Der MTV punktet, der Titelrivale patzt

Die Stuttgarterinnen fahren gegen den SV Böblingen einen nie gefährdeten Kantersieg ein.

Viel besser hätte es für die Basketballerinnen des MTV Stuttgart nicht laufen können. Während sich der Tabellenzweite der Regionalliga Baden-Württemberg klar mit 93:48 gegen den SV Böblingen durchsetzte, ließ zeitgleich der Spitzenreiter PS Karlsruhe Lions Federn. Die Karlsruherinnen verloren das badische Duell gegen den USC Freiburg II und haben damit wie der MTV eine Niederlage auf dem Konto. Sollten die beiden Kontrahenten im Rennen um die Meisterschaft in der restlichen Saison keine Fehler mehr machen, entscheidet sich der Titelkampf im letzten Saisonspiel am 14. April. „Wir wollen dieses Endspiel“, betont MTV-Trainer Sebastian Gölz. „Wir sind jetzt im Meisterschaftsmodus.“

Einen Eindruck vom Meisterschaftsmodus des MTV konnten sich die Böblingerinnen am Samstagabend verschaffen. Druckvoll in der Verteidigung und entschieden im Angriff machte es der MTV den Gästen von der ersten Minute an schwer. Schnell konnte sich der MTV einen 11:2-Vorsprung erspielen und marschierte, trotz aller Verteidigungsversuche der Böblinger, munter weiter übers Feld. Erst im zweiten Viertel begann die SV nach und nach, Mittel gegen die Angriffe des MTV zu finden. Mit solider Zonenverteidigung hielten die Gäste dagegen. Julia Wultschner, die überraschend doch spielen konnte, wurde mit hartnäckiger Defense und Blockarbeit vom Korb ferngehalten. Doch Trainer Gölz wusste sich auch in diesem Fall zu helfen: Birte Bencker und Teresa Kucera brachten neue Akzente in das Spiel des MTV und setzten den Marsch zum Korb fort. Doch die Böblingerinnen dachten nicht daran, aufzugeben und kämpften trotz der 30 Punkte Rückstand weiter. Es reichte aber nicht, um den Lauf des MTV zu bremsen.

„Großes Kompliment an meine Mannschaft, sie haben genau das umgesetzt, was ich verlangt hatte. Wir haben wirklich sehr gut gespielt“, kommentiert Gölz.

MTV Stuttgart: Katrin Hellmann (5 Punkte), Lara Reckmann (10), Martina Bulat (2), Lena Dinklage, Teresa Kucera (25), Sirin Zengin, Birte Bencker (13), Julia Wultschner (16), Stefanie Rathfelder (10), Eva Kasakidou, Tabea Ritschek (13). Sirin Zengin (1)

Thomas Weingärtner

Der MTV schaltet in den Kampfmodus

Am Samstag gastiert der Tabellenneunte SV Böblingen in der Sporthalle West.

Ganze zwei Wochen Pause hatten die Basketballerinnen vom MTV Stuttgart auszusitzen. Doch nach der spielplanbedingten Auszeit wird es am Samstag für Team von Trainer Sebastian Gölz wieder ernst. In der Sporthalle West empfangen die Damen vom MTV den Tabellenneunten SV Böblingen. „Wir sind heiß auf die Partie und haben gut trainiert“, versichert Trainer Gölz. Leider wird der Coach sowohl auf Katrin Wultschner als auch auf Julia Wultschner verzichten müssen. „Das ist natürlich ein herber Verlust“, sagt Gölz. „Wir sind dennoch gut genug besetzt um das zu kompensieren.“

Ausrutscher jedweder Art sind in den nächsten Wochen ohnehin verboten. Denn das letzte Spiel der Saison bestreiten die Stuttgarterinnen bei den PS Karlsruhe Lions und damit bei der einzigen Mannschaft, die den MTV in der aktuellen Runde bezwingen konnte. Wohingegen die Karlsruherinnen noch immer ungeschlagen sind. „Da darf bis zum Ende der Saison bei uns wirklich nichts wackeln. Wir wollen dieses Endspiel, dafür müssen wir aber konsequenter werden. Wir sind noch immer zu nett“, sagt Gölz. Er möchte seine Mannschaft zum Ende der Saison endlich im Kampfmodus sehen. Denn der MTV gewann zwar seine Begegnungen, ging dabei aber nur selten an seine Leistungsgrenze. „Da ist noch deutlich mehr spielerisches Potenzial da, wir setzen aber nicht alles konsequent um“, sagt er. Druckvollen Basketball kann der MTV auf das Feld bringen, das haben die Stuttgarterinnen schon mehrfach bewiesen. „Diesmal möchte ich aber, dass die Spielerinnen die Spannung wirklich volle 40 Minuten halten“, sagt Gölz. „Wir wollen außerdem wieder mehr Teamspiel etablieren. Das war im Spiel gegen den TV Konstanz etwas zu wenig.“

