Die Liga dient als Trainingslager für die Pokalspiele

Die Stuttgarterinnen gastieren zum vorletzten Auswärtsspiel der Runde in Freiburg. 

Nach ihrem kurzen Tief scheinen die Basketballerinnen des MTV Stuttgart wieder auf Kurs. Mit 86:46 besiegten sie am vergangenen Wochenende die KuSG Leimen. Nach zwei unglücklichen Niederlagen eine höchst willkommene Abwechslung. Am Sonntagnachmittag wird es jedoch noch einmal schwer für die Stuttgarterinnen. Der MTV gastiert beim USC Freiburg II. Die Kaderschmiede der ersten Bundesligamannschaft des Vereins zählt zu den besten Mannschaften der Regionalliga und hat durchaus noch Chancen auf den Meistertitel.

Dennoch unterlagen die Freiburger dem MTV in der Hinrunde. „In Freiburg zu spielen, ist immer schwer“, gibt MTV-Trainer Johannes Hübner zu bedenken. „Es ist eine sehr weite Strecke zu fahren, und auf uns wartet dort ein ausgeruhter Gegner.“ Für Hübner liegen die Vorteile beim USC. „Die haben Zugriff auf gute Trainer und ein stabiles Umfeld, um sich zu entwickeln.“ Bisher hatte sich Freiburg als ebenso stark wie konstant erwiesen.

Der MTV hat sich aber auch weitestgehend von seinem Tief erholt. „Wir haben vergangenes Wochenende wieder das umgesetzt, was wir davor gezeigt haben“, sagt Hübner. „Gerade die Basics in Sachen Verteidigung sind wieder drin.“ Der MTV hatte die gesamte Saison über gezeigt, dass er auch die besten Mannschaften in der Liga schlagen kann. Nur an der Konstanz fehlt es den Damen aus Stuttgarts Westen noch etwas. Zwar wird der MTV den vierten Tabellenplatz aus eigener Kraft nicht mehr verlassen können. Dennoch geben sich die Stuttgarterinnen nicht geschlagen. „Wir geben weiter Vollgas, auch wenn die Platzierung etwas in den Hintergrund gerückt ist“, betont Hübner. „Wir haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und den wollen wir bis zum Ende der Saison auch weiter beschreiten.“

Zudem haben die Basketballerinnen vom MTV schon ein Auge auf den nächsten Wettbewerb geworfen. „Wir sehen die Spiele, die noch kommen, als Vorbereitung für den Bezirkspokal. Den haben wir vergangene Saison gewonnen, das wollen wir wieder schaffen“, sagt Hübner. Nach Freiburg fährt der Coach mit dem gesamten Kader. „Stand jetzt sind alle gesund und fit.“

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Der MTV findet wieder zu alter Stärke zurück

Die Stuttgarterinnen haben zu Hause beim 86:46-Erfolg gegen die KuSG Leimen keine Probleme.

Das Gesicht von Trainer Johannes Hübner sprach nach dem Schlusspfiff Bände: 86:46 stand es da auf der Anzeigentafel für seinen MTV Stuttgart, der in der Regionalliga die KuSG Leimen in allen vier Vierteln deutlich in ihre Schranken gewiesen hatte. Gerade wegen dieses Sieges und natürlich auch aufgrund seiner Deutlichkeit war Erleichterung in den Zügen von Hübner zu lesen. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie und den teilweise nur unzureichenden Leistungen brannte seine Mannschaft am Samstagabend in der Sporthalle West mal wieder ein Offensivfeuerwerk ab, gegen das nur wenige Mannschaften der Liga Bestand gehabt hätten.

„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team heute, gerade auch deshalb, weil wir nur wenig Aktionen des Gegner zugelassen haben“, sagt der MTV-Coach nach der Partie. Nicht nur in der Offensive überzeugten die Stuttgarter Basketballerinnen nämlich, sondern auch in der Verteidigungsarbeit: Über die volle Spielzeit stand der MTV kompakt und bot der KuSG nur wenig Raum. Lediglich acht Punkte gelangen so den Gästen aus der Kurpfalz im ersten Viertel, zur Halbzeit stand es bereits 53:19 für den MTV. „Es war ein wirklich gutes Spiel mit der richtigen Intensität“, befand Hübner am Ende, wusste aber auch, dass Leimen erschreckend schwach aufgetreten war. Nur wenig lief zusammen bei dem Abstiegskandidaten aus der Nähe von Heidelberg, der in dieser Saison bislang überhaupt nur vier Siege verbuchen konnte.

