in der aktuellen Saison der 1. Basketball-Regionalliga etwas fehlt, dann ist es Konstanz. Das Team von Trainer Torsten Böhringer war unerwartet gut in die Runde gestartet, hatte sich dann aber auch einige ebenso unerwartete Niederlagen eingehandelt. Vor allem die knappen Pleiten in Fellbach und zuletzt gegen die ProA-Reserve aus Crailsheim schmerzten, spielte der MTV doch über weite Strecken unter seinen Möglichkeiten. „Es gab jetzt eben zwei Klatschen für uns“, sagt Coach Torsten Böhringer vor dem Auswärtsspiel beim TV Langen an diesem Samstag (19.30 Uhr).

Dennoch sieht er in den Rückschlägen auch auch etwas Positives: „Manchmal kann das eben gut tun, denn wir trainieren hart dafür, um wieder zu gewinnen“, sagt der MTV-Trainer, der hinsichtlich der Negativserie anfügt: „Wir müssen einfach wieder zu unserem alten Spiel zurückfinden.“ Für den Coach bedeutet das, 40 Minuten stark zu verteidigen. Denn durch eine solide Defensivarbeit wurde schließlich auch ein Sieg wie der über den Tabellendritten aus Koblenz möglich. „Das zeigt einfach, dass wir ein Super-Team mit Super-Jungs haben“, so der Coach. „Allerdings braucht es eben auch Zeit, um gewisse Dinge auf Dauer zu perfektionieren.“

Die Langener zeichnet vor allem ihr dynamisches Spiel und das Trainerteam um Coach Markus Kühn aus. „Da gibt es Mannschaften, die deutlich schlechter vorbereitet sind“, sagt Böringer, der sich mit mit dem TV aber auf Augenhöhe sieht: „Natürlich haben sie den Heimvorteil auf ihrer Seite. Leistungstechnisch liegen die Mannschaften aber nicht weit auseinander.“ Durch die beiden Niederlagen zuletzt ist der MTV auf den achten Tabellenplatz zurückgefallen. Doch auch Langen hatte zuletzt eine kleinen Negativserie hingelegt. Die Langener waren nacheinander dem abstiegsgefährdeten TV Lich, der SG TV Dürkheim/BB-Int. Speyer und dem SV Tigers Tübingen unterlegen, ehe sie diese Serie am vergangenen Spieltag mit einem Sieg bei den BG Eisbären gestoppt haben. Ein Sieg übrigens, mit dem sich die Hessen in der Tabelle wieder am MTV Stuttgart vorbeigeschoben haben.

Personell wird dem MTV-Trainer nahezu die ganze Mannschaft zur Verfügung stehen. Lediglich bei Center Alexander Komitakis ist noch unklar, ob er spielen kann – er war zuletzt zwei Tage krank. „Ich gehe aber davon aus, dass er mitfahren kann“, gibt sich Böringer optimistisch, der auch weiß: Drei Niederlagen in Serie gab es in dieser Saison bisher noch nicht. Und dabei sollte es aus Sicht des MTV auch bleiben.

Simon Valachovic (Nordrundchau)

Die Kette von eigenen Fehler wird zur Stolperfalle

Wieder einmal muss sich der MTV knapp geschlagen geben. Besser gesagt: Er schlägt sich selbst.

Gut möglich, dass sich die Basketballer der Crailsheim Merlins 2 auf der Fahrt zurück nach Hause gefragt haben, warum sie das Spiel in der 1. Regionalliga beim MTV Stuttgart eigentlich gewonnen haben. Falls die Frage nicht bereits geklärt ist – MTV-Trainer Torsten Böhringer weiß die Antwort: „Die werden sich gedacht haben: Wenn unser Gegner nicht will, dann nehmen wir halt die Punkte mit.“ Denn die 62:68-Pleite gegen die Pro-A-Reserve aus Crailsheim haben sich die Stuttgarter zu einen großen Teil selbst zuzuschreiben. „Wir haben in dieser Partie weit unter unseren Möglichkeiten gespielt“, urteilte Böhringer.

