Ohne Training leidet die Trefferquote

Das Team des MTV verliert das Lokalderby gegen den SV Möhringen mit 58:63.

Wenig hat ausgereicht, dass das Regionalliga-Lokalderby zwischen dem MTV Stuttgart und dem SV Möhringen mit 63:58 an die Gäste von der Filder-Ebene ging. Im Prinzip war es der Blitzstart, eine frühe Führung, die sich das Team des lautstark und emotional am Seitenrand agierenden Trainers Markus Dippel nicht mehr nehmen ließ.
Wie gesagt: wenig hat gefehlt. Die Damen des MTV Stuttgart hatten deutlich weniger Rebounds unter dem Korb, hatten weniger Konzept im Angriffsspiel, spielten weniger körperlich robust. Vielleicht lag es auch daran, dass sie im Vorfeld weniger trainiert hatten. Dies zumindest war das Fazit des Trainerteams. „Wenn die zwölf Spielerinnen regelmäßig ins Training kommen, spazieren sie durch die Liga“, sagte MTV-Trainer-Urgestein Zlatko Nikolic. Allerdings kann man der MTV-Truppe eines nicht vorwerfen: mangelnde Einsatz- und Kampfbereitschaft. Teilweise mit mehr als 20 Punkten lag das Team zurück, kämpfte sich dann aber kurz vor Schluss dank zwei erfolgreicher Dreier von Vera Genten auf nur noch drei Punkte Rückstand heran.
„Wir haben eine der schlechtesten Freiwurfquoten der Liga“, resümierte Co-Trainer Sebastian Rohrbach und blickte auf die Anzeigetafel. In der Tat, diese fünf Punkte, die die Niederlage am Ende ausgemacht haben, hätten seine Spielerinnen locker mit einer besseren Trefferquote wettmachen können. „Wir im Trainerteam haben die Schnauze voll, immer gegen schlechtere Teams zu verlieren, weil die Spielerinnen im Vorfeld nicht im Training erscheinen“, sagte Rohrbach. Doch bei allem Ärger, er zollte seinem Team auch Anerkennung: „Die Moral stimmt. Sie können wirklich kämpfen, fighten um jeden Ball, aber die Trefferquote macht eben den Unterschied.“
Nachdem kurz vor Ende des zweiten Viertels der MTV mit 12:30 zurücklag, forderte Zlatko Nikolic in einer Auszeit von seinen Spielerinnen, mehr zu lachen, mehr Freude auszustrahlen, und schob hinterher: „Und jetzt spielen wir mal eine richtige Verteidigung“. Gesagt, getan. Prompt schrumpfte der Vorsprung der Gäste. Zur Halbzeit (21:31) waren es nur noch zehn Punkte. Und mit schwindender Spielzeit, wurde der Vorsprung der Gäste von den Fildern immer kleiner. Die gute Verteidigung der MTV-Damen begann zu wirken, doch die tolle Aufholjagd wurde am Ende nicht belohnt.
MTV Stuttgart: Birte Bencker (14 Punkte), Martina Bulat (9), Lena Dinklage (2), Clara Gausepohl (2), Vera Genten (15), Katrin Hellmann (5), Amelie Rebmann (1), Sophie Rebmann (6), Lara Reckmann, Hannah Schwan, Jill Top (4).

(Stuttgarter Zeitung, Tom Bloch)

