Der MTV feiert einen versöhnlichen Rundenabschluss

Im letzten Spiel der Saison setzen sich die Stuttgarterinnen beim SSC Karlsruhe durch.

Bitteschön, da ist er doch, der versöhnliche Abschluss, den sich die Regionalliga-Basketballerinnen des MTV Stuttgart gewünscht haben. Mit 73:63 gewann der MTV seine letzte Begegnung der Saison 2016/2017 beim SSC Karlsruhe. Damit beendeten die Stuttgarterinnen eine in der Summe eher durchwachsenen Runde auf dem vierten Tabellenplatz.

Nach der Winterpause hatten noch alle Zeichen auf einen sehr erfolgreichen Abschluss hingedeutet. In den ersten Spielen hatten sich die Stuttgarterinnen vom MTV gegen alle Mitfavoriten durchgesetzt. Einzig Derbygegner Spvgg Möhringen brachte dem MTV eine knappe Niederlage bei. Danach wollte nichts mehr so richtig funktionieren. Ein Spiel nach dem anderen verloren die Damen vom MTV, bis nur noch ein vierter Tabellenplatz möglich war. „Wir haben aber auf jeden Fall noch das Ziel, den vierten Platz zu erreichen“, hatte MTV-Trainer Johannes Hübner im Vorfeld betont. Ein Ziel, das die Stuttgarterinnen nun quasi auf den allerletzten Drücker doch noch erfüllen konnten.

Schnell konnten sich die Stuttgarter Gäste einen Vorsprung herausarbeiten. Der SSC blieb jedoch hartnäckig und kämpfte um jeden Ball. Für die abstiegsgefährdeten Gastgeber hätte ein Sieg die Rettung in letzter Sekunde darstellen können. „Das hat man auch gemerkt“, sagt Hübner. „Die Karlsruher waren hoch motiviert und haben richtig Gas gegeben.“ So konnte der SSC den Abstand kurz vor der Halbzeit noch auf vier Punkte reduzieren. „Wir haben einige Kommunikationsschwierigkeiten in der Defense gehabt“, sagt Hübner. „Das konnten wir dann erst im vierten Quarter so richtig ausbügeln.“ Guard Tabea Ritschek erwies sich als das probate Mittel für den MTV. Mit schnellen Angriffen und guten Würfen brachte sie ihr Team wieder auf Hochtouren. Danach machte der MTV den Sack zu. „Bis zum Pokalspiel wollen wir, was das angeht, wieder konstanter werden“, sagt Hübner. Insgesamt ist der Coach mit seiner Mannschaft zufrieden. „Es war eine gute Leistung und wir haben ordentlich gespielt. Wir wussten, dass Ludwigsburg am gleichen Nachmittag verloren hatte. Uns war klar, dass ein Sieg uns auf den vierten Tabellenplatz bringt.“

MTV Stuttgart: Julia Wultschner, Katrin Wultschner, Lara Reckmann, Stefanie Rathfelder, Martina Bulat, Tabea Ritschek, Katrin Hellmann, Sirin Zengin, Marisa Leidel.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Die rasante Aufholjagd reicht am Ende nicht aus

Das Team des MTV Stuttgart muss sich dem USC Heidelberg mit 71:74 geschlagen geben.

Was sie auch tun, der versöhnliche Saisonausklang will einfach nicht gelingen. Die Basketballerinnen des MTV Stuttgart mussten am Samstag eine weitere knappe Niederlage einstecken. Mit 71:74 unterlagen die Regionalligistinnen dem USC Heidelberg. Die Tabellensechsten lieferten sich mit den Stuttgarterinnen eine spannende Partie.

Von Anfang an mussten die Gastgeberinnen einem Rückstand hinterher jagen. Früh erarbeitete sich der USC durch souveräne Angriffe einen kleinen Vorsprung und konnte den MTV über lange Strecken auf Abstand halten. Der MTV sicherte sich durch gute Körbe von Guard Katrin Wultschner und Center Julia Wultschner immer wieder wichtige Punkte, konnte aber einfach nicht vorbeiziehen. „Die Intensität und das Tempo haben wir das ganze Spiel über zwar bestimmt, richtig gut war es aber erst im vierten Viertel“, sagt MTV-Trainer Johannes Hübner. Vor allem bei den Rebounds zeigten sich die Gäste dem MTV überlegen und sicherten sich so häufig den Ball. Mit einem knappen Rückstand von 38:39 aus Stuttgarter Sicht ging es für beide Mannschaften in die Kabine.