Was ganz anders geplant war: Mit dem eigenen Publikum im Rücken wollten die Stuttgarter den Ausrutscher, den sie sich einen Spieltag zuvor bei REWE Aupperle Fellbach geleistet hatten, wieder ausbügeln. Und zunächst deutete vieles darauf hin, dass dies auch gelingen würde. Der MTV-Mix aus Mann- und Zonendeckung bereitete den Crailsheimerin zu Beginn der Begegnung immense Probleme. Schnell hatten sich die Gastgeber einen Zehn-Punkte-Vorsprung herausgespielt, der am Ende des Durchgangs immerhin noch fünf Zähler betrug. Aber schon gegen Ende des ersten Viertels hatte sich die Formkurve bei den MTV-Akteuren eher nach unten gezeigt. „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht“, sagt Böhringer.

Immer wieder kamen die Crailsheimer durch ließen die Unpässlichkeiten in der MTV-Abwehr – die gemäß Böhringers Basketball-Philosophie der Grundstein für Erfolge sein soll – zu Punkten. Doch nicht nur in der Verteidigung patzen die Gastgeber. Zwar fiel die Erfolgsquote bei den Würfen der Stuttgarter etwas besser aus als noch in der Partie gegen Fellbach, lag aber mit knapp 45 Prozent ein gehöriges Stück unter dem für diese Spielklasse erforderlichen Schnitt. „Wir haben mindestens 15 oder 20 Korbleger daneben gesetzt“, sagt Böhringer. Da die Crailsheimer in Eric Ross den besten Rebounder der Liga in ihren Reihen haben, mündeten die Fehlversuche des MTV regelmäßig in Balleroberungen und schnellen Gegenangriffen der Gäste. Die hatten nach dem dritten Viertel zum 49:49 ausgeglichen – und rangen den MTV im letzten Spielabschnitt noch nieder.

MTV Stuttgart: Rafail Kaltzidis (3 Punkte), Jonas Leidel (8), Falco Meyer-Hübner (3), Lukas Müller (4), Christian Gundlach (1), Cyrill Antoine Da Silva (7), Marvin Jaumann (1), Nickolas O’BrianMosley (31), Jose Angel Tejada Munoz (4).

Mike Meyer (Nordrundschau)

Richtungweisende Partie

Der MTV empfängt die zweite Mannschaft des Pro-A-Tabellenführers Crailsheim in der Sporthalle West.

Noch ist nicht klar, wohin für die Basketballer des MTV Stuttgart die Reise in der aktuellen Runde der 1. Regionalliga geht. „Gemessen an unserem Punkte- und Tabellenstand liegen wir über den Erwartungen“, sagt der MTV-Trainer Torsten Böhringer. Doch er räumt ein: „Es kann noch viel passieren.“ Wie schnell sich das Blatt wenden kann, haben die Stuttgarter vor Wochenfrist bei REWE Aupperle Fellbach erfahren, als sie sich eine knappe Niederlage einhandelten. Mit der Folge, dass die Fellbacher nach Punkten mit dem MTV gleichzogen. Am Samstag steht nun die nächste richtungweisende Partie an: Das Team von Trainer Böhringer, zurzeit auf Rang sieben im Klassement zu finden, empfängt die elftplatzierten Crailsheim Merlins 2 in der Sporthalle West.

Die zweite Mannschaft des Pro-A-Tabellenführers war mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Doch seitdem lief es nicht mehr rund. In den nachfolgenden sieben Begegnungen gelang nur noch ein Erfolg. Vergangene Woche mussten sich die Crailsheimer, die in Eric Ross den besten Rebounder der Liga in ihren Reihen haben, sogar dem bis dahin sieglosen Schlusslicht BG Eisbären geschlagen geben. „Wenn wir aggressiv verteidigen und schnell nach vorne spielen, dann sollten wir uns durchsetzen können“, sagt Böhringer.