(thw). Trotz der kleinen Baustellen ist der Trainer mit seiner Mannschaft zufrieden. „Das ist natürlich Gemecker auf hohem Niveau“, betont Gölz. Gegen den SV Böblingen dürfte der MTV zudem keine allzu großen Probleme haben. Dennoch ist die Begegnung am Wochenende eine weitere Gelegenheit für die Stuttgarterinnen Punkte zu sammeln und Trainingsinhalte auf dem Feld zu verfeinern.

Starke Defensive, schwache Offensive

Der Regionalligist MTV Stuttgart tut sich gegen den
TV Konstanz schwer, gewinnt aber dennoch.

Besonders hohe Frustrationstoleranzen haben die Regionalliga-Basketballerinnen des MTV Stuttgart am
Samstag im Spiel gegen den Tabellenneunten TV Konstanz gebraucht. Zwar gewann das Team von Trainer Sebastian Gölz mit 64:50 Punkten, doch die Partie lief für die Gastgeber alles andere als nach Plan.
So wollten von Anfang an einfach keine Körbe gelingen. Weder beim MTV, noch bei den Gästen vom Bodensee. Die Starting-Five von Trainer Gölz, bestehend aus StefanieRathfelder, Katrin Wultschner, Lara
Reckmann, Julia Wultschner und Teresa Kucera, konnte zwar früh den Spielfluss des Gegners stören, doch die Gelegenheiten im Konter blieben weitgehend ungenutzt.Nach zweieinhalb Spielminuten stand es immer
noch 2:2 und das, obwohl sich der MTV spielerisch überlegen zeigte. Erst nach einer Auszeit von Gölz begann sich der MTV langsam abzusetzen – mit einem Treffer von JuliaWultschner und einem erfolgreichen
Freiwurf von Katrin Wultschner. Göltz brachte dann Tabea Ritschek für Lara Reckmann und setzte so neue Akzente.Dennoch ließ sich der TV Konstanz nicht so schnell abschütteln. Immer wieder schafften es die Gäste, in den entscheidenden Momenten zu punkten – und das, obwohl der MTV solide Defensivarbeit leistete. In der Offensive wollte es hingegen einfach nicht laufen. Im zweiten Viertel erhöhte der MTV
weiter den Druck in der Defensive und konnte mehr und mehr die Angriffe der Gäste aus Konstanz unterbinden. Doch die eigenen Punkte wollten einfach nicht fallen. Nach 15 Spielminuten stand es immer
noch nur 23:11 zugunsten des MTV. „Unsere Trefferquote war einfach katastrophal“, kommentierte Sebastian Gölz. „Was die angeht, haben wir wirklich einen schwarzen Tag erwischt.“ Trotz der fehlenden eigenen Punkte konnten die Gastgeber den Gegner auch in der zweiten Hälfte auf Abstand halten. Vor allem die gute Arbeit in der Zonenverteidigung rettete den Stuttgarterinnen den Tag. Kurz vor Ende des dritten Viertels witterte Konstanz aber noch einmal seine Chance. Zwei Angriffe des MTV konnten die Gäste im Aufbau unterbinden und verkürzten auf 37:47. Der mühsam erarbeitete 15-Punkte-Vorsprung des MTV begann damit wieder zu schrumpfen. Der TV Konstanz lief nun gegen die Nord-Stuttgarterinnen einen Angriff nach dem anderen, doch der MTV konnte aus den zumeist hektischen Angriffen Kapital schlagen. Sieben Minuten vor Ende des Spiels traf Birte Bencker zum ersten Mal in der Partie den Korb mit einem Dreier, Stefanie Rathfelder setzte mit zwei weiteren Dreiern nach und beendete damit die Aufholchancen
der Gäste. „Wirklich zufrieden sind wir nicht“, sagte Gölz nach dem Spiel. „Wir hatten zwar in der Defensive eine gute Intensität, aber vorne am Korb haben wir zum Teil schlechte Entscheidungen getroffen.“ Wichtig sei aber nur, dass gewonnen wurde. „Und bald fragt keiner mehr nach dem Wie“, sagte Gölz, dessen Team nun zweiWochen Spielpause hat.

