Herren 1 - Das erste von fünf Endspielen

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Am Samstag begegnen die abstiegsgefährdeten Stuttgarter dem Tabellenschlusslicht Heidelberg/Kirchheim. Von Benjamin Bauer aus der Nord-Rundschau vom 27.2.15.

Die Regionalligisten der Sportgemeinschaft Heidelberg/Kirchheim sind am Samstag gleich zweimal zu Gast in der Bebelstraße – sowohl das Männer- als auch das Damen-Team kommen in die Landeshauptstadt. Für den Herrentrainer Damir Mandir bedeutet das die Möglichkeit zu einer nötigen Revanche – war für ihn doch schon nach der 65:73 Niederlage in der Hinrunde klar gewesen: „Wir hätten dieses Spiel nicht nur gewinnen können, sondern wir hätten es gewinnen müssen.“ Mandir erinnert sich noch gut an das Hinspiel: „Damals ging es los mit der unglücklichen Entwicklung“, sagt er. Diese Entwicklung hat die Stuttgarter bisher auf Rang elf abrutschen lassen. Eine heikle Platzierung, wenn man bedenkt, dass am Saisonende womöglich für drei Teams aus der 1. Regionalliga Südwest der Weg in die nächsttiefere Spielklasse führt. „Wir müssen uns Abstand auf die anderen Mannschaften im Tabellenkeller verschaffen“, mahnt Mandir. Ob das so ganz ins Bewusstsein seiner Spieler vorgedrungen ist, kann Mandir nicht sagen. Anfang der Woche habe es noch gut ausgesehen, im zweiten Training habe die Einstellung schon wieder mehr zu wünschen übrig gelassen. Eine gefährliche Situation – kommen doch die Heidelberger bestimmt mit mindestens genauso viel Motivation in die Sporthalle West. „Die werden alles geben, um nicht zu verlieren“, sagt Mandir voraus. „Da erwarte ich, dass wir auch entschlossen auftreten und uns in unserer Heimhalle Respekt verschaffen. Wir müssen ans Äußerste gehen“, lässt Mandir wissen. Daran denken, was eine Niederlage bedeuten würde, möchte Mandir eigentlich gar nicht. „Dann sieht es schon sehr, sehr finster aus.“ Die SG Heidelberg/Kirchheim holte in 21 Spielen nur acht Punkte und steht mit dem Rücken zur Wand. Das „White Chocolate“ genannte Team von Trainer Michael Herb geht von einem „packenden Duell“ in der Landeshauptstadt aus. Wenn seine Mannschaft ihren Job erledige und hellwach sei, werde man sicherlich nicht mit leeren Händen aus Stuttgart zurückkehren, wird Coach Herb auf der Internetseite der SG zitiert. Dem MTV spielt derweil in die Karten, dass sich Leistungsträger Marco Schlafke mittlerweile gut von seiner Verletzung erholt hat. „Er sah im Training schon wieder richtig gut aus“, erzählt Damir Mandir. „Ich denke, er wird am Freitag auch längere Zeit zum Einsatz kommen.“ Auf Max von Stackelberg hingegen wird Mandir verzichten müssen.

Damen 1 - Ein Spiel im Zeichen der Imagepflege

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Basketball MTV-Coach Peidis erwartet von seinem Team gegen die SG Heidelberg/Kirchheim eine Leistungssteigerung. Von Benjamin Bauer aus der Nord-Rundschau vom 27.2.15.

