HERREN 1 - Zwei Titelträger sparen sich die Galavorstellung

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Mit einer 66:72-Niederlage gegen den TV Saarlouis beschließt der MTV die Regionalligasaison. Benjamin Bauer

Mit 22 Punkten und zwölf Rebounds schaffte David Rotim (3. von links) im letzten Spiel des MTV Stuttgart der Saison 2013/2014 noch ein Double-Double.
Foto: Günther Bergmann

Alle diejenigen, die sich gewünscht hatten, dass der MTV Stuttgart diese Regionalligasaison mit einem Sieg abschließt, wurden am Samstagabend in der Sporthalle West enttäuscht. Die Hausherren, die sich bis zum Ende der Begegnung mit dem Titel 'amtierender Meister der Regionalliga Südwest' schmücken konnten, mussten sich ihrem Nachfolger, dem neuen Meister TV 1872 Saarlouis mit 66:72 geschlagen geben. 'Ich bin trotzdem zufrieden', sagte Trainer Iakovos Peidis nach dem Spiel. 'Wichtig war mir sowieso nicht unbedingt, dass wir gewinnen. Sondern, dass wir ein gutes Spiel abliefern. Und das haben wir getan.' Das mag mancher Beobachter auf den Zuschauerrängen in der Sporthalle an der Bebelstraße anders gesehen haben. Saarlouis präsentierte sich von Anfang an in keiner allzu überzeugenden Form und wäre in dieser Verfassung definitiv zu schlagen gewesen. Dass es letztlich nicht reichte, sah Trainer Peidis im Verletzungspech begründet. 'Ich hatte einen Kader von gerade einmal sieben Spielern zur Verfügung', so der Übungsleiter. 'Wenn alle meine Spieler fit und dabei gewesen wären, hätten wir das Ding gewonnen.' Doch auch Pech der anderen Sorte machte den Stuttgartern zu schaffen - jenes beim Abschluss. Die Quote der Hausherren lag bei den Zwei-Punkt-Würfen bei 36,8 Prozent, bei den Dreiern sogar nur bei 20,8 Prozent. So kam es dann auch, dass Saarlouis das erste Viertel mit 14:18 für sich entschied, obwohl die Gastgeber besser ins Spiel gekommen waren. In Viertel Nummer zwei bot sich das gleiche Bild: Sowohl Ex-Meister als auch Meister lieferten in dem Duell keine Galavorstellung ab. Seitens des MTV wurde bald jeder versenkte Korbleger gefeiert, Saarlouis profitierte von teils grenzwertigen Schiedsrichterentscheidungen und sicherte sich mit Freiwürfen einfache Punkte. Zur Halbzeit stand es 30:38. Nach der Pause kamen die Stuttgarter etwas aggressiver aus der Kabine, hatten aber ihre schlechte Trefferquote mitgebracht. Im Gegenzug war Saarlouis in der Defensive aufgewacht und machte es den Gastgebern zunehmend schwerer, zu punkten. Der bis dahin blasse Ricky Easterling schien nun warm zu sein und zeigte im Angriff, dass es manchmal nicht mehr braucht als eine kurze Täuschung und einen Schritt zur Seite, um ungehindert zum Wurf zu kommen - der Vorsprung der Gäste wuchs. Als die Punktetafel zu Beginn der entscheidenden Periode 45:57 zeigte, wollte es Peidis' Mannschaft noch einmal wissen. Bei Schnellangriffen trafen unter anderem Christopher Ley und Lukas Müller, sodass es rund zwei Minuten vor Schluss 64:65 stand. Doch es sollte nicht sein - Saarlouis konterte und setzte sich wieder ab. Als zehn Sekunden vor Schluss Saarlouis' Ricky Easterling an die Freiwurflinie trat, ging ein Seufzer durchs Publikum. 'Jetzt ist es gelaufen', sagte einer und sollte recht behalten - der Mann mit den meisten Treffern der Liga verwandelte beide Freiwürfe zum 66:72-Endstand. 'Jetzt machen wir erst einmal zwei Wochen Pause, die haben wir uns verdient', sagte Coach Peidis nach der Niederlage. Alles in allem ist er mit dem Verlauf der Saison zufrieden. Nach der zweiwöchigen Pause will man sich beim MTV zusammensetzen und darüber beraten, wie sich die Basketballmannschaft in der neuen Saison aufstellt.