MTV Stuttgart: Birte Bencker (16 Punkte), Lena Dinklage (2), Katrin Hellmann (4), Eva Kasakidou,
Teresa Kucera (15), Marisa Leidel (2), Stefanie Rathfelder (11), Lara Reckmann, Tabea Ritschek, Julia
Wultschner (11), Katrin Wultschner (3), Sirin Zengin

Nicht auf falschem Fuß erwischen lassen

Für den MTV Stuttgart ist ein Sieg gegen den Tabellenneunten aus Konstanz Pflicht.

Besser kann es nicht laufen: Während die Regionalliga-Basketballerinnen vom MTV Stuttgart am morgigen Samstag den Tabellenneunten TV Kon­stanz empfangen, spielt der Tabellenerste PS Karlsruhe Lions gegen den SV Möhringen, also den aktuell direkten Verfolger der Nord-Stuttgarterinnen. Ein Sieg des Favoriten im Parallelspiel würde den Abstand des MTV auf den Verfolger vergrößern, eine Niederlage der Lions könnte den MTV punktgleich zum Spitzenreiter aufschließen lassen – vorausgesetzt freilich, er gewinnt sein eigenes Spiel. „Diese Konstellation ist ideal für uns“, sagt MTV-Trainer Sebastian Gölz. „Wir sind nahezu komplett und gehen entspannt in die Partie.“

Zu locker sollten die zweitplatzierten Gastgeberinnen die Gäste vom Bodensee aber nicht nehmen. Immerhin hatte der TV Konstanz für einige Probleme im Hinspiel gesorgt. Die unkonventionelle Spielweise des Bodensee-Teams hatte den MTV auf dem falschen Fuß erwischt. Das soll nicht noch einmal vor Heimpublikum passieren. „Konstanz kann sehr physisch spielen. Wir wollen ein Wackelspiel vermeiden“, gibt Gölz die Richtung gegen den Tabellenneunten vor. Den Gegner unterschätzt der Stuttgarter Trainer keineswegs: „Das ist eine junge ausbalancierte Truppe, die uns auf jeden Fall Probleme bereiten kann.“

Die Tabellensituation muss also nicht zwingend etwas über die Qualität des Kaders aus Konstanz aussagen. Um etwaige Chancen des Gegners auf einen Sieg in der Hölle West früh zu unterbinden, gilt es für den MTV, gleich zu Anfang der Partie Druck aufzubauen. „Wir wollen unser Spiel machen und deutliche Zeichen setzen“, sagt Gölz.

Verzichten muss der MTV vielleicht auf Jugendspielerin Eva Kasakidou, sollte diese für die U-18-Mannschaft auflaufen.

Thomas Weingärtner

Erfolgreich gegen die Zonenverteidigung

Der Regionalligist MTV Stuttgart gewinnt beim USC Freiburg II nach hartem Kampf mit 65:62

Die Basketballerinnen des MTV Stuttgart haben am Sonntag einen weiteren Verfolger im Kampf um die Meisterschaft abgeschüttelt. Durch den knappen 65:62-Erfolg beim USC Freiburg II haben die weiterhin zweitplatzierten Nord-Stuttgarterinnen ihre Gastgeber auf den fünften Tabellenrang verwiesen.