Hat dem Trainer der Regionalligistinnen aus der Landeshauptstadt, Iakovos Peidis, vergangene Woche noch die schlechte Trainingsqualität Kopfzerbrechen bereitet, ist diese Sorge mittlerweile Zuversicht gewichen: „Wir haben diese Woche wirklich super trainiert und ich blicke optimistisch auf das Spiel gegen die SG Heidelberg/Kirchheim am Samstag“, sagt er. Nachdem seine Truppe im Derby gegen die BSG Basket Ludwigsburg ein Spiel gezeigt hatte, das laut des Coaches eines Titelaspiranten unwürdig war, hätten die Damen für das Heimspiel am Samstag vor allem eines im Sinn: „Wir wollen sozusagen unser Image geraderücken und zeigen, dass wir ein echt gutes Team sind“, erzählt Übungsleiter Peidis. Das zu erreichen sei gar nicht mal so sehr eine Frage von Sieg oder Niederlage, wie Peidis sagt: „Daran denke ich gar nicht so sehr. Mir ist viel wichtiger, dass wir ein gutes und energiereiches Spiel abliefern.“ Im Hinspiel gegen die SG hatte Peidis’ Mannschaft anfangs recht komfortabel geführt, am Ende war es dann aber doch noch einmal eng geworden. „Wir haben damals nicht gut gespielt“, erinnert sich Coach Peidis. „Aber dieses Mal wird es besser werden.“ Anna-Maria Stock wird nicht mit von der Partie sein und auch der Einsatz von Katrin Wultschner ist wegen ihrer Grippe fraglich. Dafür zeichnet sich am Stuttgarter Horizont das Comeback ihrer Schwester ab: „Julia hat am Dienstag zum ersten Mal nach ihrer Verletzung wieder mittrainiert. Gegen Heidelberg wird sie noch nicht zum Einsatz kommen, weil wir sie noch schonen wollen“, sagt Trainer Peidis. „Es wäre nämlich schon super, wenn sie nächstes Wochenende gegen Karlsruhe dabei sein könnte.“ In der jetzigen Situation im Klassement gilt es, Verfolger PS Karlsruhe stets im Blick zu haben, der am Wochenende beim Tabellenschlusslicht ratiopharm akademie Ulm leichtes Spiel haben dürfte. Die Partie am Samstag beginnt um 17.30 Uhr in der Sporthalle West.

Damen 1 - Schlecht gespielt und trotzdem Pflichtsieg eingefahren

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Die Stuttgarterinnen gewinnen das Derby gegen die BSG Ludwigsburg mit 55:50. Von Benjamin Bauer aus der Nord-Rundschau vom 23.2.15.

Als Tabellenführer ging das Regionalligia-Frauenteam des MTV Stuttgart am Samstagabend in das Spiel gegen die BSG Ludwigsburg, als Tabellenführer gingen sie wieder daraus hervor. Viel gefehlt hätte allerdings nicht, dann wäre das Derby gegen ein Debakel geworden. „Wenn ein Außenstehender das Match gesehen hätte und nicht gewusst hätte, dass wir Erster sind, der hätte das nicht geglaubt. Wir haben unser bisher schlechtestes Spiel abgeliefert“, zog Übungsleiter Iakovos Peidis nach dem 55:50-Sieg Bilanz. Der Trainer sah sich bestätigt, dass sich die schlechte Trainingssituation in den vergangenen Wochen gerächt hat. Zusätzlich mussten die Stuttgarterinnen kurzfristig auf Katrin Wultschner verzichten, sie war unerwartet krank geworden. „Das war schon ein richtiges Problem, weil wir so keinen Point Guard hatten, der beim Spielaufbau hätte helfen können“, sagte Coach Peidis. Dafür war Josipa Simic nach ihrer Zahn-Operation wieder fit. Sehr fit sogar: Simic steuerte 17 Punkte bei und war damit die Top-Scorerin des MTV. Dass sie und ihre Kolleginnen trotzdem nicht den besten Tag hatten, offenbarte sich den Zuschauern in der Rundsporthalle direkt nach wenigen Minuten. Zu viele Fehler, zu wenige Treffer – nach dem ersten Viertel lagen die Gäste gegen den Tabellenzehnten mit 12:15 hinten. In der zweiten Periode konnte Peidis’ Mannschaft dann den Rückstand aufholen und bis zur Pause auf 42:29 davonziehen. Doch dieser einem Titelaspiranten würdige Vorsprung schmolz schnell wieder dahin. Im dritten Viertel kamen die Hausherrinnen bis auf 40:49 heran. „In der zweiten Hälfte haben wir insgesamt noch schlechter gespielt als in der ersten“, resümierte MTV-Trainer Peidis, der von seiner Kritik keine seiner Spielerinnen ausnahm. „Und zum Schluss hin lief dann einfach gar nichts mehr.“ In der Tat wurde es in den letzten zehn Minuten noch einmal richtig eng – doch unter anderem durch eine solide Leistung in der Verteidigung konnten sich die Stuttgarterinnen letztlich den Sieg sichern. „Ich bin froh, dass uns das jetzt passiert ist und nicht etwa später, wenn es gegen stärkere Gegner geht“, sagte Trainer Peidis. Der Coach geht davon aus, dass die folgenden Trainings nun wieder besser laufen und auch alle Spielerinnen wieder fit sein werden – mit einer Ausnahme: Julia Wultschner fällt weiterhin aus. „In einem Spiel wie dem gegen die BSG hätte Julia in der Offensive den Unterschied gemacht“, war sich Peidis sicher. Doch es würden wohl noch einige Wochen ins Land gehen, bis sie wieder mittrainieren kann. Der Trainer blickt bereits in die Zukunft – nach dem Heimspiel gegen die SG Heidelberg/Kirchheim kommendes Wochenende geht es für die Stuttgarterinnen zu Verfolger PS Karlsruhe. „In dieser Partie wird entschieden werden, wer Meister wird“, sagt Iakovos Peidis voraus. Die Karlsruherinnen haben nach wie vor nur einen Sieg Rückstand auf den MTV. In so einer Situation müsse sein Team wieder konzentrierter werden. „Wir sind auf der Zielgeraden, uns darf jetzt aber nicht die Puste ausgehen“, fasstePeidis zusammen.

