Mühevoller Arbeitssieg über das Schlusslicht

Die Mannschaft des MTV löst die Pflichtaufgabe in Leimen erfolgreich, aber glanzlos.

Ein bisschen ins Rudern kamen die Basketballerinnen des MTV Stuttgart am Samstag. Ausgerechnet gegen das Tabellenschlusslicht der Regionalliga taten sich die Stuttgarterinnen schwer. Zwar besiegte der MTV die Basket Ladies Kurpfalz mit 76:61 und sicherte sich so sein neuntes Erfolgserlebnis in Serie. Doch eine leichte Aufgabe wurde es für die Mannschaft von Trainer Sebastian Gölz nicht.

Vor allem in der ersten Halbzeit taten sich die Gäste schwer. Die druckvolle Defense, sonst das Markenzeichen der Stuttgarterinnen, kam einfach nicht ins Rollen. Mit nur acht Spierinnen war der MTV angereist, und auch diese waren nicht vollständig fit. Julia Wultschner, Top-Scorerin des Spiels, hatte sich beispielsweise noch immer nicht vollständig von der Grippe erholt und auch ihre Teamkolleginnen waren fast ausnahmslos angeschlagen. „Wir hatten viele Lücken in der Verteidigung, und die Absprachen haben nicht funktioniert. Die erste Halbzeit war wirklich eine Katastrophe“, resümierte MTV-Trainer Sebastian Gölz. Während sein Team versuchte, die übliche Spur zu finden, machten die Gastgeberinnen aus Leimen einen Punkt nach dem anderen. Zum ersten Mal in dieser Saison lag der MTV zur Halbzeit mit 23:35 hinten. Trainer Gölz versuchte in der Kabine die richtigen Worte zu finden: „Ich habe gesagt, sie sollen als Team zusammenspielen und an das anknüpfen, was wir in den Spielen davor geleistet haben“, sagt Gölz. Die Taktik schien aufzugehen, denn der MTV startete mit weitaus mehr Biss in die zweite Hälfte des Spiels.

Zwar lief noch immer nicht alles rund bei den Gästen aus Stuttgart, doch der MTV begann aufzuholen. Mit so viel Druck in der Verteidigung konnten die Basket Ladies dann doch nicht umgehen, und der MTV sicherte sich wertvolle Punkte nach solide ausgespielten Fastbreaks. Die Angriffe über Außen wollten aber schlichtweg nicht funktionieren. „Wir haben kaum etwas getroffen“, kommentiert Gölz. Was auch für die Dreipunktewürfe galt. Das probate Mittel war in Form von Julia Wultschner zur Hand. Was der MTV im Angriff sonst nicht lösen konnte, das löste Wultschner direkt unterm Korb. Kaum zu verteidigen und mit großartiger Trefferquote hielt sie ihre Mannschaft im Spiel. Auch die Defense kam immer mehr ins Rollen und ließ im dritten Viertel nur noch 15 Punkte zu. „Es war definitiv ein Teamsieg“, betont Trainer Sebastian Gölz. „Es war zwar nicht unser bestes Spiel, aber wir haben Kampfgeist gezeigt.“

MTV Stuttgart: Julia Wultschner, Katrin Wultschner, Lara Reckmann, Eva Kaskidou, Stefanie Rathfelder, Tabea Ritschek, Katrin Hellmann.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Grippewelle dünnt den Stuttgarter Kader aus

Der MTV muss im schlimmsten Fall in der Partie in Leimen auf sechs Spielerinnen verzichten.

Es sind definitiv nicht Idealbedingungen, unter denen die Basketballerinnen des MTV Stuttgart auf die Basket Ladies Kurpfalz treffen. Am Samstagabend gastieren die Stuttgarterinnen unter Trainer Sebastian Gölz nämlich in Leimen, doch die Mannschaft wird alles andere als vollständig sein. Normalerweise sollte das Tabellenschlusslicht der Regionalliga kein allzu großes Problem für den siegesgewohnten MTV darstellen. Doch die meisten Spielerinnen und der Trainer hatten in der vergangenen Woche mit der Grippe zu kämpfen. Unter den angeschlagenen Sportlerinnen befinden sich auch Teresa Kucera sowie Julia und Katrin Wultschner. „Wir haben in der vergangenen Woche nur mit den fitten Leuten trainiert, sonst hätten wir uns alle gegenseitig angesteckt“, sagt Gölz. Dennoch hofft der Trainer, seine Top-Scorerinnen am kommenden Wochenende einsetzen zu können. „Obwohl wir nicht viel trainiert haben, ist das dennoch eine machbare Aufgabe für uns“, sagt Gölz. Neben den Ausfällen wegen Krankheit muss der Tabellenzweite zudem noch auf Birte Bencker, Jasmin Baghiana und Sirin Zengin verzichten. Das Trio fehlt aus privaten Gründen.

