Kampf statt Dominanz

Der MTV feiert beim TV Konstanz den dritten Saisonsieg in Folge, tut sich aber schwer.

Angereist war der MTV Stuttgart am vergangenen Samstag in einer klaren Favoritenrolle. Nach zwei Siegen in Folge sollte die Begegnung mit dem TV Konstanz eigentlich eine klare Sache werden. Zwar gewann der MTV die heiß umkämpfte Partie knapp mit 49:45, doch der Gastgeber dachte gar nicht daran, es den Favoritinnen einfach zu machen.

Der MTV startete mit druckvollen Angriffen. Schnell erspielten sich die Stuttgarterinnen einen 8:0-Vorsprung und ließen zunächst nur wenig Chancen zu. Doch Mitte des ersten Viertels machte vor allem die Verteidigung der Gastgeber den Stuttgarterinnen Probleme. Mit schnellen Wechseln zwischen Mann- und Raumdeckung brachte der TV Konstanz die Gäste immer wieder aus dem Tritt. „Das war ziemlich clever gespielt“, muss MTV-Trainer Sebastian Gölz zugeben. „Wir haben das nicht schnell genug erkannt und im Angriff anfangs nicht umgestellt“, sagt er. So mussten die Stuttgarterinnen immer wieder das direkte Duell mit den Gegenspielerinnen suchen. Zwar konnte Stuttgarts Top-Scorerin Teresa Kucera viele der Eins-gegen-eins-Situationen für sich entscheiden, doch oft waren die Angriffe des MTV eher unkontrolliert.

Kurz vor Ende des ersten Viertels konnten sich die Gastgeber einen knappen Vorsprung herausspielen, den sie bis zur Halbzeitpause hielten. Zwar gelang den Stuttgarterinnen immer wieder der Ausgleich, aber absetzen konnten sie sich nicht. Mit 20:23 aus Stuttgarter Sicht ging es in die Kabine. „Das Spiel war geprägt von der Defense“, kommentiert Gölz. „Konstanz hatte Hoffnung, einen Stich zu landen und ließ einfach nicht nach.“

Kaum besser lief es zu Anfang der zweiten Hälfte. Die Gastgeber witterten ihre Chance und gaben weiter Vollgas. Erst ein schwieriger Dreipunktewurf von Tabea Ritschek brachte den MTV in eine knappe Führung. „Danach war der Knoten geplatzt“, sagt Gölz. Die Erfahrung des MTV zahlte sich aus und enormes Pressing in der Verteidigung erwies sich als Mittel zum Sieg. „Wir haben versucht, im Angriff ruhiger zu spielen, um den Vorsprung besser zu verwalten, waren aber immer noch zu hektisch.“ Zufrieden ist Gölz aber dennoch. „Wir haben nicht aufgegeben und uns den Sieg durch Kampf geholt. Konstanz war viel stärker, als die Tabelle es vermuten lässt.“

MTV Stuttgart: Martina Bulat, Katrin Hellmann (2 Punkte), Eva Kasakidou, Teresa Kucera (26), Marisa Leidel, Lara Reckmann (7), Tabea Ritschek (3), Julia Wultschner (5), Katrin Wultschner (6), Sirin Zengin.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

MTV übernimmt die Favoritenrolle

Nach zwei Siegen in Folge steht für die Regionalliga-Basketballerinnen des MTV Stuttgart nun das zweite Auswärtsspiel in der noch jungen Saison an. Am Samstag sind die Damen von Trainer Sebastian Gölz beim TV Konstanz zu Gast. Konstanz kann mit einem relativ jungen Team aufwarten, dass sich seine Sporen in der Regionalliga noch verdienen muss. „Wir gehen als Favoriten in die Partie“, betont MTV-Trainer Gölz. „Wir werden versuchen, früh das Spiel zu bestimmen und das Tempo zu diktieren“, erläutert der Trainer weiter. „Wir werden einfach versuchen, unser Spiel zu machen und lassen uns nicht beeindrucken.“ Am Wochenende wird Trainer Gölz auf Stefanie Rathfelder verzichten müssen, die privat verhindert ist. Dafür ist die in den vergangenen Wochen angeschlagene Julia Wultschner nun wieder voll einsatzfähig. „Ich habe sie in den letzten beiden Spielen etwas geschont. Da sie wieder fit ist, wird sie definitiv mehr Minuten auf dem Feld bekommen“, sagt Gölz. Zudem wird auch Sirin Zengin am Wochenende ihren ersten Einsatz auf dem Feld haben. Mit nach Konstanz reist zudem auch Marisa Leidel. „Sie ist noch jung und braucht Erfahrung“, sagt Gölz. „Wir wollen sie langsam an die Liga heranzuführen.“

Nordrundschau

Heimdebüt geglückt

Der MTV weist den ersatzgeschwächten Titelanwärter aus Freiburg in die Schranken.