MTV Stuttgart: Martina Bulat (4 Punkte), Pia Callies (4), Carolin Hauber (7), Janine Liebau (2), Stefanie Rathfelder (2), Lara Reckmann (14), Josipa Simic (17), Anna-Maria Stock (5).

Herren 1 - Mandir baut auf eine Mini-Chance

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Am Sonntag spielen die Stuttgarter gegen den Tabellenzweiten wiha Panthers Schwenningen. Von Benjamin Bauer aus der Nord-Rundschau vom 20.2.15.

Gut gekämpft und doch verloren – das war die Bilanz des Stuttgarter Trainers Damir Mandir nach der 67:78-Niederlage gegen den SV 03 Tübingen am vergangenen Samstag. Am Wochenende treffen die Regionalligisten auswärts auf den Tabellenzweiten wiha Panthers Schwenningen – auch bei dieser Partie werden die abstiegsgefährdeten Stuttgarter vollen Einsatz bringen müssen. Doch laut Coach Mandir fällt das derzeit etwas schwer – zumindest, was das Personal angeht. „Bei uns sind viele krank, am Dienstag haben wir nur zu sechst trainiert“, erzählt Mandir. Gleichzeitig arbeite man daran, Ruben Dietze nach seiner langen Verletzungspause wieder zu aktivieren. „Er hat jetzt schon zwei Mal mittrainiert“, verrät Mandir. „Je nachdem, wie es am Freitag im Abschlusstraining läuft, entscheiden wir, ob er am Sonntag zum Einsatz kommt.“ Zwar hat der MTV das Hinspiel gegen die Schwenninger mit 75:84 und damit nur knapp verloren. Doch die Panthers, die einen Sieg weniger als Tabellenführer Elchingen eingefahren haben, sind seit fünf Spielen nicht mehr bezwungen worden. MTV-Coach Mandir ist sich sicher: „Bei den Panthers gibt es nicht einen überragenden Spieler, da gibt es mehrere Profis. Und das macht es für uns natürlich umso unangenehmer.“ Nichtsdestotrotz hat sich der Übungsleiter schon eine Strategie zurechtgelegt: Der Schwachpunkt des Schwenninger Spiels sei die Zonenverteidigung. „Man muss aber realistisch bleiben, das ist nur eine Mini-Chance. Aber wir werden das beste daraus machen.“ Sein Team sei jedenfalls motiviert bis in die Haarspitzen. Allerdings muss der Coach auf Marco Schlafke verzichten.

Damen 1 - Dem Spitzenspiel folgt nun eine Pflichtaufgabe

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Im Derby geht es für die Stuttgarterinnen am Samstag gegen die BSG Basket Ludwigsburg. Von Benjamin Bauer aus der Nord-Rundschau vom 20.2.15.