In der zweiten Hälfte schraubte der MTV das Tempo noch einmal ordentlich nach oben. Dennoch fand der USC schneller seinen Rhythmus und konnte nach der Pause den Vorsprung weiter ausbauen. Besonders treffsicher waren die Heidelberger bei Freiwürfen. Während Heidelberg zum 52:62 davonzog, blieben die Angriffsversuche der Stuttgarterinnen zunehmend in der guten Verteidigung der Gäste stecken. Erst im letzten Viertel fand der MTV zu seiner Linie. Gute Angriffe, meist vorbereitet von Guards Anna-Maria Stock und Katrin Wultschner, brachten etliche Zähler. In der Verteidigung kämpfte der MTV um jeden Ball. Lohn der Aufholjagd: Der 65:65-Ausgleich. Doch just als es wieder für die Gastgeber rund lief, machten ihnen die Unparteiischen einen Strich durch die Rechnung. Zwei als Fouls bewertete Aktionen brachten dem USC insgesamt vier Freiwürfe ein, die die Gäste auch souverän verwandelten.

„Das war wirklich unglücklich“, sagt Trainer Hübner. „Wir hätten aber viel früher Punkte machen müssen“, betont er. Etwas Positives kann der Trainer dem verlorenen Spiel dann aber doch noch abgewinnen: „Es ist für uns bezeichnend, dass wir uns schon mehrmals in der Saison aus einem großen Rückstand wieder ins Spiel gekämpft haben. Das ist wirklich ein gutes Zeichen und spricht für die Mannschaft.“

MTV Stuttgart: Julia Wultschner, Katrin Wultschner, Anna-Maria Stock, Lara Reckmann, Katrin Hellmann, Martina Bulat, Sirin Zengin, Tabea Ritscheck, Stefanie Rathfelder.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Gerüstet für den Endspurt

Der MTV Stuttgart empfängt den Tabellensechsten USC Heidelberg in der Sporthalle West.

Nach einer durchwachsenen zweiten Saisonhälfte setzen die Basketballerinnen des MTV Stuttgart am kommenden Samstag zum Endspurt an. Noch zwei Spiele stehen auf dem Plan der Regionalliga und im letzten Heimspiel der Saison geht es gegen den Tabellensechsten USC Heidelberg. Die vergangene spielfreie Woche hatte die Mannschaft von Trainer Johannes Hübner gut nutzen können. „Wir haben ordentlich trainiert und die Beteiligung war hoch“, sagt der Coach zufrieden.

„Heidelberg waren nicht einfach als Gegner“, erinnert sich Hübner, der das Hinspiel allerdings vor der Halle hatte verbringenmüssen. Eine Beschwerde beim Offiziellen hatte dem Stuttgarter Trainer einen Hallenverweis eingebracht. „Gewonnen haben wir trotzdem“, sagt Hübner. Dennoch: Heidelberg kann mit einem dynamischen Kader aufwarten und bringt sowohl junge, schnelle Spielerinnen als auch Veteranen aufs Feld. „Mit den schnellen Spielerinnen hatten wir schon Probleme“, räumt Hübner ein. Zwar sind die nächsten Spiele für den Tabellenstand des MTV nicht mehr erheblich, dennoch haben Trainer und Mannschaft Ambitionen. „Wir wollen die Saison mit zwei Siegen beenden“, sagt Hübner. „Auch wenn uns der vierte Tabellenplatz bereits sicher ist.“

Die Strategie dafür steht schon fest: „Wir werden die Basics durchziehen, die wir schon als Grundlage etabliert hatten“, sagt Hübner. „Wir möchten in den letzten zwei Spielen konstant unser Ding machen. Zuvor hatten wir immer Phasen, in denen wir zu viele Punkte kassiert haben. Das müssen wir jetzt einstellen und zeigen, dass wir das noch können.“

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Die Liga dient als Trainingslager für die Pokalspiele

Die Stuttgarterinnen gastieren zum vorletzten Auswärtsspiel der Runde in Freiburg. 