Die Basketballerinnen vom MTV Stuttgart konnten bei ihrem Heimdebüt am Samstagabend dort anknüpfen, wo sie eine Woche zuvor in fremder Halle aufgehört hatten: Sie gewannen. Und zwar mit 60:40 und nicht gerad e gegen irgendwen. Denn die Stuttgarterinnen bezwangen den USC Freiburg II, der als einer der Top-Titelanwärter in der Regionalliga Baden-Württemberg gilt.

Stark starteten die Platzherrinnen in die Partie und konnten sich gleich zu Beginn einen deutlichen Vorsprung erkämpfen. Vor allem in der Abwehr zeigten sich der MTV dominant und ließ kaum einen ordentlichen Spielaufbau beim Gegner zu. „Das hat wieder sehr gut geklappt“, sagt MTV-Trainer Sebastian Gölz. „Wir haben das Spiel unterm Korb erfolgreich unterbunden. Dadurch haben wir dann aber einige Dreier zugelassen, da müssen wir schneller wieder aus der Zone raus.“ Was in der Verteidigung erarbeitet wurde, konnte in der Offensive dann in Punkte verwandelt werden. Und der MTV ließ sich in dieser Hinsicht nicht lumpen. Mit 25:14 aus Stuttgarter Sicht ging es für beide Mannschaften in die Kabinen – kein großes Polster, aber schon eine klar erkennbare Richtung.

In Hälfte zwei hielten die Stuttgarterinnen die Schlagzahl hoch. Vor allem Teresa Kucera, die auf der Position des Power Forward für Punkte sorgte. Acht reguläre Treffer und vier Freiwürfe versenkte der Neuzugang und lieferte auch im Aufbau wertvolle Arbeit ab. „Sie hat dort die Führung übernommen, wo es nötig war“, freut sich Gölz. „Sie wird, glaube ich, auch in Zukunft immer mehr Verantwortung im Team übernehmen.“ Doch auch die Stammspieler der vergangenen Jahre, Katrin Wultschner und Lena Dinklage punkteten mehrmals für ihr Team und machten den zweiten Saisonsieg für den MTV so perfekt.

Zu hoch möchte Gölz den Erfolg aber gar nicht bewerten. „Freiburg hatte einen Doppelspieltag und viele Stammspielerinnen waren nicht da. Da mussten wahrscheinlich Spieler aus der dritten Mannschaft aushelfen“, sagt Gölz. „Das ist ein bisschen schade für uns, wir wollten wirklich sehen, wo wir aktuell stehen.“ Dennoch sieht der Trainer auch so Potenzial nach oben. „In der Offense lief es wesentlich besser, aber eben noch nicht rund. Wir laufen unsere Wege nicht konsequent zu Ende. Uns fehlt noch die Geduld im Angriff, denn freien Mann zu finden“, kommentiert Gölz. „Dadurch machen wir immer schwerere Würfe, als wir eigentlich müssten“, sagt er.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Spitzenspiel und Partystimmung

Der MTV Stuttgart empfängt in der Sporthalle West den Meisterschaftsanwärter USC Freiburg II.

Gleich das erste Heimspiel in der Basketballsaison 2017/2018 verspricht für die Regionalligistinnen des MTV Stuttgart, ein Ereignis der Extraklasse zu werden – inklusive Hallensprecher und DJ. Denn am Samstag ist in der Sporthalle West der USC Freiburg II zu Gast, mit dem sich die Stuttgarterinen in der vergangenen Saison hitzige Duelle geliefert hatten. Und auch in dieser Saison zählen die Gäste zu den Top-Favoriten in der Liga. „Wir freuen uns auf das erste Heimspiel“, sagt MTV-Trainer Sebastian Gölz. Der MTV kann dabei auf Neuzugang Teresa Kucera bauen, die wohl am Samstag ihren ersten Einsatz feiert. Auf die Nachwuchskräfte Carina Mieth und Jasmin Baghiana wird der Verein allerdings noch eine ganze Weile verzichten müssen. Mieth kuriert aktuell eine Knochenprellung aus, Baghiana einen Ermüdungsbruch an der Hand. „Das ist natürlich schade. Zum Glück haben wir einen guten Kader und können das kompensieren“, sagt Gölz.