Nach einem spannenden Spitzenspiel gegen den einstigen Titelaspiranten Grüner Stern Keltern II konnte die Regionalligamannschaft von Trainer Iakovos Peidis am Wochenende ihren mittlerweile 15. Sieg feiern und damit den Verfolger PS Karlsruhe auf Distanz halten. Am Samstag hat Peidis‘ Team die Möglichkeit, ihre Erfolgsserie weiter auszubauen – dann geht es auswärts gegen die auf Rang zehn des Klassements stehende BSG Basket Ludwigsburg. Eigentlich ein Pflichtsieg, doch der Coach mahnt im Vorfeld: „Wir sollten dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen und uns jetzt keinesfalls zurücklehnen. Wir sind noch nicht am Ziel.“ Was Peidis zuvorderst Sorgen bereitet, sind krankheitsbedingte Ausfälle, mit denen sich auch Amtskollege Damir Mandir bei den Herren konfrontiert sieht. „Die Trainings in den vergangenen Wochen waren dementsprechend schlecht, und so was rächt sich“, erzählt der Übungsleiter. Im Hinspiel gegen das Team aus der Barockstadt hatten die Stuttgarterinnen mit einer aggressiven Pressdeckung viele Ballgewinne erzielt und die Partie letztlich mit 76:50 für sich entschieden. Allerdings hatte es ein komplettes Viertel gedauert, bis Peidis‘ Truppe ihren Rhythmus fand. Die Ludwigsburgerinnen haben einen Sieg gegen Tabellenschlusslicht Ulm im Rücken, konnte aber bisher insgesamt nur fünf Mal gewinnen. Linn Schüler und Sara Oszfolk sind zwei Spielerinnen der BSG, die es laut Peidis besonders im Auge zu behalten gilt. Der MTV-Coach Peidis hat jedenfalls schon einen Plan, wie die Ludwigsburgerinnen vermutlich zu knacken sein werden: „Wir müssen das Tempo hoch halten und sie so zu Fehlern zwingen“, verrät er.

Herren 1 - Zu wenig Punkte, zu viele Schnitzer

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Niederlage Nummer vierzehn: der MTV Stuttgart verliert gegen SV 03 Tübingen mit 67:78. Von Benjamin Bauer aus der Nord-Rundschau vom 16.2.15.

Damir Mandir, der Trainer der Regionalliga-Basketballer vom MTV Stuttgart, war nach dem Match gegen den SV 03 Tübingen am Samstag zerknirscht. „Das hätten wir gewinnen können“, sagte er nach der 67:78-Niederlage gegen das Team aus der Studentenstadt. „Wir haben Tübingen aber einfach zu viele zweite Chancen gelassen, indem wir die Offensiv-Rebounds nicht geholt haben“, analysierte Mandir. „Zudem haben wir uns definitiv zu viele kleine Schnitzer erlaubt, die sich dann gerächt haben.“ In diese Kategorie fielen am Samstagabend vor allem einfache Korbleger, die ihr Ziel nicht fanden. Nicht nur Coach Mandir blieb da an der Seitenlinie vor Unglauben der Mund offen stehen. Und vor allem eine Personalie zeigte Wirkung: Ohne den verletzten Marco Schlafke (Sprunggelenk), mussten die Stuttgarter deutlich mehr arbeiten und seine fehlenden Punkte irgendwie wettmachen. „Marco hat uns gefehlt, ganz klar“, betonte Mandir. Gerade zu Beginn des Lokalderbys sorgte vor allem Routinier David Rotim dafür, dass die Hausherren schnell die Führung übernahmen. Nach zehn Minuten stand es 27:16. Ein guter Start, der allerdings kurz darauf schon wieder zunichte gemacht war. „Ich habe David für eine Minute rausgenommen und schon war alles wieder dahin“, sagte Coach Mandir. Mit schnellen Kontererfolgen holten die Tübinger auf und führten zur Halbzeit bereits mit 39:46. Nach der Pause drehten die Gäste dann richtig auf und trafen vor allem aus der Distanz. „Tübingen hatte eine unglaubliche Dreier-Quote“, musste MTV-Coach Mandir anerkennen. In seiner Mannschaft tat sich vor allem Lukas Müller mit Kampfgeist und Einsatzwillen hervor. Doch es half nichts. Die MTV Herren bleiben in dieser Saison offensichtlich vom Pech verfolgt. Dafür freuten sich die mitgereisten Tü- binger Fans umso mehr über den sehenswerten Treffer von Lucas Sipetic: in der letzten Sekunde des dritten Viertels aus der eigenen Hälfte quer über das Feld zum 52:68. Im Schlussviertel boten die Hausherren den Tabellenvierten unter dem eigenen Korb zu viel Raum und Tübingen konnte den 67:78-Sieg am Ende ungefährdet mit nach Hause nehmen. Statt ein wenig Abstand auf die Abstiegsplätze zu erringen, steht das Team von Trainer Mandir wieder gehörig unter Druck.

