Pleite statt Pflichtaufgabe: MTV patzt in Kronberg

Gegen den Abstiegskandidaten aus Hessen verspielen die Stuttgarter eine 25-Punkte-Führung.

Torsten Böhringer war überaus bedient, als die Schlusssirene erklang. Zu viel Stückwerk hatte der Trainer des MTV Stuttgart soeben gesehen, was ihn ein wenig ratlos hinterließ. 62:78 (27:46) hieß es am Ende aus Sicht des Stuttgarter Basketball-Regionalligisten nach der Partie beim MTV Kronberg – eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller, die nur Tage zuvor noch als Schlüsselaufgabe eingestuft wurde, um endlich wieder Anschluss an die Spitzengruppe zu erlangen.
„Katastrophal“ und „unterirdisch“ – das waren die Worte, die Böhringer nach dieser Vorstellung durchaus bewusst in den Mund nahm. Schließlich hatte sein Team zwischenzeitlich sogar mit 25 Punkten zurückgelegen. In Führung lagen die Stuttgarter während der kompletten 40 Minuten kein einziges Mal. „Das war heute eine Klatsche“, konstatierte Böhringer, der anfügte: „und ein Rückschlag für uns.“ Dass in Cyril da Silva und Nick Mosley ausgerechnet die zwei wichtigsten Spieler der Mannschaft kurzfristig ausfielen, wollte der 33-Jährige nicht als alleinigen Grund für die Niederlage festmachen. „Wir haben einfach zu schlecht verteidigt“, so Böhringer. Weshalb die Gastgeber aus Kronberg oft zu freien Wurfversuchen kamen. Über 50 Prozent aller Mittel- und Nahdistanzwürfe trafen die Hessen. Bei den Dreierversuchen war die Bilanz nahezu ebenso gut. Vor allem der erst vor kurzem verpflichtete Felix Hecker trumpfte beim MTV Kronberg mit 29 Punkten ordentlich auf.
Dennoch war sich Böhringer auch über das Fehlen seiner Schlüsselspieler bewusst – vor allem Nick Mosley, der sich am Spieltag mit einer Schüttelfrost herumplagte (Diagnose ausstehend), vermisste der MTV-Trainer schmerzlich. „So ist es einfach ein anderes Spiel. Das macht schon viel aus“, beklagte Böhringer das Fehlen seines Topscorers. Jetzt müsse man hoffen, dass er nur etwas Schlechtes gegessen habe, so der Coach. Denn mit fünf Niederlagen aus den vergangenen sieben Spielen und dem bis zur Winterpause noch so schweren Restprogramm wird der MTV die Dienste seines besten Spielers noch dringend brauchen, will er nicht noch weiter nach unten abrutschen. Aktuell stehen die Stuttgarter mit einer ausgeglichenen Bilanz noch einigermaßen solide da. Doch der Abstand auf den Tabellenletzten ist durch die Niederlage in Kronberg auf nur noch vier Punkte geschrumpft.
MTV Stuttgart: Milos Mandic (7 Punkte), Jonas Leidel (22), Alexander Komitakis (8), Fekremariam Abraha (5), Christopher Ley (2), Rafail Kaltzidis (9), Jose Angel Tejada-Munoz (9).

(Stuttgarter Zeitung, Simon Valachovic)

Kletterpartie aus dem Tal der Tränen

Obwohl gleich drei Leistungsträgerinnen fehlen, überzeugt der MTV beim USC Heidelberg II.