Nach ihrem kurzen Tief scheinen die Basketballerinnen des MTV Stuttgart wieder auf Kurs. Mit 86:46 besiegten sie am vergangenen Wochenende die KuSG Leimen. Nach zwei unglücklichen Niederlagen eine höchst willkommene Abwechslung. Am Sonntagnachmittag wird es jedoch noch einmal schwer für die Stuttgarterinnen. Der MTV gastiert beim USC Freiburg II. Die Kaderschmiede der ersten Bundesligamannschaft des Vereins zählt zu den besten Mannschaften der Regionalliga und hat durchaus noch Chancen auf den Meistertitel.

Dennoch unterlagen die Freiburger dem MTV in der Hinrunde. „In Freiburg zu spielen, ist immer schwer“, gibt MTV-Trainer Johannes Hübner zu bedenken. „Es ist eine sehr weite Strecke zu fahren, und auf uns wartet dort ein ausgeruhter Gegner.“ Für Hübner liegen die Vorteile beim USC. „Die haben Zugriff auf gute Trainer und ein stabiles Umfeld, um sich zu entwickeln.“ Bisher hatte sich Freiburg als ebenso stark wie konstant erwiesen.

Der MTV hat sich aber auch weitestgehend von seinem Tief erholt. „Wir haben vergangenes Wochenende wieder das umgesetzt, was wir davor gezeigt haben“, sagt Hübner. „Gerade die Basics in Sachen Verteidigung sind wieder drin.“ Der MTV hatte die gesamte Saison über gezeigt, dass er auch die besten Mannschaften in der Liga schlagen kann. Nur an der Konstanz fehlt es den Damen aus Stuttgarts Westen noch etwas. Zwar wird der MTV den vierten Tabellenplatz aus eigener Kraft nicht mehr verlassen können. Dennoch geben sich die Stuttgarterinnen nicht geschlagen. „Wir geben weiter Vollgas, auch wenn die Platzierung etwas in den Hintergrund gerückt ist“, betont Hübner. „Wir haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und den wollen wir bis zum Ende der Saison auch weiter beschreiten.“

Zudem haben die Basketballerinnen vom MTV schon ein Auge auf den nächsten Wettbewerb geworfen. „Wir sehen die Spiele, die noch kommen, als Vorbereitung für den Bezirkspokal. Den haben wir vergangene Saison gewonnen, das wollen wir wieder schaffen“, sagt Hübner. Nach Freiburg fährt der Coach mit dem gesamten Kader. „Stand jetzt sind alle gesund und fit.“

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Der MTV findet wieder zu alter Stärke zurück

Die Stuttgarterinnen haben zu Hause beim 86:46-Erfolg gegen die KuSG Leimen keine Probleme.

Das Gesicht von Trainer Johannes Hübner sprach nach dem Schlusspfiff Bände: 86:46 stand es da auf der Anzeigentafel für seinen MTV Stuttgart, der in der Regionalliga die KuSG Leimen in allen vier Vierteln deutlich in ihre Schranken gewiesen hatte. Gerade wegen dieses Sieges und natürlich auch aufgrund seiner Deutlichkeit war Erleichterung in den Zügen von Hübner zu lesen. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie und den teilweise nur unzureichenden Leistungen brannte seine Mannschaft am Samstagabend in der Sporthalle West mal wieder ein Offensivfeuerwerk ab, gegen das nur wenige Mannschaften der Liga Bestand gehabt hätten.

„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team heute, gerade auch deshalb, weil wir nur wenig Aktionen des Gegner zugelassen haben“, sagt der MTV-Coach nach der Partie. Nicht nur in der Offensive überzeugten die Stuttgarter Basketballerinnen nämlich, sondern auch in der Verteidigungsarbeit: Über die volle Spielzeit stand der MTV kompakt und bot der KuSG nur wenig Raum. Lediglich acht Punkte gelangen so den Gästen aus der Kurpfalz im ersten Viertel, zur Halbzeit stand es bereits 53:19 für den MTV. „Es war ein wirklich gutes Spiel mit der richtigen Intensität“, befand Hübner am Ende, wusste aber auch, dass Leimen erschreckend schwach aufgetreten war. Nur wenig lief zusammen bei dem Abstiegskandidaten aus der Nähe von Heidelberg, der in dieser Saison bislang überhaupt nur vier Siege verbuchen konnte.