MTV Stuttgart: Ruben Dietze (5), Lukas Elosge (6), Caspian Norouzian, Christopher Ley (9), Christian Gundlach (2), Alexander Komitakis (6), David Rotim (22), Rafail Kaltzidis, Lukas Müller (14), Aleksandar Blesic-Cesnovar (2).

HERREN 1 - Ex-Meister MTV trifft auf seinen Nachfolger

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Am Samstag gastiert der Tabellenerste TV 1872 Saarlouis zum letzten Saisonspiel in der Sporthalle West.

Im Hinspiel machte Markus Bretz (Mitte) 35 Punkte. Am Samstag fehlt er dem MTV verletzungsbedingt
Foto: Eibner

In der letzten Partie dieser Regionalligasaison steht der MTV Stuttgart am Wochenende in der eigenen Halle dem Spitzenreiter aus dem Saarland gegenüber. Der TV 1872 Saarlouis steht mit 40 Punkten uneinholbar auf dem ersten Platz und ist damit der Nachfolger des Gastgebers, der in der vergangenen Saison Titelträger war. Die Saarländer haben ihren Triumph jedenfalls schon gefeiert. So heißt es auf der Vereinshomepage zumindest, der eine oder andere Spieler schwebe wohl schon im 'Meisterschaftshimmel' und sei bei den letzten Matches nicht mehr ganz bei der Sache. Daraus eine gesteigerte Gewinnchance für den MTV Stuttgart abzuleiten, wäre aber vermutlich zu vermessen. Immerhin reichte die - wenn auch schwindende - Konzentration der Saarländer vergangenes Wochenende noch für einen 102:60-Sieg gegen die SG DJK/MJC Trier. Doch auch das Team von Iakovos Peidis braucht sich in dieser Begegnung nicht zu verstecken. Immerhin war es seine Truppe, die den saarländischen Traum einer makellosen Heimspielbilanz in der letzten Hinrundenpartie zum Platzen brachte - und das unmittelbar nach dem Trainerwechsel. Das Auswärtsspiel gegen den schon damals favorisierten TV war das erste, bei dem Peidis alleine alle Fäden in der Hand hatte. Und es zahlte sich aus - die Stuttgarter siegten mit 89:86. 'Iakovos hat uns perfekt auf dieses Spiel vorbereitet', sagte damals Markus Bretz, der unglaubliche 35 Punkte machte. Die Gäste hatten in jedem Viertel knapp geführt und zum Schluss 'einfach die wichtigen Körbe getroffen', wie sich Bretz erinnerte. Übungsleiter Peidis hat sich bei einer Rückrundenbilanz von neun Siegen aus zwölf Spielen mittlerweile mehr als etabliert. Wenn er so kurz vor der Sommerpause die Saison noch einmal Revue passieren lässt, fällt sein Fazit durchwachsen aus. 'Wir hatten in dieser Saison viel Pech mit Verletzungen und allgemein mit Ausfällen. Mit solchen Voraussetzungen ist es schwierig, wirklich ganz oben mitzuspielen', sagt der Coach. Was die Partie gegen Saarlouis angeht, ist der Übungsleiter aber optimistisch. 'Ich habe mit den Jungs gesprochen und sie sind alle gut drauf. Ich glaube, wir können den Erfolg aus der Hinrunde wiederholen und gewinnen.' Spielbeginn ist um 19.30 Uhr in der Sporthalle West.

Herren 1 - Am Ende fehlt die Kraft

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Die Regionalligamannschaft des MTV muss sich beim USC Heidelberg mit 66:76 geschlagen geben. Benjamin Bauer

Das vorletzte Spiel und die letzte Auswärtsbegegnung dieser Regionalligasaison, gegen den USC Heidelberg, mussten die Nord-Stuttgarter vergangenes Wochenende mit 66:76 verloren geben. 'Das ist wirklich schade', sagte der hörbar geknickte Coach Iakovos Peidis. 'Aber so ist nun mal Basketball.'