MTV hat wieder den Rhythmus gefunden

Ein weiteres wichtiges Spiel wartet auf die Regionalliga-Basketballerinnen des MTV Stuttgart. Der aktuell Tabellensiebte um das Trainer-Duo Sebastian Rohrbach und Zlatko Nicolic tritt am Samstag, 2. Februar, beim Tabellenschlusslicht SB Heidenheim an. Die Gastgeber sind zwar im Klassement mittlerweile weit abgeschlagen, zu unterschätzen sind sie dennoch nicht. Und der MTV braucht die Zähler dringend. Aktuell sind die Stuttgarterinnen punktgleich mit den Basket Ladies Kurpfalz und der zweiten Mannschaft des USC Heidelberg. Auch der direkte Verfolger BBU 01 Ulm wartet mit insgesamt zwölf Punkten auf. Wie in der vergangenen Woche können die Nord-Stuttgarterinnen im Falle einer Niederlage also tief in der Tabelle fallen. Das wollen aber weder die Spielerinnen noch die beiden Trainer.
Zu allem Überfluss muss der MTV am Samstag nicht nur auf Valentina Galusic verzichten, sondern auch auf Birte Bencker. Erstere hat sich im vergangenen Spiel verletzt, Bencker muss aus privaten Gründen passen. „Wir müssen zusehen, dass unsere Defense stimmt“, sagt die Kapitänin Lara Reckmann. „Wenn wir von Anfang an Gas geben, haben wir aber sicher gute Siegchancen“, sagt sie.
(thw). Auch im Hinspiel war es dem MTV gelungen, früh Druck aufzubauen. „Hinten raus hatten wir dann zudem mehr Luft“, erinnert sich Reckmann. Auch die schlechte Trefferquote der vergangenen Wochen scheint beim MTV vergessen zu sein. „Wir haben gut trainiert und wieder unseren Rhythmus gefunden“, sagt Lara Reckmann. „Die schlechte Quote lag wohl an der langen Trainingspause.“

(Stuttgarter Zeitung)

Die Aushilfskräfte stechen

Der MTV Stuttgart gewinnt das Heimspiel gegen BB 01 Ulm und klettert auf Platz sieben.

Ist der Knoten jetzt geplatzt? In den vergangenen Wochen hatten die Regionalliga-Basketballerinnen des MTV Stuttgart große Schwierigkeiten. Gleich zwei wichtige Spiele endeten in knappen Niederlagen und das Team drohte in den Tabellenkeller abzurutschen. Nun gibt es gute Nachrichten aus dem Lager der Nord-Stuttgarterinnen. Am Samstag landete die Entourage des Trainer-Duos Sebastian Rohrbach und Zlatko Nikolic einen 72:50-Heimsieg gegen BBU 01 Ulm. Damit kletterte die Mannschaft wieder auf den siebten Tabellenplatz.
Wie angekündigt, hatte sich der MTV durch Carolin Hauber und Anna-Maria Stock mit zwei Spielerinnen aus der zweiten Garde verstärkt und lief mit einem vollen Kader auf. Aber nicht nur das. Carolin Hauber erwies sich als echte Verstärkung und avancierte mit 17 Punkten zur Top-Scorerin in der Begegnung. Und auch Anna-Maria Stock traf zweistellig (10).
In den ersten drei Spielminuten war allerdings zunächst gar nichts passiert. Beide Mannschaften tasteten sich ab, erzielten aber keine Punkte. Erst nach und nach fand der MTV im Angriff zu seinem Spiel und sicherte sich Punkte in schneller Folge. Dies sollte im zweiten Viertel nicht mehr so einfach gelingen, denn auch die Ulmerinnen fanden ihren Rhythmus. Beim Zwischenstand von 35:29 aus Stuttgarter Sicht gingen beide Teams schließlich in die Halbzeitpause. Nach Wiederanpfiff war es vor allem die Defensive der Nord-Stuttgarterinnen, die sie in Führung hielt. Gute Rebounds und starke Angriffe nahmen dem Gegner dann zudem zunehmend die Möglichkeiten, der Partie noch einmal eine Wende zu geben.
„Das war ein wichtiges Spiel für uns“, kommentierte Kapitänin Lara Reckmann nach dem Schlusspfiff. „Die guten Rebounds haben uns zum Teil zweite und dritte Chancen im Angriff eröffnet“, erläuterte sie. Die Körpergröße von Carolin Hauber verschaffte dem MTV unterm Korb zudem viele Freiräume, sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive. „Wir haben den Sieg gebraucht und deshalb bis zur letzten Minute gekämpft. Es war auch wichtig, dass wir möglichst hoch punkten“, sagte Lara Reckmann. Denn durch den 72:50-Erfolg steht der MTV Stuttgart nun auch im direkten Vergleich mit den Ulmerinnen besser da und sticht den Konkurrenten im Zweifelsfall aus.
MTV Stuttgart: Birte Bencker (11 Punkte), Martina Bulat, Lena Dinklage, Valentina Galusic (4), Clara Gausepohl, Vera Genten (13), Carolin Hauber (17), Katrin Hellmann (15), Sophie Rebmann (2), Lara Reckmann, Hannah Schwahn, Anna-Maria Stock (10).