Den Stuttgarterinnen fiel es folglich leicht, nach konsequentem Spielaufbau zu Abschlüssen in Serie zu kommen und etwas für das eigene Ballverhältnis zu tun. Zwölf Siege aus 17 Spielen stehen für den MTV nunmehr zu Buche, aktuell bedeutet das noch immer den vierten Tabellenplatz. Der Dritte PS Karlsruhe ist mit zwei Punkten Vorsprung jedoch absolut in Reichweite, auch wenn die Karlsruherinnen ein Spiel weniger auf dem Konto haben. „Wir haben nach zwei Niederlagen endlich mal wieder ein gutes Spiel gemacht, das ist das wichtige dabei“, sagte Hübner mit Blick auf die Tabelle und fügte an: „Vor allem haben wir als Mannschaft wieder zusammengearbeitet. Das hat uns stark gemacht.“

Tatsächlich lag darin der deutliche 86:46-Erfolg gegen die Gäste aus Leimen begründet: Agierten die Damen des MTV in den vergangenen Wochen gerade im Zusammenspiel von Offensive und Defensive noch etwas hölzern, entstand gegen die KuSG Leimen in der heimischen Halle West nun ein beständiger Spielfluss. Immer wieder kamen die Stuttgarterinnen so zu wirkungsvollen Angriffen, denen die Gäste nur selten etwas entgegensetzen konnten. Schlussendlich war deutlich zu spüren, dass der MTV verdientermaßen im oberen Tabellendrittel – und Leimen eben doch etwas abgeschlagen am Tabellenende steht. „Aber auch so ein Spiel muss man erst einmal gewinnen“, sagte Hübner abschließend. „Und wir haben das sehr gut gemacht. Das ist eine Leistung, auf die wir stolz sein können.“

Jan Ehrhardt (Nordrundschau)

Die MTV-Strategie: Linie finden

Die Stuttgarterinnen empfangen die KuSG Leimen zum vorletzten Heimspiel der Saison.

Nach zwei Niederlagen in Folge ist es nun Zeit für die Basketballerinnen des MTV Stuttgart, sich wieder aufzurappeln. Am Samstagabend treffen die Spielerinnen von Coach Johannes Hübner in der heimischen Sporthalle West auf den Regionalligazehnten KuSG Leimen. Doch trotz der vergleichsweise schlechten Tabellenposition des Gegner ist Vorsicht geboten. Das Hinspiel konnte der MTV nur knapp für sich entscheiden. Und in den vergangenen Jahren war Leimen immer vorne dabei gewesen. „Ich glaube, sie stehen aktuell schlechter da, als sie sind“, sagt Hübner.

Dennoch liegt der Fokus am kommenden Wochenende nicht auf dem Gegner. „Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren, um unsere Linie zu finden“, sagt Hübner. Gerade die zweite Hälfte des Spiels gegen den SV Böblingen gibt die Richtung vor. „Wir wollen genauso intensiv spielen wie in Böblingen. Zwar haben wir da verloren, aber die zweite Hälfte war wirklich gut.“ Vor allem in der Defensive muss sich beim MTV einiges tun. „Wir haben viele Eins-gegen-eins-Situationen verloren, schalten nicht schnell genug um und helfen uns zu spät gegenseitig aus“, so die Einschätzung des Trainers. „Das sind alles Basics, die wir eigentlich problemlos abrufen können.“ Nun gelte für die Mannschaft, diese elementaren Tugenden auch wieder auf dem Feld zu zeigen.

Allgemein betrachtet, sieht es für den MTV aber nicht so schlecht aus, wie die Situation vermuten lässt. In der vergangenen Saison hatten sich die Stuttgarterinnen um diese Zeit kurz vor dem Abstieg gesehen. Da war es noch darum gegangen, Spiele zu gewinnen, um nicht weiter abzurutschen. „Bis auf die vergangenen zwei Spiele können wir wirklich zufrieden sein“, bestätigt der Coach. „Wir haben uns ungefähr dahin entwickelt, wo wir auch hin wollten.“ Dennoch sieht Hübner Luft für mehr. „Wir dürfen nicht zufrieden sein. Wir wollen wieder Spiele gewinnen, um die Saison mit einem guten Gefühl abzuschließen.“ Verzichten muss Hübner am kommenden Wochenende auf die Guards Katrin Hellmann und Lara Reckmann, beide sind aus persönlichen Gründen verhindert.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)