Die Aufgabe des MTV war indes keine leichte. In der Hinrunde hatten die Stuttgarterinnen die meisten Gegner noch mit ihrer druckvollen Spielweise überraschen können, mittlerweile scheinen die direkten Konkurrenten Mittel gefunden zu haben, das Spiel des MTV nicht mehr so zur Entfaltung kommen zu lassen. So suchten die Freiburgerinnen ihr Heil diesmal in der Zonenverteidigung. „Ich glaube, die meisten Gegner haben inzwischen mitbekommen, dass wir mit einer Manndeckung nur sehr schwer zu verteidigen sind“, sagte der MTV-Trainer Sebastian Gölz. So konnte der USC im ersten Viertel zunächst auch davonziehen. Eine kompakte Defensive und gute Konter sicherten den Gastgebern die Mehrheit der Punkte in den ersten Spielminuten. Die Antwort des MTV auf die Zonenverteidigung, nämlich mit Würfen aus der Distanz zum Erfolg zu kommen, blieb zunächst aus. „Meine Spielerinnen sind da etwas unsicher. Sie wollen immer den sicheren Punkt und versuchen deshalb Dreier-Würfe zu vermeiden“, sagte Gölz. Erst Ende des ersten Viertels begannen die Gäste doch noch von der Dreipunktelinie aus zu werfen – und das mit großem Erfolg. „Ich habe gesagt, dass wir Dreier brauchen, und nach und nach haben die Spielerinnen auch das nötige Selbstvertrauen dafür entwickelt“, sagte Gölz.

Zwar stellte der USC Freiburg II hernach gezwungenermaßen wieder auf Manndeckung um, doch leichter wurde das Spiel für die Gäste dadurch nicht. Die zweite Hälfte entwickelte sich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Erst zwei Dreier in Folge von Lara Reckmann brachten den MTV erstmals deutlich in Führung. Diesen Vorsprung konnte der MTV dann auch routiniert verwalten. „Wir haben jetzt mehr Selbstsicherheit gegen die Zonenverteidigung“, freute sich Gölz. „Damit haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht.“

MTV Stuttgart: Martina Bulat (3 Punkte), Katrin Hellman (5), Teresa Kucera (10), Stefanie Rathfelder (15), Lara Reckmann (8), Tabea Ritschek (8), Julia Wultschner (10), Katrin Wultschner (6).

Thomas Weingärtner

Dem Spitzenreiter weiter auf den Fersen

Der zweitplatzierte MTV tritt in der Regionalliga beim Dritten in Freiburg an.

Passieren kann den Regionalliga-Basketballerinnen des MTV Stuttgart an diesem Sonntag nicht viel – auch wenn der Tabellenzweite bei seinem direkten Verfolger USC Freiburg II antritt. Weil dieser vor Wochenfrist eine Niederlage in Heidelberg einstecken musste und jetzt als Dritter bereits sechs Punkte Rückstand auf den MTV hat, „kann uns da wirklich nicht viel in der Tabelle passieren“, sagt der Trainer Sebastian Gölz. Zudem hatte seine Entourage das Hinspiel Ende September mit 20 Punkten Vorsprung gewonnen (60:40).

Trotz der komfortablen Lage wollen Gölz und sein Team die Partie freilich gewinnen. „Wir möchten ja den Anschluss an den Spitzenreiter PS Karlsruhe Lions nicht verlieren“, sagt der Coach. Der führt das Klassement aktuell mit zwei Punkten Vorsprung vor dem MTV an. Gölz sieht den USC im Rückspiel allerdings in der Favoritenrolle. „Die Freiburgerinnen spielen clever und gut. Und ich glaube, dass sie den Heimvorteil nutzen werden“, sagt er. Zudem müssen die Nord-Stuttgarterinnen am Sonntag auf Birte Bencker und Lena Dinklage verzichten. Beide sind privat verhindert. „Wir werden vermutlich nur mit neun oder zehn Spielerinnen in den Breisgau fahren“, sagt Gölz. „Das wird eine schwierige Aufgabe für uns.“

Trotz aller Widrigkeiten sollte es dem siegesgewohnten MTV gelingen, mit dem Gegner mitzuhalten. Nach der erfolgreichen Hinrunde haben die Nord-Stuttgarterinnen im Training nicht aufgehört, an ihren Fehlern zu arbeiten. „Wir haben gut trainiert und wollen mehr Konstanz in der Verteidigung“, sagt Gölz. Bisher hatte der MTV im Spielverlauf immer wieder Einbrüche in Sachen Spannung, das soll sich nun ändern. „Wir arbeiten daran, die Spannung über 40 Minuten lang hoch zu halten“, sagt Gölz. Vor allem im Spiel gegen Sandhausen vor Wochenfrist war dies den Nord-Stuttgarterinnen relativ schwer gefallen. „Wir hatten immer wieder Downs im Spiel, die müssen wir in Zukunft auf jeden Fall minimieren“, fordert Gölz.

Thomas Weingärtner