(Stuttgarter Zeitung, Thomas Weingärtner)

Mitschwimmen reicht nicht mehr

Der Regionalligist MTV Stuttgart empfängt am Samstag den Tabellensiebten BBU 01 Ulm und sollte mal wieder gewinnen.

Langsam wird es eng für die Basketballerinnen des MTV Stuttgart in der Regionalliga. Nach den knappen Niederlagen in den vergangenen beiden Wochen brauchen die Spielerinnen um die Trainer Zlatko Nikolic und Sebastian Rohrbach dringend wieder einen Sieg – am besten schon an diesem Samstag, wenn der Tabellensiebte BBU 01 Ulm zu Gast ist. Die Kontrahenten trennen lediglich zwei Punkte in der Tabelle.
Die Ulmerinnen hatten sich in den vergangenen Wochen als unberechenbar erwiesen – so verloren sie zwar knapp gegen den Tabellenletzten SB Heidenheim, fuhren aber gegen den aktuellen Spitzenreiter BSG Basket Ludwigsburg einen Sieg ein.
Für Trainer Sebastian Rohrbach ist klar, dass seine Mannschaft in diesem wichtigen Spiel eine Schippe drauflegen muss. „Jetzt gilt es. Wenn wir uns in den kommenden Spielen nicht durchsetzen können, sind wir raus aus dem Mittelfeld“, kommentiert er. „Wir müssen unseren Rhythmus finden, jede Spielerin muss Gas geben. Es reicht jetzt nicht mehr, einfach nur mitzuschwimmen.“ Generell rechnet sich Rohrbach durchaus Chancen gegen die starken Ulmerinnen aus.
Qualitativ hatte es in der Vergangenheit nicht an Potenzial gefehlt, nur die Trefferquote des MTV hatte etwas zu wünschen übrig gelassen. Auch diesmal werden sich die Stuttgarterinnen mit Spielerinnen aus der eigenen zweiten Mannschaft verstärken. Guard Anna-Maria Stock wird ebenso einspringen wie Carolin Hauber. „Wir wollen schnell ins Spiel kommen und mit einem vollen Kader antreten“, erläutert Rohrbach die Maßnahme.
Dafür wird der MTV Stuttgart in Zukunft auf Forward Tabea Ritschek verzichten müssen. Die Spielerin hatte sich nach einer längeren Verletzungspause vor einigen Tagen aus privaten Gründen dazu entschieden, zum BV Hellas Esslingen in die Oberliga zu wechseln. „Das ist für uns ein herber Verlust, keine Frage“, sagt Coach Rohrbach zum Weggang der Leistungsträgerin. So hatte Ritschek beispielsweise im Spiel gegen Möhringen gleich sechs Dreier versenkt.

(Stuttgarter Zeitung, Thomas Weingärtner)

Verhängnisvoller Einbruch im dritten Viertel

Der Regionalligist MTV Stuttgart verliert mit 64:66 bei den Basket Ladies Kurpfalz.