Dennoch möchte der MTV möglichst früh in der Partie ein Zeichen setzen. „Wir wollen viel Druck aufbauen. Wir müssen aber sehen, ob wir fit genug dafür sind.“ Klar ist jedenfalls, dass Trainer und Mannschaft weiterhin vorhaben, die Hinrunde ungeschlagen zu beenden. „Daher geben wir natürlich alles und dürfen auch die Basket Ladies Kurpfalz nicht unterschätzen“, betont Gölz. Immerhin trifft der MTV in der letzten Begegnung des Jahres noch auf den stärksten Konkurrenten im Kampf um die Spitze, die PS Karlsruhe Lions. „Bis dahin sind hoffentlich alle wieder gesund, und können vor der Winterpause noch einmal Vollgas geben.“

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Ein kleines bisschen Spitzenreiter

Der MTV erobert sich mit dem Sieg über den Titelrivalen Ludwigsburg den ersten Rang.

Was als Vierkampf begann, läuft nun auf einen Zweikampf hinaus: Nämlich das Rennen um die Meisterschaft in der Frauenbasketball-Regionalliga. Dort hat der MTV Stuttgart nach der Spvgg Möhringen nun auch dem zweiten von drei Rivalen in die Schranken verwiesen. Mit 66:54 gewannen die Stuttgarterinnen gegen die BSG Basket Ludwigsburg und durften sich schon ein bisschen als Spitzenreiter fühlen. Denn durch den Erfolg hatten sie Tabellenplatz eins erobert. Es könnte allerdings eine Eroberung auf Zeit sein. Sollte PS Karlsruhe Lions seine Begegnung am Sonntag bei der BBU 01 Ulm gewinnen – wovon auszugehen ist – dann würden die Badenerinnen den MTV wieder von der Spitze verdrängen.

Von der ersten Minute an zeigte sich der MTV dem Gegner aus Ludwigsburg überlegen. „Wir waren 40 Minuten lang vorne und haben ein tolles erstes Viertel gespielt“, sagt ein zufriedener MTV-Trainer Sebastian Gölz. Mit 20:12 begingen die Stuttgarterinnen ihren Auftakt im Spiel. Doch im zweiten Viertel ließen die Gastgeberinnen etwas nach, und die BSG begann, aufzuholen. „Wir haben in der Verteidigung geschlampt“, kommentiert Gölz. Mit 35:29 aus Stuttgarter Sicht ging es für beide Mannschaften in die Kabine. Gölz nutzte die Gelegenheit, seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. „Vielleicht waren wir an der Stelle zu selbstsicher“, räumt der Trainer ein. „Aber mir ist lieber, so etwas passiert im zweiten Viertel als im letzten.“

In Hälfte zwei lief es wieder: Die druckvolle Verteidigung der Stuttgarterinnen ließ den Gästen kaum Chancen, während der MTV jeden Fehler des Gegners clever ausnutzte. Wieder einmal waren es Julia Wultschner und Teresa Kucera, die sich zusammen mit Stefanie Rathfelder und Nachwuchsspielerin Jasmin Baghiana die meisten Punkte sicherten. „Teresa und Julia waren beide angeschlagen“, sagt Gölz. „Trotzdem waren sie kaum vom Spielen abzuhalten.“ Der Trainer nutzte die Partie aber auch, um einigen anderen Akteurinnen Spielpraxis zu verschaffen. „Ich habe dann viel rotiert, damit die Nachwuchsspieler Erfahrung sammeln konnten.“

MTV Stuttgart: Teresa Kucera (22 Punkte), Stefanie Rathfelder (11), Julia Wultschner (7), Jasmin Baghiana (7), Katrin Wultschner (4), Tabea Ritschek (4), Martina Bulat (4), Katrin Hellmann (3), Lena Dinklage (3), Eva Kasakidou (1).

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Spitzenspiel mit einer persönlichen Note

Der MTV empfängt die BSG Ludwigsburg und damit den Ex-Club ihres Trainers Sebastian Gölz.