Die Basketballerinnen des MTV Stuttgart haben die Niederlage gegen die PS Karlsruhe Lions am vergangenen Wochenende gut weggesteckt. Denn am Sonntag konnte das Regionalligateam aus der Landeshauptstadt beim USV Heidelberg II wieder Punkte sammeln. Und dies, obwohl Trainer Sebastian Rohrbach mit nur acht Spielerinnen die Reise in die Universitätsstadt antreten musste. In Vera Genten, Birte Bencker und Tabea Ritschek fehlten dem Übungsleiter zudem drei Leistungsträger. Dennoch besiegten die Stuttgarterinnen ihre Gastgeber überraschend deutlich mit 70:47 und rangieren nun auf Tabellenplatz sechs.
Mit starker Offense startete der MTV in die Partie und konnte sich früh einen Vorsprung erkämpfen. Heidelberg setzte im ersten Viertel auf eine klassische Manndeckung, die sich allerdings nicht bewähren sollte. Die Gäste aus Stuttgart führten am Ende der ersten zehn Spielminuten bereits mit 17:10. Doch so einfach wollte sich die USC-Reserve nicht geschlagen geben. Die Umstellung der Heidelbergerinnen auf Zonenverteidigung brachte den MTV in Schwierigkeiten. Zwar hielt die Defense der Stuttgarterinnen, doch offensiv gab es für Rohrbachs Team geraume Zeit nichts mehr zu holen. War es zunächst nur die gute Deckungsarbeit, mit der sich die Stuttgarterinnen im Spiel hielten, änderte sich im letzten Viertel das Bild. Denn dort drehte der MTV dann noch einmal richtig auf. Die gute Physis der Stuttgarterinnen erlaubte eine druckvolle Verteidigung über das ganze Feld. Die Gäste erspielte sich so durch Turnover immer mehr Chancen, die dann auch Früchte trugen. Mit dem dadurch wachsenden Selbstbewusstsein versuchten die Stuttgarterinnen auch schwierigere Würfe von außen. Das zahlte sich aus. Katrin Hellmann versenkte vier Dreier, und auch erst die fünfzehnjährige Clara Gausepohl traf zweimal aus der Distanz. Mit der Schlusssirene landete der letzte Drei-Punkte-Wurf von Gausepohl im Ring.
„Es war schön und wichtig, dieses Spiel trotz des Fehlens einiger unserer Leistungsträger zu gewinnen“, sagt ein stolzer Trainer Sebastian Rohrbach. „Die acht Spielerinnen haben die Aufgabe angenommen und sie mit Bravour gemeistert. Es war eine tolle Teamleistung und jeder hat seinen Beitrag geleistet.“ Auch eine technische Verbesserung konnte der Coach feststellen: „Unsere Rebounds waren viel besser wie in den vergangenen Partien.“
MTV Stuttgart: Clara Gausepohl, Katrin Hellmann, Lara Reckmann, Lena Dinklage, Sophie Rebmann, Amelie Rebmann, Martina Bulat, Luisa Marx.

(Stuttgarter Zeitung, Thomas Weingärtner)

Neue Saison – erfolgreicher Saisonauftakt

Neue Saison – erfolgreicher Saisonauftakt

Viel Bewegung in den Jugendteams – Jahrgänge rücken auf, neue Kinder und Jugendliche kommen zu uns, auch Abgänge gibt es. Neue Trainer sind am Start. Die jungen Teams U10-U14 stehen in der Qualifikationsrunde.

Im weiblichen Bereich geht eine U18w an den Start. Die Lücke zu den Damenteams beginnt sich zu schließen. Unsere U16w versucht mit einem sehr jungen Team, den Meistertitel in der Landesliga zu verteidigen. In der U14w kooperieren wir mit dem BBC Stuttgart, nachdem es gleich vier unserer Mädchen dieser Altersklasse es in das RegioTeam Stuttgart BA7 geschafft haben und dort um den Titel in Baden-Württemberg mitspielen. Unsere U12w (Bild) hat sich für die Landesliga qualifiziert. Zudem möchten wir erstmals eine U10w zusammenstellen. Dafür werden noch Mädchen der Jahrgänge 2009 und 2010 gesucht!

Bei den Jungs galt es die Kooperation S.E.K. (wir kooperieren mit BVH Esslingen und dem VfL Kirchheim) zu installieren. Gemeinsam stellen wir Teams in der U14 und U16 Oberliga. Ziel ist, Talenten eine nachhaltige Perspektive im Leistungsbereich zu bieten. Unsere Teams bilden den Unterbau und Einstieg. Die U10 profitiert von zahlreichen Zugängen aus unseren gut besuchten Schul-AG’s. Eine Saison in der Landesliga ist so gut wie sicher. Der U12m steht eine herausfordernde Saison in einer bärenstarken Landesliga bevor und schlägt sich bisher wacker. Die U14m will in die Landesliga, ist jedoch von Ergebnissen der Konkurrenten abhängig. U16m und U18m starten in der Landesliga. Auch hier ist das Ziel, mittelfristig Spieler in den Seniorenbereich zu integrieren.

Mittels unserer Kooperationen RegioTeam Stuttgart BA7 und S.E.K. kann Talenten eine hochwertige und anspruchsvolle Trainingsbetreuung anbieten und ihnen die nötige Weiterentwicklung und Förderung ermöglichen. Trainingseinheiten finden – auch aufgrund begrenzter Hallenkapazitäten – an mehreren Standorten statt. Optimismus ist für die kommende Saison angesagt.

 

Endlich wieder Heimatgefühl: MTV kriegt die Kurve

Die Stuttgarter besiegen bei ihrem ersten Saisonauftritt in der Sporthalle West die Crailsheim Merlins 2.