Die Basketballerinnen des MTV Stuttgart haben in der Regionalliga eine erneute bittere Niederlage einstecken müssen. Durch das 64:66 bei den Basket Ladies Kurpfalz setzten sich die Gegnerinnen in der Tabelle gegenüber den Nord-Stuttgarterinnen ab, die nun fürs Erste im Keller festhängen.
Die MTV-Damen hatten am Samstag nicht nur auf ihre Centerspielerin Martina Bulat verzichten müssen, auch die als Ersatzfrau vorgesehene ehemalige Topscorerin Anna-Maria Stock, inzwischen Spielertrainerin der zweiten Mannschaft, konnte wegen einer Verletzung nicht dabei sein. Zudem war auch die Flügelspielerin Birte Bencker noch angeschlagen. Dennoch begannen die Gästeakteurinnen, bei denen Valentina Galusic mit 18 Punkten erfolgreichste Werferin war, stark und dominierten die Kurpfälzerinnen offensiv wie defensiv. Einzig die wichtigen Dreier wollten nicht fallen – ein Defizit, das sich in der Folge schnell bemerkbar machte. Bis zur Halbzeit erspielten sich die Basket Ladies einen Zwei-Punkte-Vorsprung. Mit dem Zwischenergebnis von 30:32 aus Stuttgarter Sicht ging es in die Kabinen.
Im anschließenden dritten Viertel erlebte der Gast dann einen Einbruch, von dem er sich nicht mehr erholte. Während die Kurpfälzerinnen nahtlos an ihre Spielweise aus der ersten Hälfte anknüpften, geriet der MTV mehr und mehr ins Rudern. Aus den Angriffen resultierten trotz guten Aufbaus keine Punkte mehr. Die Gegnerinnen nutzten ihre Chance und bauten ihren Vorsprung aus. Die Aufholjagd der Frauen vom Kräherwald, die in den ersten drei Vierteln nur einen einzigen Dreipunkt-Wurf versenkt hatten, kam im letzten Spielabschnitt zu spät. Zwar drangen sie nun in die Lücken in der Verteidigung des Gegners hinein und auch die wichtigen Distanzwürfe gelangen. Doch der Rückstand war zu groß. Als die Schiedsrichter nach einem Foul an Birte Bencker in den finalen Sekunden des Spiels keine Freiwürfe gaben, war die Partie entschieden.
„An den beiden Freiwürfen darf es nicht scheitern“, sagte der MTV-Trainer Sebastian Rohrbach. „Es reicht einfach nicht aus, im letzten Viertel noch mal aufzudrehen.“ Im Training will der Coach in dieser Woche nun „eine Schippe drauflegen“. Denn: „Wir haben Luft nach oben. Da muss jetzt ein Ruck durch die Mannschaft gehen.“
MTV Stuttgart: Birte Bencker (10 Punkte), Lena Dinklage (2), Valentina Galusic (18), Vera Genten (8), Katrin Hellmann (5), Amelie Rebmann, Sophie Rebmann (14), Lara Reckmann (7).

(Stuttgarter Zeitung, Thomas Weingärtner)

Zum Auftakt gleich ein ganz harter Brocken

Der MTV empfängt den USC Freiburg II.

Auf die Basketballerinnen des MTV Stuttgart um ihren Trainer Sebastian Rohrbach wartet im ersten Spiel des Jahres ein harter Brocken. Der Regionalligist empfängt am Samstag, 12. Januar, den Tabellendritten USC Freiburg II. Im Hinspiel hat die Mannschaft eine schwere Niederlage verbucht, morgen nun wollen die Nord-Stuttgarterinnen in eigener Halle die Rechnung begleichen. Aktuell steht der MTV auf dem sechsten Tabellenplatz mit dem Ziel, sich deutlich von den Abstiegsplätzen zu distanzieren.
In Vera Genten ist eine Leistungsträgerin wieder einsatzfähig, die dringend benötigt wird. Außerdem haben sich die Stuttgarterinnen kurz vor der Winterpause mit Allrounderin Valentina Galusic verstärkt. „Valentina ist eine weitere große Spielerin, die uns sicher weiterhelfen wird“, sagt Sebastian Rohrbach. Obwohl die Gäste die Favoritenrolle inne haben, hofft der MTV- Spielleiter auf einen Sieg seines Teams. „Freiburg ist zweifellos ein starker Gegner, aber wir wollen das erste Heimspiel im neuen Jahr trotzdem gewinnen“, sagt er. Die Spielerinnen seien kampfbereit.
Die vergangenen beiden Wochen haben die Basketballerinnen des MTV genutzt, um auf „Betriebstemperatur“ zu kommen. Dafür standen nicht nur die üblichen Trainingseinheiten im Terminkalender, sondern auch ein Testspiel gegen die eigene zweite Mannschaft. „Es war gut, dass wir eine Pause hatten, aber jetzt sind wir wieder voll motiviert. Die Spielerinnen sind heiß auf die Begegnung“, sagt der Coach.
Mit dem USC Freiburg II steht dem MTV eine gut eingespielte Mannschaft ins Haus. Die druckvolle Verteidigung der Gäste hat auch schon in der vergangenen Saison für eine Herausforderung gesorgt. Auch offensiv sind die Breisgauerinnen kein Kind von Traurigkeit. Schnelle Fastbreaks und Konter machen die Mannschaft brandgefährlich. „Aber auch wir haben uns weiterentwickelt und werden alles geben“, sagt Sebastian Rohrbach.

(Stuttgarter Zeitung, Thomas Weingärtner)