Kaum haben die Basketballerinnen des MTV Stuttgart einen Verfolger in der Regionalliga Baden-Württemberg auf Distanz gehalten, wartet schon der nächste: Nach dem Erfolg über die Spvgg Möhringen steht den Stuttgarterinnen ein weiteres Spitzenspiel ins Haus. Nach nunmehr acht Siegen in Folge empfangen sie am Samstag die BSG Basket Ludwigsburg in der Sporthalle West. Aber diesmal ist die Begegnung für MTV-Trainer Sebastian Gölz eine persönliche Angelegenheit. Denn in der vergangenen Saison war der Coach noch Assistenztrainer bei der Mannschaft, auf die seine aktuellen Schützlinge treffen werden. „Wir versuchen, es trotzdem zu sehen wie jedes andere Spiel“, betont Trainer Gölz. „Das hat uns gegen Möhringen in der vergangenen Woche schon gute Dienste geleistet.“

Auch in Sachen Tabellensituation geht es für den MTV um einiges: Zwar wären die Stuttgarterinnen selbst bei einer Niederlage vor ihren Verfolgern von BSG Basket Ludwigsburg erst einmal sicher, doch den Anschluss an den Tabellenführer PS Karlsruhe Lions könnte der MTV so verlieren. BSG Basket Ludwigsburg ist mit durchschnittlich 16,7 Jahren eines der jüngsten Teams der Liga. Dennoch können die Spielerinnen der Ludwigsburger Kaderschmiede stellenweise mit ordentlich Erfahrung aufwarten. Denn sie spielen nicht nur in der Regionalliga, sondern auch in der WNBL und können in Iva Banozic, Jelena Bozic und Nadja Stöckle drei der besten Werferinnen der Liga auf den Platz bringen. „Für uns wird es darum gehen, diese drei in den Griff zu bekommen“, sagt Gölz. „Die Mannschaft von Ludwigsburg ist brandgefährlich und mobil.“

Dennoch sieht der Trainer für seine Mannschaft auch Vorteile. „Wir können mit Erfahrung punkten und sind stärker unter dem Korb“, sagt Gölz. „Zudem hat uns die aktuelle Siegesserie eine Menge Selbstvertrauen gegeben. Das hat man auch im Spiel gegen Möhringen gemerkt.“

Auf den MTV kommt dennoch ein hartes Stück Arbeit zu. Aus persönlichen Gründen werden den Stuttgarterinnen die Guards Birte Bencker, Lara Reckmann und Sirin Zengin fehlen. Zudem musste Top-Scorerin Julia Wultschner wegen einer Erkältung unter der Woche mit dem Training aussetzen. Trainer Sebastian Gölz hofft dennoch, dass Wultschner am Wochenende gegen den Titel- und Lokalrivalen auflaufen kann. „Sie ist für uns sehr wichtig, weil sie unterm Korb kaum zu verteidigen ist. Das ist unsere große Stärke gegen die Ludwigsburger.“

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

MTV deklassiert den Lokal- und Titelrivalen

Das Team von Trainer Gölz bleibt unbesiegt und distanziert gleich zwei Verfolger.

Der Nächste, bitte. Die Basketballerinnen des MTV Stuttgart haben ihren siebten Sieg in Folge in der aktuellen Regionalliga-Saison gefeiert. Nur diesmal dürfte es ein ganz besonderes Erfolgserlebnis gewesen sein. Denn die Mannschaft von Trainer Sebastian Gölz hat im hitzigen Spitzenspiel und Lokalderby den Titelrivalen Spvgg Möhringen mit 60:38 deklassiert. Damit zeigte sich gerade der Gegner, gegen den sich die Damen aus Stuttgarts Westen in der vergangenen Saison so schwer getan hatten, sich am Samstag nahezu chancenlos.

Trotz der Rivalität der beiden Teams hatte MTV-Trainer Gölz betont, die Begegnung sei ein Spiel wie jedes andere. „Ich habe den Spielerinnen noch einmal vor dem Spiel klar gemacht, dass wir professionell und ruhig an die Sache rangehen werden und uns auf keinen Fall reizen lassen“, erläutert der Trainer. Eine Strategie, die von der ersten Sekunde an aufgehen sollte. Der MTV baute von Beginn an Druck auf und unterband effektiv die Spielentwicklung bei den Möhringerinnen. „Wir haben von der ersten Sekunde an dominiert“, beschreibt ein zufriedener Trainer Gölz die Ereignisse.