Der Trainer rechnet sich mit seiner Mannschaft gute Chancen am Samstag aus. „Freiburg wird sicherlich stärker sein, als Sandhausen. Ich glaube aber dennoch, das wir mithalten können“, betont Gölz. Generell wird der Trainer versuchen, den Druck auf den Gegner oben zu halten. „Wir haben den Luxus, dass wir viel wechseln können. Wir sind nicht mehr darauf angewiesen, dass einzelne Spielerinnen durchspielen. Inzwischen haben wir gute Alternativen“, sagt er. Gölz hofft so, selbst das Tempo bestimmen zu können. „Wir werden versuchen, hohen Druck in der Defense zu spielen, das zwingt den Gegner zu schnellen Entscheidungen.“

 Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Starke Abwehrarbeit, erster Sieg

Im Auftaktspiel in Sandhausen behaupten sich die Stuttgarterinnen mit 60:34.

Gleich am Anfang der Saison haben die Regionalliga-Basketballerinnen vom MTV Stuttgart ein Zeichen gesetzt. Mit 60:34 besiegte das Team von Trainer Sebastian Gölz ihre Gastgeber von der TG Sandhausen. Und das, obwohl die Mannschaft kurz vor der Begegnung einige Ausfälle zu verzeichnen hatte. Der Neuzugang Teresa Kucera war kurz vor der Partie erkrankt. Und Katrin Hellman musste sich aus privaten Gründen abmelden. Zudem hatte Julia Wultschner, die mit neun Punkten zu den MTV-Topscorern der Partie gehört, am Wochenende noch mit einer Knöchelverletzung zu kämpfen.

Dennoch zeigte sich der MTV von der ersten Minute an dominant und startete mit 8:0 in die Partie. Vor allem die Defense der Stuttgarterinnen nahm der TG Sandhausen den Wind aus den Segeln. „Wir haben hart und intensiv verteidigt“, sagte Trainer Sebastian Gölz. „Unsere Fast-Breaks waren wirklich solide“, freute sich der Coach. So erarbeiteten sich die Gäste aus Stuttgart bis zum Ende des ersten Viertels einen 21:7-Vorsprung. Kurz kam der MTV dann im zweiten Viertel ins Rudern. „Sandhausen hat auf Zonenverteidigung umgestellt, da hatten wir dann anfangs Probleme mit der Abstimmung“, sagte Gölz. Mit 28:19 aus Stuttgarter Sicht ging es für die Kontrahenten in die Kabine. „Wir haben die Gelegenheit genutzt, noch einmal ein paar Dinge umzustellen und ab da lief es wieder“, sagte der MTV-Trainer.

Souverän spielten die Stuttgarterinnen die Partie zu Ende und bauten den Vorsprung dabei weiter aus. In der zweiten Halbzeit nutzte Coach Gölz die Gelegenheit, viel zu rotieren. „Dadurch konnte ich dann zum Beispiel Julia Wultschner etwas schonen, die trotz Verletzung eine extrem effektive Partie gespielt hat.“ Marisa Leidel, die eigentlich in der zweiten Mannschaft spielt und am Wochenende aushalf, erwies sich an dieser Stelle als besonders wertvoll. Auch den Einsatz von Neuzugang Eva Kasakidou bewertet der Trainer durchweg positiv. „Sie hat mutig gespielt und ihre Stärken eingesetzt. Das war ein guter Auftakt bei uns.“

(thw). Dennoch sah Gölz auch noch Verbesserungsbedarf: „Wir haben konzentriert gespielt und guten Basketball abgeliefert. Trotzdem ist bei uns noch Luft nach oben. In der Offense lief es nicht immer flüssig. Wir haben nicht den Basketball gespielt, den wir spielen können.“ Zufrieden ist Gölz aber nichtsdestotrotz. „Wir hatten nur fünf Trainingseinheiten mit dem ganzen Team. Dafür waren wir wirklich souverän. Wir werden weiter an uns arbeiten.“ Genug Gelegenheit sich einzuspielen, hat der MTV allemal. In der kommenden Woche steht dann das erste Heimspiel gegen den Titelanwärter USC Freiburg II an.

