Bezirks-Pokalfinale UND große Spendenaktion für Mićo!

Bezirks-Pokalfinale UND große Spendenaktion für Mićo!

Spannender Basketball sehen und Gutes tun – am Samstag, den 25.05.2019, findet bei uns das Bezirks-Pokalfinale statt:

Frauenfinale: PKF Titans Stuttgart (LL) vs. TSG Schwäbisch Hall (LL)
Männerfinale: TG Nürtingen 1 (LL) vs. MTV Stuttgart 2 (LL)

Wann? Das Frauenfinale startet um 16.00 Uhr, das Herrenfinale um 18.00 Uhr.

Wo? Halle-West, Bebelstrasse 24, 70193 Stuttgart

Alle Erlöse des Turniers gehen in die Aktion!

Eintritt nur 2€  !
Essen und Getränke bieten wir an und der Erlös geht auch in die Aktion!

Warum? Mićo war 23, als er seinen ersten Schlaganfall hatte. Mit 32 folgte der zweite und vor 2014 der dritte, der so schwer war, dass er seitdem schwerbehindert ist. Sprechen, selbständig essen oder trinken, laufen: Das alles geht seitdem nicht mehr. Pflegegrad 5 von 5. Erfahrt unter folgendem Link mehr zu der Aktion und wir – vor allem aber Mićo und seine Familie – würden uns riesig über eine kleine Spende freuen, um ihm das Leben zu erleichtern!

Mehr dazu: https://www.leetchi.com/de/c/lPyaYWxw

Vielen DUNK im Namen der Freunde und ehemaligen Mitspieler für jede kleine und große Spende!

Zwei Neue und die alte Leier

Der MTV ergänzt seinen Kader, kassiert aber eine weitere Niederlage.

Zu erwarten war das Ergebnis schon: Am Sonntag mussten die Basketballerinnen des MTV Stuttgart eine weitere Pleite – die neunte in der aktuellen Saison – einstecken. Die Mannschaft der Trainer Sebastian Rohrbach und Zlatko Nikolic gastierte bei den PS Karlsruhe Lions und verlor dort mit 40:67. Damit findet sich der MTV auf dem siebten Platz im aktuellen Regionalliga-Klassement wieder.

Die Niederlage hatte sich bereits in der vergangenen Trainingswoche angekündigt. Der MTV musste beim Spiel am Wochenende auf gleich fünf Spielerinnen verzichten. Lara Reckmann, Birte Bencker, Amelie Rebmann und Clara Gausepohl konnten aus beruflichen und persönlichen Gründen nicht an der Partie in Karlsruhe teilnehmen. Auch Neuzugang Hannah Schwan war nicht in der Lage, bei der Begegnung anwesend zu sein.

Dem MTV-Trainerduo blieb nichts anderes übrig, als – wieder einmal – zu improvisieren. In Sirin Zengin und Marisa Leidel aus der zweiten Mannschaft konnte der MTV auf zwei erfahrene Regionalliga-Spielerinnen der vergangenen Spielzeit zurückgreifen. Die Liste der Ersatzfrauen vervollständigte Malou Skiera, ebenfalls aus der zweiten Mannschaft. Ein zweiter Neuzugang in Form von Flügelspielerin Michelle Ponty füllte den Kader auf. Sie feierte gegen die PS Karlsruhe Lions zudem ihr Debüt beim MTV Stuttgart.

Spielerisch konnten die Stuttgarterinnen am Sonntagnachmittag durchaus mithalten. Wieder einmal war es vor allem die Trefferquote, welche dem MTV einen Strich durch die Rechnung machte. Aufbau und Konter brachten den Gegner zwar immer wieder in die Bredouille, doch der Abschluss wollte oftmals einfach nicht gelingen. „Unsere Ausfälle waren ganz schwer zu kompensieren“, kommentiert MTV-Trainer Sebastian Rohrbach. Immerhin sorgen die beiden Neuzugänge Ponty und Schwan für etwas mehr Tiefe im Kader. „Sie müssen sich noch in die Mannschaft einfinden, sind aber eine gute Ergänzung für uns“, betont Rohrbach.

MTV Stuttgart: : Martina Bulat (2 Punkte), Lena Dinklage (3), Vera Genten (14), Katrin Hellmann (4), Marisa Leidel, Michelle Ponty (5), Sophie Rebmann (10), Malou Skiera (2), Sirin Zengin.

Thomas Weingärtner (Nordrundschau)

Not-Aufgebot kommt böse unter die Räder

Der mit nur sechs etatmäßigen Spielerin angetretene MTV ergibt sich in Saarlouis seinem Schicksal. 

Ein Blick auf den Spielberichtsbogen reichte, um die deutliche 68:92 -Pleite des MTV Stuttgart im Regionalligaspiel bei den Saarlouis Sunkings zu erklären. Acht gemeldete Spieler waren auf dem Papier festgehalten – was an sich nicht schlecht ist, schließlich kann man mit drei Auswechselspielern durchaus etwas anfangen und solide durchrotieren. Doch befand sich unter den drei Reservisten auch MTV-Trainer Torsten Böhringer, der, wenn überhaupt, nur noch punktuell und dann in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt. In Guard Jovan Vukovic reiste zudem ein Jugendspieler mit, der eigentlich noch keine Einsatzzeiten beim Basketball-Regionalligisten bekommt.

Lediglich sechs Akteure, die regelmäßig für den Kader der Stuttgarter vorhergesehen sind, standen zur Verfügung, fünf Spieler fehlten dem MTV. Aufbauspieler Fekre Abraha meldete sich kurzfristig krank ab, Center Andreas Nicklaus kam für den Zweitligisten Kirchheim Knights zum Einsatz. Rafail Kaltzidis (Guard) musste sich der schon länger geplanten Operation am Kiefer unterziehen, der flexibel einsetzbare Christian Gundlach fehlte aus familiären Gründen. Und auch Distanzschütze Cyril da Silva musste kurzfristig aufgrund eines seiner Trainingscamps passen.