Eigentlich hatte sich der Coach zwei verschiedene Pläne zurechtgelegt gehabt. „Die Zonenverteidigung haben wir kurz ausprobiert, sind aber dann schnell wieder davon abgerückt“, sagt er. Die druckvolle Defense, die immer mehr zum Markenzeichen des MTV wird, versprach schlichtweg mehr Erfolg. In hartnäckiger Deckungsarbeit gelang es zudem Center Martina Bulat, die ehemalige MTV-Spielerin und Top-Scorerin der Möhringer, Josipa Simic, weitgehend zu neutralisieren. „Martina sollte Josipa Simic bei jedem Pass und jedem Wurf stören. Das hat sie wirklich großartig gemacht, obwohl das sehr viel Energie kostet und sie in der Offense dadurch keine große Rolle spielen konnte“, sagt Gölz, dessen Team sich in der Möhringer Rembrandthalle schnell eine komfortable Führung erarbeitet hatte.

Bei den Möhringern erhitzten sich zunehmend die Gemüter. Im dritten Viertel wurde Spvgg-Trainer Sascha Klatt der Halle verwiesen. Der MTV hingegen punktete unbeeindruckt weiter. Als Zeichen des guten Willens brachen die Gäste aus Stuttgarts Westen die letzte Aktion kurz vor Ende des Spiels ab und legten den Ball nieder. „Wir respektieren die gegnerische Mannschaft, trotz aller Derby-Rivalität“, betont Gölz. „Auch an dieser Stelle sind wir professionell geblieben“, kommentiert er.

Parallel zum MTV-Spiel unterlag zudem BSG Basket Ludwigsburg dem USC Heidelberg II. Damit bleibt der MTV nicht nur am Tabellenersten PS Karlsruhe Lions dran, sondern gewinnt auch noch etwas Abstand zum Verfolger aus Ludwigsburg.

MTV Stuttgart: Katrin Wultschner, Katrin Hellmann, Lara Reckmann, Martina Bulat, Julia Wultschner, Steffanie Rathfelder, Lena Dinklage, Tabea Ritschek, Teresa Kucera, Birte Bencker, Jasmin Baghiana, Eva Kasakidou.

 Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Gerüstet für das wichtigste Spiel der Runde

Der MTV Stuttgart gastiert beim Liga- und Lokalrivalen Spvgg Möhringen.

Am Samstag ist es endlich da, das Datum, dem seit Saisonbeginn Spielerinnen und Fans entgegenfiebern. Dann nämlich gastieren die Basketballerinnen vom MTV Stuttgart bei ihrem Lokalrivalen Spvgg Möhringen. Die Voraussetzungen für ein spannendes Derby sind nicht schlecht: Das Team vom Kräherwald er MTV ist in der Regionalliga ungeschlagener Tabellenzweiter. Die Möhringerinnen rangieren direkt dahinter auf Platz drei, haben aber schon zwei Spiele verloren. Schon in der vergangenen Saison hatte sich der MTV hitzige Gefechte mit den Möhringer Tabellen-Nachbarn geliefert, konnte seinerzeit nur in der eigenen Halle punkten.

Diesmal soll es anders werden. „Für meine Mannschaft ist es das wichtigste Spiel in der Saison“, sagt MTV-Trainer Sebastian Gölz „Da gibt es noch einige Rechnungen zu begleichen.“ Beim Trainer selbst sieht die emotionale Sachlage etwas anders aus. „Für mich ist es ein Spiel wie jedes andere“, sagt Gölz. „Wir müssen, bei aller Rivalität, mit der nötigen Ruhe an die Sache herangehen.“ Dennoch hat sich der Coach schon einen Schlachtplan zurechtgelegt, der sich vom üblichen Programm kaum unterscheidet. „Wir wollen druckvollen, schnellen Basketball spielen“, sagt er.

(thw). Bisher ist es dem MTV herausragend gelungen, den Gegner im Spielaufbau empfindlich zu stören. Das soll auch am Wochenende das zentrale Element im Spiel der Gäste sein. „Wir werden versuchen, die guten Spielerinnen zu kontrollieren und wenn möglich aus dem Spiel zu nehmen“, sagt Gölz. „Wir haben einige Möglichkeiten ausgearbeitet und können umstellen, sollte es erforderlich sein. Wir sind fit und freuen uns sehr auf das Spiel.“ Auf zwei Akteurinnen wird der Coach jedoch verzichten müssen: Eva Kasakidou hat sich in der vergangenen Woche verletzt. Und auch Carina Mieth fällt weiterhin aus. „Sie wird frühestens Anfang September wieder langsam einsteigen können“, schätzt Gölz. Dafür kann der Trainer wieder auf die Dienste von Jasmin Baghiana bauen.

Nordrundschau