MTV Stuttgart: Martina Bulat (6 Punkte), Lena Dinklage (9), Eva Kasakidou (6), Marisa Leidel (3), Stefanie Rathfelder (8), Lara Reckmann (8), Tabea Ritschek (9), Julia Wultschner (9), Katrin Wultschner (2).

Nordrundschau

Die Coaches sind neu, das Team ist verjüngt

Zum dritten Mal in Folge startet der MTV mit neuem Trainer in die Saison.

Es scheint beinahe zur Tradition zu werden: Denn es ist nun das dritte Jahr in Folge, in dem die Regionalliga-Basketballerinnen des MTV Stuttgart unter der Regie eines neuen Übungsleiters in die Saison starten. Dafür zeigt sich beim Kader der Stuttgarterinnen eine deutlich größere Stabilität. Denn das MTV-Aufgebot wurde nur geringfügig verändert – aber dafür ziemlich verjüngt.

Wenn die Spielzeit 2017/2018 am Samstag beginnt, hat der MTV zwei neue Männer am Ruder. Für Trainer Johannes Hübner, der in der Saisonpause als Assistenztrainer zur BSG Ludwigsburg gewechselt hatte, kommt Sebastian Gölz. Dieser war sechs Jahre lang Assistenztrainer der Regionalligamannschaft der BSG Ludwigsburg und tritt im Stuttgarter Westen nun seinen ersten Posten als Headcoach an. Ihm zur Seite steht Thorsten Grzemba als Assistenztrainer. „Eigentlich hätte Thorsten den Job machen sollen, es war aber nicht ganz klar, ob er die Saison auch beenden kann“, sagt Gölz.

Dem Team jedenfalls kommt die doppelte Betreuung zugute. „Wir haben in der Saisonpause intensiv gearbeitet“, sagt Gölz. „Zu zweit kann man besser korrigieren und sich bei verschiedenen Themen aufteilen. Thorsten bringt als Sportstudent zudem ganz neue Trainingsimpulse mit“, sagt der Headcoach. „Die spielerische Qualität ist in der Saisonpause schon sichtlich gestiegen“, sagt der neue Trainer. Doch nicht nur Technik-Training in der Halle stand für die Stuttgarterinnen auf dem Plan. „Wir haben zusammen an einem Boxtraining teilgenommen, um mal den Kopf frei zu kriegen und neue Impulse zu setzen“, sagt Gölz. „Außerdem hatten wir einen externen Trainer eingeladen, der mit uns ein Life-Kinetik-Training gemacht hat. Dabei geht es darum, mit komplexen Übungen neue Verbindungen im Gehirn zu schaffen“, beschreibt der Coach.

In der vergangenen Saison hatten die MTV-Damen unter Johannes Hübner bereits ganz vorne mitgespielt. Einige Zeit lang konnten sie den ersten Tabellenplatz halten und schlossen die Saison im oberen Drittel der Tabelle ab. Erfolge, an die es nun anzuknüpfen gilt. Und das, obwohl die erste Damenmannschaft einen schmerzlichen Verlust zu beklagen hat. Spielmacherin Anna-Maria Stock wird ab der kommenden Saison nicht mehr für die erste Mannschaft auflaufen. Sie ist nun in der zweiten Mannschaft beheimatet. „Da wird es nun Zeit für andere Spielerinnen, den Platz einzunehmen“, sagt Gölz. „Nicht nur auf dem Feld, sondern auch in der Mannschaft.“

Zudem kann die Mannschaft insgesamt fünf Neuzugänge verbuchen. Drei davon kommen aus dem Regio-Team Stuttgart und machen nun ihre ersten Schritte bei den Erwachsenen. Dazu kommt Theresa Kucera, die zuvor vier Jahre lang für die University of Tampa gespielt hatte. „Sie ist ein absoluter Allrounder“, schwärmt der Coach von dem Neuzugang. „Definitiv eine Kandidatin für die Anfangsformation. Sie bringt eine Menge Erfahrung aus den USA mit, davon profitieren wir nicht nur auf dem Feld, sondern auch im Training.“

(thw). Als erstes steht für den MTV die TG Sandhausen auf dem Plan. „Das wird ein hartes Spiel auf Augenhöhe“, schätzt Gölz. Der Plan für die Saison steht jedenfalls fest: „So früh wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und dann oben angreifen“, sagt der Trainer.

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