Den Stuttgarterinnen fiel es folglich leicht, nach konsequentem Spielaufbau zu Abschlüssen in Serie zu kommen und etwas für das eigene Ballverhältnis zu tun. Zwölf Siege aus 17 Spielen stehen für den MTV nunmehr zu Buche, aktuell bedeutet das noch immer den vierten Tabellenplatz. Der Dritte PS Karlsruhe ist mit zwei Punkten Vorsprung jedoch absolut in Reichweite, auch wenn die Karlsruherinnen ein Spiel weniger auf dem Konto haben. „Wir haben nach zwei Niederlagen endlich mal wieder ein gutes Spiel gemacht, das ist das wichtige dabei“, sagte Hübner mit Blick auf die Tabelle und fügte an: „Vor allem haben wir als Mannschaft wieder zusammengearbeitet. Das hat uns stark gemacht.“

Tatsächlich lag darin der deutliche 86:46-Erfolg gegen die Gäste aus Leimen begründet: Agierten die Damen des MTV in den vergangenen Wochen gerade im Zusammenspiel von Offensive und Defensive noch etwas hölzern, entstand gegen die KuSG Leimen in der heimischen Halle West nun ein beständiger Spielfluss. Immer wieder kamen die Stuttgarterinnen so zu wirkungsvollen Angriffen, denen die Gäste nur selten etwas entgegensetzen konnten. Schlussendlich war deutlich zu spüren, dass der MTV verdientermaßen im oberen Tabellendrittel – und Leimen eben doch etwas abgeschlagen am Tabellenende steht. „Aber auch so ein Spiel muss man erst einmal gewinnen“, sagte Hübner abschließend. „Und wir haben das sehr gut gemacht. Das ist eine Leistung, auf die wir stolz sein können.“

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)

Die MTV-Strategie: Linie finden

Die Stuttgarterinnen empfangen die KuSG Leimen zum vorletzten Heimspiel der Saison.

Nach zwei Niederlagen in Folge ist es nun Zeit für die Basketballerinnen des MTV Stuttgart, sich wieder aufzurappeln. Am Samstagabend treffen die Spielerinnen von Coach Johannes Hübner in der heimischen Sporthalle West auf den Regionalligazehnten KuSG Leimen. Doch trotz der vergleichsweise schlechten Tabellenposition des Gegner ist Vorsicht geboten. Das Hinspiel konnte der MTV nur knapp für sich entscheiden. Und in den vergangenen Jahren war Leimen immer vorne dabei gewesen. „Ich glaube, sie stehen aktuell schlechter da, als sie sind“, sagt Hübner.

Dennoch liegt der Fokus am kommenden Wochenende nicht auf dem Gegner. „Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren, um unsere Linie zu finden“, sagt Hübner. Gerade die zweite Hälfte des Spiels gegen den SV Böblingen gibt die Richtung vor. „Wir wollen genauso intensiv spielen wie in Böblingen. Zwar haben wir da verloren, aber die zweite Hälfte war wirklich gut.“ Vor allem in der Defensive muss sich beim MTV einiges tun. „Wir haben viele Eins-gegen-eins-Situationen verloren, schalten nicht schnell genug um und helfen uns zu spät gegenseitig aus“, so die Einschätzung des Trainers. „Das sind alles Basics, die wir eigentlich problemlos abrufen können.“ Nun gelte für die Mannschaft, diese elementaren Tugenden auch wieder auf dem Feld zu zeigen.