MTV Stuttgart: Lukas Elosge (4), Rafail Kaltzidis, Max von Stackelberg (7), Christian Gundlach (1), Alexander Komitakis (10), David Rotim (25), Falco Meyer-Hübner, Lukas Müller (10), Erik Meier (8), James William McAdamsThornton (2).

Damen 1 - Auch junge Sterne können gehörig funkeln

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Sieg im spannenden Spitzenspiel: die MTV-Damen schlagen Grüner Stern Keltern II mit 80:63. Von Benjamin Bauer aus der Nord-Rundschau vom 16.2.15.

Man hätte vor der Samstagspartie des MTV Stuttgart-Damenteams denken können, da käme mit Grüner Stern Keltern II ein zahnloser Tiger in die Sporthalle West. Nach der bewussten Neuausrichtung und der starken Verjüngung des Zweitliga-Nachwuchsteams hatte MTV-Coach Iakovos Peidis festgestellt, ohne Aufbauspielerin Marina Steidl, die in die erste Keltern-Mannschaft aufrückte, seien die „Jungen Sterne“ nur halb so gut. Doch nach dem 80:63-Sieg gegen die Mannschaft aus dem Enzkreis sah der Stuttgarter Übungsleiter zunächst alles andere als entspannt aus. „Mein Kopf hat jetzt gerade 80 Grad, ich muss erst mal durchatmen“, sagte Peidis nach dem Abpfiff. Dabei war es weniger der Fakt, dass Keltern doch viel gefährlicher auftrat, als zunächst gedacht. „Unglaublich, wie früh wir schon foulbelastet waren“, sagte Peidis. „Ich musste deshalb gute Spielerinnen lange auf der Bank lassen.“ Insbesondere AnnaMaria Stock, Janine Liebau und Pia Callies waren nach dem vierten Foul zum Zuschauen verdammt. Doch auch ohne den Blick auf die Foulbelastung von gleich drei wichtigen Akteuren war das Spitzenderby des Ersten gegen den Dritten kein Spaziergang für die Gastgeber. Nach einem schlechten Start mussten die Peidis-Damen einen zweistelligen Rückstand aufholen. Vor allem durch die gute Aufbauarbeit von Leonie Elbert diktierte Keltern anfangs das Spielgeschehen. Die Hausherrinnen fingen sich – nach dem 13:17-Rückstand im ersten Viertel sorgten unter anderem Janine Liebau und Pia Callies mit Dreiern für die 43:31-Führung zur Halbzeit. Nach der Pause waren beide Teams richtig warmgelaufen und punkteten im Wechsel, die MTV-Damen vor allem sehr treffsicher aus der Distanz. In der letzten Periode zeigten sich im Stuttgarter Spiel dann größere Lücken in der Defensive. Vor allem Grovinya Underwood (26 Punkte), die 1,86 Meter große Centerspielerin mit Zweitliga-Erfahrung, war schwer zu halten. Doch nach einer kurzen Durchhängephase fand das Team um Aufbauspielerin Anna-Maria Stock seinen Rhythmus wieder. „Das war ein richtig gutes Spiel“, sagte MTV-Trainer Peidis. „Und Keltern war ein starker Gegner. Man hat gesehen, dass sie mit der ersten Mannschaft trainieren.“ Dem MTV Stuttgart bleibt die Tabellenspitze. Da der Sieg mit drei Punkten höher ausfiel als die Hinspiel-Niederlage, ist auch der direkte Vergleich gewonnen.

MTV Stuttgart: Martina Bulat (4 Punkte), Pia Callies (14), Carolin Hauber (5), Janine Liebau (20), Stefanie Rathfelder (13), Lara Reckmann (7), Anna-Maria Stock (15), Katrin Wultschner (2).