Der Übungsleiter hatte sich im Vorfeld schon auf ein schweres Spiel eingestellt. So hatte er zum einen die Schnelligkeit und Wendigkeit der relativ kleinen Heidelberger Mannschaft betont, die dem MTV im Hinspiel schon den Sieg gekostet hatten. Zum anderen hatte Peidis wieder einmal mit personellen Engpässen zu kämpfen. Neben Marco Schlafke, der nach Knieproblemen diese Saison nicht mehr spielen wird, hatte sich zu allem Überfluss auch Markus Bretz vorvergangenes Wochenende am Knöchel verletzt. Mit nur sieben verbliebenen Spielern fuhren die Stuttgarter also nach Heidelberg - und Iakovos Peidis wollte sich vom Rückspiel gegen den USC nicht zu viel erwarten. Positiv überrascht dürfte er da von den ersten Minuten der Partie gewesen sein, denn die Gäste lagen das komplette erste Viertel vorne, zeitweise sogar mit sieben Punkten Vorsprung, und gewannen es mit 20:17. In Periode Nummer zwei traf Heidelbergs Genc Sefaja zwar noch zur 21:20-Führung für die Gastgeber, doch unter anderem Lukas Müller, Lukas Elosge und Christian Gundlach punkteten souverän zur erneuten Führung der Gäste aus Stuttgart. Zur Halbzeit zeigte die Punktetafel 37:33. 'Wir haben das Spiel bis dahin dominiert', erinnerte sich Trainer Peidis. Doch im dritten Viertel sollte sich das Blatt wenden. Sechs Punkte im Rückstand, wollten die Hausherren nun mit Würfen aus der Distanz den schnellen Vorteil. Dabei brauchte es vier Versuche, bis endlich der erste Dreier reinging. Dann allerdings purzelten gleich noch zwei hinterher, und zum Ende des dritten Viertels stand es 54:53. 'Diese Dreier haben Heidelberg psychischen Auftrieb gegeben', sagte Iakovos Peidis. 'Und bei uns war so langsam die Luft raus.' So gingen die Gastgeber nach rund vier Minuten im entscheidenden Viertel mit 64:66 in Führung. Beim MTV lief in der Schlussphase nur noch wenig zusammen. Die Ballverluste häuften sich und ließen die Heidelberger zu weiteren leichten Punkten kommen. 'Wir haben am Schluss einfach zu viele Fehler gemacht', so Iakovos Peidis. Die Stuttgarter mussten foulen, die Heidelberger zeigten sich an der Freiwurflinie ausreichend souverän und fuhren den 76:66-Sieg nach Hause. Nach der Niederlage rutschen Peidis' Mannen auf den fünften Tabellenplatz - bei einem Sieg wäre der zweite Platz noch drin gewesen. Doch Iakovos Peidis hat die Saison schon fast abgehakt und blickt schon gen neue Saison. 'Wir müssen nach vorne schauen', sagte er. Jetzt kommt aber am Samstag erst einmal noch der Tabellenerste TV 1872 Saarlouis in die Sporthalle West. 'Ich hoffe, da werden wir eine bessere Vorstellung abliefern als gegen Heidelberg', sagt Peidis.


MTV Stuttgart: Ruben Dietze, Lukas Elosge (7), Caspian Norouzian, Christopher Ley (7), Christian Gundlach (11), Alexander Komitakis (8), David Rotim (20), Lukas Müller (13).

HERREN 1 - Zwei Leistungsträger fehlen

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

In der Partie gegen Heidelberg muss der MTV Stuttgart auf Markus Bretz und Marco Schlafke verzichten. Benjamin Bauer