Mike Meyer (Nordrundschau)

Zwei Minuten fehlen: MTV verspielt den Derbysieg

Die Stuttgarter müssen sich nach zuletzt drei Erfolgen in Serie REWE Aupperle Fellbach geschlagen geben.

Sie hatten zuletzt einen richtig guten Lauf, die Regionalliga-Basketballer des MTV Stuttgart. Drei Siege in Folge standen für das Team von Trainer Torsten Böhringer zu Buche, als die Serie jäh gestoppt wurde. Und zwar aus gerechnet im Derby. Mit 75:77 unterlag der MTV am Freitagabend bei REWE Aupperle Fellbach – obwohl die Gäste gemessen an den Punkten eigentlich drei der Vier Viertel für sich entschieden hatten. Nun schmerzen Niederlagen generell, aber dies war eine von der Sorte, die MTV-Coach Böhringer ziemlich weh tat: „Schade, wenn man ein Spiel, das man gewinnen kann, so abgibt.“

Die letzten Sekunden an Spielzeit tickten von der Uhr, als es Cyrill Antoine Da Silva von der Drei-Punkte-Linie versuchte. Wäre der Ball im Korb gelandet, dann hätten die Stuttgarter eine zweifach Aufholjagd mit einem 78:77-Sieg gekrönt. Doch Da Silva verfehlte sein Ziel. Milos Mandic setzte zwar nach, aber sein Wurf erfolgte bereits nach der Schlusssirene. Nun wäre es ein leichtes, die Niederlage in Fellbach am diesem Fehlwurf festzumachen. Und es wäre ein Fehler. Denn eine ganze Reihe an Gründen verhinderte einen Erfolg der Stuttgarter. Da wäre zunächst das Defensivverhalten des MTV. War eine konsequente Abwehrarbeit in den vergangenen drei Partien der Grundstein für den Erfolg gewesen, lief es diesmal nicht nach Plan. Die Gäste erlaubten den Fellbachern vor allem im ersten Viertel zu viele Punkte, wie der Zwischenstand von 24:14 zugunsten der Gastgeber beweist.

Gleichzeitig zeigt er auch das zweite Problem auf: In der Offensive taten sich die Stuttgarter ebenfalls schwer. „Fellbach hat 40 Minuten lang eine Zonenverteidigung gespielt, mit der wir überhaupt nicht zurecht gekommen sind“, sagt Böhringer. So brachte es der MTV bei den Zwei-Punkte-Würfen lediglich auf eine 40-prozentige Trefferquote. Ein unterdurchschnittlicher Wert, der auch damit zusammenhing, dass die Fellbach auch in Sachen Rebound die bessere Mannschaft stellte.

Aber der MTV kämpfte trotz aller Unbillen. Und er kam dem Rivalen Punkt um Punkt näher. Vor dem letzten Viertel der Begegnung lagen de Gäste mit 56:61 hinten, ehe Jose Angel Tejada Munoz der Aufholjagd eine neue Qualität verlieh. Binnen fünf Minuten erzielte der Stuttgarter 15 Punkte und brachte sein Team damit erstmals in der Partie mit sechs Zählern Vorsprung in Front. Aber das sollte nicht genügen. „Diese Führung haben wir dann wieder hergeschenkt“, sagt Böhringer. Doch in einer ebenso temporeichen wie packenden Schlussphase kam der MTV seinem Kontrahenten noch einmal bis auf zwei Punkte nahe, ehe Da Silvas Fehlwurf die letzten Hoffnungen der Stuttgarter, doch noch den Derbysieg zu landen, beendete.

MTV Stuttgart: Ruben Leidel, Rafail Kaltzidis, Milos Mandic (4 Punkte), Jonas Leidel (13), Alexander Komitakis, Falco Meyer-Hübner (9), Lukas Müller (4), Christian Gundlach (2), Cyrill Antoine Da Silva (5), Marvin Jaumann, Nickolas O’Brian Mosely (16), Jose Angel Tejada Munoz (22).

 Mike Meyer (Nordrundschau)