Ein immenser personeller Aderlass, der für den MTV Stuttgart nicht zu kompensieren war. Von Beginn an war der MTV chancenlos und blieb über die gesamte Partie hinweg ohne eine einzige Führung. Die Folge: Ein Start-Ziel-Sieg für Saarlouis, die dritte Niederlage in Serie für den MTV, der auf Tabellenrang acht rutscht. „Die fehlende Breite im Kader hat man uns angemerkt“, sagt Böhringer. Dazu hätten die üblichen Leistungsträger nicht die gewohnte Leistung gebracht, um so ein Spiel zu gewinnen. Womit er auch Kapitän Jonas Leidel ansprach, der ohne Punkterfolg blieb.

Generell, so Böhringer, habe er nicht das Gefühl gehabt, dass jeder mit der richtigen Einstellung in das Spiel gegangen sei. „Ein Spiel abzuschenken, nur weil dir Spieler fehlen, das geht nicht“, monierte der 33-Jährige. Was also blieb vom völlig missratenen Gastspiel im Saarland? „Eine unschöne Angelegenheit“ und „300 verschwendete Kilometer“, wie der Stuttgarter Trainer befand. Nur eine Sache stimmte den Coach doch noch ein wenig heiter. „Immerhin bin ich um einen Einsatz herumgekommen“, scherzte Böhringer. Ansonsten gab es für den MTV am Samstagabend nicht viel zu lachen.

MTV Stuttgart: Nickolas O’Brian Mosley (22 Punkte), Marco Schlafke (19), Jovan Vukovic (3), Milos Mandic (8), Jonas Leidel, Alexander Komitakis (5), Torsten Böhringer, Jose Angel Tejada-Munoz (11).

Simon Valachovic (Nordrundschau)

Fünf von elf punkten zweistellig

Beim Sieg der Stuttgarter über Karlsruhe kommen vor allem ein Talent und ein Routinier ins Rollen. 

Noch sieben Minuten im letzten Viertel waren zu spielen, da bekam Fekre Abraha den Ball. Und der wuselige Aufbauspieler fackelte nicht lange. Abseits der Dreierlinie nahm der 19-Jährige einen riskanten Wurf. Dass das Spielgerät anschließend durch das Netz rauschte und drei Punkte einbrachte, freute Torsten Böhringer, Trainer des MTV Stuttgart, gleich mehrfach. Denn zum einen war der Treffer der Startschuss in eine starke Schlussphase, die letztlich zu einem knappen 91:88-Sieg gegen die Arvato College Wizards aus Karlsruhe führte. Zum anderen aber stand dieser verwandelte Wurf auch symbolisch für die erste wirklich überzeugende Leistung des jungen Aufbauspielers in der 1. Regionalliga.

„Mit 10 Punkten hat er heute eine Benchmark gesetzt“, lobte Böhringer die Leistung des Kooperationsspielers von den Kirchheim Knights, der zum ersten Mal in dieser Saison knapp 20 Minuten Einsatzzeit zugesprochen bekam. Aber auch Kapitän Jonas Leidel konnte mit 23 Punkten erstmals in dieser Spielzeit so richtig überzeugen. „Endlich“, freute sich Böhringer lachend über den Auftritt des Forwards, der insgesamt acht seiner zehn Versuche aus der Zone verwandelte und die Mannschaft so immer wieder im Spiel hielt.

Generell kamen insgesamt fünf Akteure auf einen zweistelligen Punktewert – für den MTV in dieser Saison die bisherige Bestmarke. Schließlich lief ansonsten das Spiel zumeist über den formstarken Forward Nick Mosley. „Das war ein wichtiger Faktor für den Sieg“, betonte Böhringer, der vor allem mit der Defensivleistung sehr zufrieden war – ganz im Gegensatz noch zur Vorwoche beim TV Langen, als der 33-Jährige die fehlende Rebound-Arbeit bemängelte und ob des Abwehrverhaltens seiner Teamkollegen sichtlich verärgert war. Gegen Karlsruhe folgte nun die Reaktion der Mannschaft. Durch aggressives Verteidigen zwangen die Stuttgarter die Gäste zu insgesamt 23 Turnovern, was der Schlüssel zum Sieg war. „Das war entscheidend für uns“, sagte Böhringer, dessen Mannschaft hingegen lediglich neun Mal den Ball verlor. Denn so konnte der MTV Stuttgart nach einfachen Ballverlusten des Gegners den Raum nutzen und immer wieder simple Punkte nach Gegenstößen erzielen.

Vorwiegend gelang das allerdings erst ab dem dritten Viertel so richtig. Denn kurz vor dem Ertönen der Halbzeitsirene lagen die Stuttgarter noch mit neun Punkten zurück. Als der MTV dann zu seinen zahlreichen Balleroberungen kam, packte ihn zudem das Momentum aus der Distanz. Die Folge: Eine Kehrtwende im Spiel, eingeleitet durch den Dreier von Fekre Abraha sieben Minuten vor Schluss. Danach ließen die Stuttgarter nichts mehr anbrennen.

MTV Stuttgart: Nickolas O’Brian Mosley (21 Punkte), Rafail Kaltzidis, Zagros Norouzian, Milos Mandic (14), Jonas Leidel (23), Alexander Komitakis, Fekremariam Abraha (10), Christopher Ley (6), Jose Angel Tejada-Munoz (17), Cyril da Silva, Andreas Nicklaus.

Simon Valachovic (Nordrundschau)