Allgemein betrachtet, sieht es für den MTV aber nicht so schlecht aus, wie die Situation vermuten lässt. In der vergangenen Saison hatten sich die Stuttgarterinnen um diese Zeit kurz vor dem Abstieg gesehen. Da war es noch darum gegangen, Spiele zu gewinnen, um nicht weiter abzurutschen. „Bis auf die vergangenen zwei Spiele können wir wirklich zufrieden sein“, bestätigt der Coach. „Wir haben uns ungefähr dahin entwickelt, wo wir auch hin wollten.“ Dennoch sieht Hübner Luft für mehr. „Wir dürfen nicht zufrieden sein. Wir wollen wieder Spiele gewinnen, um die Saison mit einem guten Gefühl abzuschließen.“ Verzichten muss Hübner am kommenden Wochenende auf die Guards Katrin Hellmann und Lara Reckmann, beide sind aus persönlichen Gründen verhindert.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Der Rückstand auf die Tabellenspitze wächst weiter

Nach der 70:76-Niederlage in Böblingen bleibt der MTV Stuttgart auf Rang vier kleben. 

Eine zweite Niederlage in Folge mussten die Regionalliga-Basketballerinnen des MTV Stuttgart einstecken. Mit 70:76 unterlagen sie am Samstagnachmittag ihren Gastgebern vom SV Böblingen. Dabei hatten die Stuttgarterinnen, die beim Tabellenachten gastierten, beste Chancen, um wieder Druck nach oben aufzubauen. An der Tabellensituation wird sich also vorerst nichts ändern. Weiterhin besetzt der Lokalrivale Spvgg Möhringen den ersten Tabellenplatz, gefolgt vom USC Freiburg und den PS Karlsruhe Lions. Der MTV Stuttgart bekleidet weiterhin den vierten Rang m Klassement.

Vor allem in der Abwehr hatten die Stuttgarterinnen Probleme. Dem MTV gelang es nicht, Druck auf den Gegner aufzubauen. Die Böblingerinnen marschierten mehrmals in der ersten Hälfte fast ungehindert bis zum Korb und erzielten dadurch einige wichtige Punkte. Mit 19:19 endete das erste Viertel,. „Wir haben es nicht geschafft, die grundlegenden Dinge umzusetzen, die wir normalerweise drin haben“, kommentiert MTV-Trainer Johannes Hübner. Auch im zweiten Viertel taten sich die Stuttgarterinnen schwer, den Spielfluss der Gastgeber zu unterbinden. „Wir haben nicht schnell genug umgeschaltet“, sagt Hübner. „Da hatte der Gegner einfach zu viel Spielraum.“ Diesen Spielraum nutzten die Böblingerinnen, um sich bis zur Halbzeit auf 40:36 abzusetzen.

In der Pause stellte Hübner die Abwehr um – was allerdings nicht den gewünschten Erfolg brachte. „Das hat nur bedingt funktioniert“, sagt er. Der MTV bekam auch im dritten Viertel einfach keinen Fuß auf den Boden. Während der Punkteabstand immer größer wurde, gingen den Gästen aus Stuttgart langsam die Mittel gegen einen entschieden angreifenden Gegner aus. Lediglich Guard und Spielmacherin Anna-Maria Stock hielt ihre Mannschaft im Spiel und sorgte für insgesamt 28 Punkte auf dem Scoreboard der Stuttgarterinnen. Erst zum Schluss gelang es dem MTV, sich ins Spiel zurückzukämpfen. Nach und nach verkürzte sich der Abstand wieder auf sechs Punkte. Zum Schluss reichte dem MTV aber die Zeit nicht. „Wir haben aber Kampfgeist bewiesen“, sagt Hübner. „Es war jetzt zwar unsere zweite unglückliche Niederlage, wir müssen uns aber auf nächste Woche konzentrieren“, betont der Coach. „Wir nehmen aus dem Spiel mit, das der Teamgeist stimmt. Die Spielerinnen haben sich gegenseitig unterstützt und waren allesamt sehr motiviert. Wir müssen aber auch wieder darauf achten, die Fehler abzustellen, die wir eigentlich schon im Griff hatten“, sagt Hübner.

MTV Stuttgart: Jasmin Baghiana, Martina Bulat (2), Katrin Hellmann (9), Marisa Leidel, Stefanie Rathfelder (8), Lara Reckmann (4), Tabea Ritscheck (2), Anna-Maria Stock (28), Julia Wultschner (13), Katrin Wultschner (4), Sirin Zengin.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Druck machen und hoffen

Das Team des MTV Stuttgart hat den Traum von der Tabellenführung noch nicht aufgegeben.