Der MTV Stuttgart ist zurück in der Erfolgsspur. Nach zuletzt vier Niederlagen aus fünf Spielen hat der Basketball-Regionalligist gegen die Reservemannschaft der Crailsheim Merlins einen deutlichen Sieg eingefahren. 89:71 (54:38) stand nach dem Ertönen der Schlusssirene auf der Anzeigetafel der Sporthalle West, in der die Stuttgarter nach der fertiggestellten Sanierung des Hallenbodens zum ersten Mal in dieser Saison wieder antreten durften. „Das war ein super Gefühl für uns, endlich wieder zu Hause zu spielen“, sagte der sichtlich erfreute MTV-Trainer Torsten Böhringer zu einer Partie, welche die Stuttgarter nahezu durchgehend dominierten.
Durch einen 10:2-Lauf kurz vor der Halbzeit zog der MTV relativ früh davon. Zwischenzeitlich lagen die Stuttgarter mit 18 Punkten vorn (48:30) und gerieten anschließend kein einziges Mal mehr in Rückstand – auch wenn es Mitte des dritten Viertels noch einmal brenzlig wurde, als die Crailsheimer plötzlich wieder auf zwei Punkte herangekommen waren (63:61). „Da sind wir kurz eingebrochen“, gestand Böhringer. Im Vergleich zu den vergangenen Wochen, als der MTV in Spielen wie gegen die Saarlouis Sunkings eine komfortable Führung noch komplett aus den Händen gegeben hatte, hat sich das Team dieses Mal aber aufgerafft. „Das war extrem wichtig“ betonte der 33-Jährige, der sich in dieser engen Phase vor allem auf zwei seiner erfahrensten Spieler verlassen konnte.
Forward Nick Mosley erwischte wie so oft schon in dieser Saison einen überragenden Tag. 35 Punkte gelangen dem MTV-Hünen. Dazu reboundete der US-Amerikaner überwältigende zwölf Mal und war für sechs Steals verantwortlich. Und auch Aufbauspieler Cyril da Silva, der zuletzt lange krankheitsbedingt gefehlt hatte, zeigte sich wieder in Form – 18 Punkte warf der Franzose, dazu legte er vier weitere Körbe auf. „Beide haben sehr gut gespielt“, lobte Böhringer den Auftritt seines Top-Duos. Allerdings gab es in Rafail Kaltzidis noch einen dritten Spieler, der durch acht Vorlagen überaus positiv hervorstach.
„Das war eine extrem gute Leistung“, sagte Böhringer, der letztlich aber trotz dieses überzeugenden Auftritts seiner Mannschaft nicht gänzlich fröhlich wirkte. „Um zufrieden zu sein, hätten wir in den letzten Wochen mehr Partien gewinnen müssen“, sagte der MTV-Trainer. Aktuell stehen die Stuttgarter mit Tabellenrang sechs im gesicherten Mittelfeld. Und da, so Böhringer, sei schließlich noch Luft nach oben.
MTV Stuttgart: Nickolas O’Brian Mosley (35 Punkte), Jovan Vukovic, Milos Mandic (13), Jonas Leidel (6), Alexander Komitakis (4), Fekremariam Abraha (2), Christopher Ley (4), Andreas Nicklaus, Rafail Kaltzidis (7), Cyril Antoine da Silva (18).

(Stuttgarter Zeitung, Simon Valachovic)

Verletzungspech und vergeblicher Kampf

Erst verliert der MTV Aufbauspielerin Bencker, dann die Partie gegen Karlsruhe.