Lange sah es für den MTV Stuttgart nach einer perfekten Saison aus. Die Basketballerinnen von Trainer Johannes Hübner hatten nach der Winterpause den ersten Tabellenplatz in der Regionalliga erobert und sich gleich gegen mehrere Mitfavoriten durchgesetzt. Erst der Derbygegner Spvgg Möhringen verwies die Stuttgarterinnen auf den dritten Tabellenplatz. Auch die TG Sandhausen konnte gegen den MTV in ihrer Begegnung im Februar einen Stich landen. Und so stehen die Damen des MTV aktuell auf dem vierten Tabellenplatz. Doch der Traum von der Tabellenspitze ist noch lange nicht ausgeträumt. Gerade einmal zwei Punkte trennen den MTV von den PS Karlsruhe Lions und auch die beiden Teams an der Spitze, Spvgg Möhringen und USC Freiburg, sind nur vier Punkte entfernt. „Wir wollen definitiv weiter vorne mitspielen“, hatte MTV-Coach Hübner nach der vergangenen Niederlage betont. „Wir müssen Spiele gewinnen, um Druck nach oben zu machen.“

In der kommenden Begegnung könnte dies gelingen. Der MTV gastiert beim Tabellenachten SV Böblingen. Ein Spiel, das dem MTV wichtige Punkte bringen könnte – zumal zeitgleich die Spvgg Möhringen und der USC Freiburg aufeinandertreffen. So könnte sich die Tabellensituation an der Spitze noch einmal komplett verändern. Für den MTV wird es wichtig sein, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Die solide Kombination aus entschiedener Defense und schneller Offense hatte dem MTV bisher gute Dienste geleistet. „Wir müssen uns immer wieder auf die Basics besinnen“, macht Hübner deutlich. Gerade diese Basics könnten das Spiel gegen Böblingen zu einer sicheren Sache für den MTV machen. Alles Weitere liegt bei der Konkurrenz.

Thomas Weingärtner

Sand im Getriebe

Die MTV-Damen unterliegen der TG Sandhausen.

Gerade noch auf der Siegerstraße und jetzt wieder auf dem vierten Tabellenplatz der Regionalliga: Die Basketball-Damen des MTV Stuttgart unterlagen der TG Sandhausen mit 69:80. Bereits die Begegnung in der Hinrunde war äußerst knapp verlaufen, diesmal setzte sich allerdings der Tabellenneunte gegen den Favoriten durch.

Der MTV wollte einfach nicht ins Spiel finden. Früh begannen sich die Gastgeber abzusetzen und führten bereits nach dem ersten Viertel mit 18:15. Ein Vorsprung, den die TG Sandhausen bis zur Halbzeit weiter ausbauen konnte. Da lag der MTV bereits mit zehn Punkten hinten. Den Stuttgarterinnen fehlte der sonst so typische Druck in der Verteidigung und auch die wichtigen Rebounds konnten sie kaum für sich entscheiden.

Erst kurz vor Schluss fand der MTV zu alter Form und begann mit einer Aufholjagd. Ordentliche Angriffe und ein starker Spielaufbau brachten den MTV bis auf fünf Punkte heran, doch es sollte nicht mehr für einen Sieg reichen. „Wir haben erst in den letzten fünf Minuten angefangen, zu spielen“, sagt MTV-Trainer Johannes Hübner. „Wir sind schlichtweg viel zu spät aufgewacht und haben erst am Ende die nötige Intensität ins Spiel gebracht.“

Etwas Positives kann der Trainer der Niederlage aber trotzdem abgewinnen: „Wir haben gezeigt, dass wir bis zum Ende kämpfen können und die nötige Motivation haben, trotzdem alles zu geben“, resümiert Hübner. Ein Trost: Vom aktuellen Rang vier bis zur Tabellenspitze fehlen nur zwei Punkte.

MTV Stuttgart: Katrin Hellmann (4), Katrin Wultschner (11), Julia Wultschner (24), Anna-Maria Stock (10), Stefanie Rathfelder (9), Tabea Ritschek (7), Lena Dinklage (2), Marisa Leidel, Lara Reckmann, Martina Bulat (2).

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)