Vorbei ist die kurze Siegesserie der Basketballerinnen vom MTV Stuttgart. Am Samstag unterlag die Regionalligamannschaft von Trainer Sebastian Rohrbach ihren Gästen von den PS Karlsruhe Lions mit 57:78. Damit rutscht der MTV wieder auf den achten Tabellenplatz. Trotz der verschlechterten Situation im Klassement stehen den Stuttgarterinnen noch alle Chancen offen. Vor allem das Mittelfeld der aktuell heiß umkämpften Liga liegt noch immer dicht beieinander. Den neunten und den zweiten Tabellenplatz trennen gerade einmal zwei Punkte, für den MTV ist also vor der Winterpause noch einiges möglich.
Beide Mannschaften starteten am Samstagabend auf Augenhöhe. Der MTV hatte sich für die Partie mit Guard Anna-Maria Stock aus der zweiten Mannschaft verstärkt und konnte zu Beginn durchaus mit den Favoriten mithalten. Und das, obwohl dem MTV zu Beginn der Partie gleich vier Leistungsträgerinnen fehlten. Lara Reckmann hatte aus beruflichen Gründen nicht am Spiel teilnehmen können, während Tabea Ritschek und Amelie Rebmann verletzungsbedingt aussetzen mussten. Vera Genten war am Spieltag aus privaten Gründen verhindert und so lief der MTV nur mit einer Rumpfbesetzung auf. Dennoch zeigten die Gastgeberinnen bis zur letzten Minute überragenden Kampfgeist. Nur langsam konnten sich die Lions einen Vorsprung erarbeiten mit 28:44 aus Stuttgarter Sicht ging es für die beiden Mannschaften in die Kabine. Auch im dritten Viertel gelang es den Gästen nicht, sich entscheidend abzusetzen. Erst mit dem Ausfall von Aufbauspielerin Birte Bencker wegen einer Kopfverletzung konnte die Gäste dem erbittert kämpfenden MTV davonziehen.
„Die Spielerinnen haben trotz der schwierigen Situation wirklich alles gegeben“, lobt Trainer Sebastian Rohrbach. „Karlsruhe war super gut eingespielt, wie ein Uhrwerk. Aber es gibt ja auch noch ein Rückspiel, da werden die Karten neu gemischt“, betont der Übungsleiter.
MTV Stuttgart: Birte Bencker (13 Punkte), Martina Bulat (2), Lena Dinklage (3), Clara Gausepohl (4), Katrin Hellmann (14), Luisa Marx (4), Sophie Rebmann (4), Anna-Maria Stock (13).

(Stuttgarter Zeitung)

Im Turbo-Tempo zum Derbysieg

Der MTV profitiert in der Partie beim SV Möhringen von seinem schnellen Spiel.

Für eine positive Überraschung sorgten die Regionalliga-Basketballerinnen des MTV Stuttgart am Samstag. Mit 75:63 besiegte die Mannschaft von Trainer Sebastian Rohrbach ihren Gastgeber vom SV Möhringen – und das, obwohl der etatmäßige Trainer aus persönlichen Gründen gar nicht beim Spiel dabei sein konnte. Assistenztrainer Zlatko Nikolic hatte kurzfristig das Ruder beim MTV übernommen – und die Mannschaft lief zu Hochform auf. Damit erobert sich der MTV den sechsten Tabellenplatz und ist vorerst sicher vor dem Abstiegskampf.
In den ersten Spielminuten legte der MTV ein hohes Tempo vor. Eine starke Defense und der schnelle Spielaufbau überraschten die Möhringerinnen sichtlich. Während die Gastgeber noch versuchten, ins Spiel zu kommen, brachte der MTV die ersten Punkte auf die Tafel. Schnell führten die Gäste mit 10:4. Aber langsam fand der SV Möhringen zu gewohnter Form. Geschickt aufgebaute Angriffe und eine solide Verteidigung eröffnetem dem SV dann doch die nötigen Möglichkeiten. Der durch den starken Start in die Partie erarbeitete Vorsprung des MTV begann sichtlich zu schmelzen. Im zweiten Viertel glichen die Möhringerinnen nicht nur aus, sondern zogen zum 17:26 aus MTV-Sicht vorbei. Doch auch die Gäste behielten die Nerven. Wieder waren es das hohe Tempo und der sichere Spielaufbau, welche die gewünschten Erfolge brachten. Hinzu kam die herausragende Treffsicherheit des MTV. Insgesamt fünf Drei-Punkte-Würfe versenkten die Gäste in der ersten Halbzeit und rissen so das Spiel wieder an sich. Mit einer knappen 35:32-Führung des MTV ging es für beide Mannschaften in die Kabine. Auch in der zweiten Halbzeit starteten die Gäste mit viel Druck und einer schnellen Offense. Diesmal konnten die Gastgeber den Vorsprung nicht mehr ausgleichen. Nach einem souverän absolvierten letzten Viertel sicherten sich der MTV den wichtigen Sieg.
„Wir haben durch unser schnelles Spiel früh einen Vorteil gehabt“, sagt Shooting Guard und Abteilungsleiterin Lara Reckmann. „Das haben wir auch in der vergangenen Woche trainiert und konnten den Plan wirklich gut umsetzen.“ Die gute Defense und vor allem die Treffsicherheit bei Dreiern sind für die Team-Kapitänin ein weiterer Faktor. „Es war eine gute Teamleistung. Trotzdem müssen wir unter anderem noch an der Kommunikation in der Defense arbeiten.“
MTV Stuttgart: Katrin Hellmann, Clara Gausepohl, Lara Reckmann, Sophie Rebmann, Luisa Marx, Vera Genten, Birte Bencker, Amelie Rebmann, Martina Bulat, Tabea Ritschek.

(Stuttgarter Zeitung, Thomas Weingärtner)