Als Meister in diese Regionalligasaison gestartet, ist dieser Traum für die Männer des MTV Stuttgart nach 16 Siegen aus 24 Spielen ausgeträumt - Spitzenreiter TV 1887 Saarlouis steht mit 38 Punkten uneinholbar auf Platz 1 der Regionalligatabelle. Doch die Stuttgarter sind noch im Rennen um Platz zwei - vorausgesetzt, sie gewinnen am Sonntag auswärts gegen den USC Heidelberg und nächstes Wochenende zuhause gegen Saarlouis. 'Das ist aber unrealistisch', sagt MTV-Coach Iakovos Peidis, der um die Stärke der beiden Gegner weiß. So hätten er und sein Team nicht nur vor den Saarländern großen Respekt. 'Auch der USC ist eine sehr starke Mannschaft', sagt Peidis, der sich noch gut an das Hinspiel erinnert. Einen echten Krimi bekamen die Zuschauer damals zu sehen. Nach einer anfänglichen Zwölf-Punkte-Führung knickten die Hausherren ein, Heidelberg drehte auf. 26 Sekunden vor Schluss dann der Höhepunkt: Der MTV lag 82:84 hinten, Marco Schlafke trat an die Freiwurflinie. Der Shooting Guard verwandelte beide Freiwürfe, es ging in die Verlängerung. Dann war der Punktunterschied nie größer als drei Punkte, letztlich reichten dem USC zwei zum 92:94-Sieg. 'Natürlich bin ich enttäuscht', hatte der damalige MTV-Übungsleiter Kresimir Miksa nach dem Spiel gesagt. 'Aber ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Wir haben alles gegeben und gekämpft, aber Heidelberg hat das Ding einfach gerockt.' Die Ausgangslage der Nord-Stuttgarter ist für das Rückspiel nicht besser. Zum einen fällt Marco Schlafke aus, der seit längerem wieder Probleme mit seinem Knie hat. 'Er wird diese Saison nicht mehr spielen können', sagt Coach Peidis. Zum anderen wird auch Markus Bretz nicht dabei sein, der sich beim Match gegen die SG Heidelberg-Kirchheim am Knöchel verletzt hat. Ob er im letzten Spiel der Saison gegen Saarlouis dabei sein wird, ist fraglich. Angesichts der Ausfälle erwartet der MTV-Trainer für die verbleibenden beiden Begegnungen nicht zu viel. 'Wenn ein wichtiger Spieler ausfällt, können wir das gut kompensieren. Aber wenn zwei ausfallen, ist das schon fast nicht mehr drin', sagt Peidis. Trotzdem ist er sich sicher, dass sich das so kurz vor Saisonende nicht negativ auf die Motivation seiner Mannschaft auswirken wird. 'Wir geben immer hundert Prozent, egal bei welchem Spiel', sagt er. 'Und ich sage auch immer zu den Jungs: Wenn wir es wollen, können wir jeden Gegner schlagen, egal welche Probleme wir gerade haben.'

HERREN 1 - Glückliches Ende einer Zitterpartie

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Der MTV Stuttgart behauptet sich im Regionalligaduell mit 87:84 gegen die SG Heidelberg/Kirchheim. Benjamin Bauer

Iakovos Peidis, Trainer des Basketball-Regionalligisten MTV Stuttgart, sah man die Aufregung nach dem knappen 87:84-Erfolg gegen die SG Heidelberg/Kirchheim vergangenen Samstag deutlich an. 'Mein Herz', sagte der Übungsleiter und schnaufte. 'Diesen Stress hätte ich nicht mehr lange ausgehalten, dann hätte ich einen Infarkt bekommen.' Und in der Tat haben es die Nord-Stuttgarter im drittletzten Spiel der Regionalliga-Saison noch einmal richtig spannend gemacht. Dabei war bereits die Ausgangslage für die letztjährigen Meister nicht gerade die beste gewesen. So fiel Marco Schlafke, dessen Rückkehr Peidis im Vorfeld eigentlich angekündigt hatte, nach einer Knieverletzung unerwartet aus. Zudem konnte man sich sicher sein, dass die Gäste, die gegen den Abstieg kämpfen, nicht kampflos untergehen würden. Beide Teams spielten von Anfang an aggressiv, der MTV erwischte jedoch den besseren Start und ging nach rund fünf Minuten durch Treffer von unter anderem Markus Bretz und Ruben Dietze mit 10:4 in Führung. Die Defensive der Hausherren, allen voran Lukas Elosge, leistete solide Arbeit und konnte Heidelberg-Kirchheims gefährlichsten Spieler, Philipp Rittinger, die meiste Zeit in Schach halten. Mit 26:19 beendeten die Mannschaften das erste Viertel. In Periode Nummer zwei kamen die Gäste dann besser ins Spiel und konnten aus der Distanz punkten. Das wiederum verunsicherte die Nord-Stuttgarter merklich, die in der Offensive etwas nachließen. Heidelberg-Kirchheim kam bis auf 32:33 heran. Doch zur Halbzeit hatte sich der Vorsprung der Stuttgarter schon wieder auf 44:38 vergrößert. In der zweiten Hälfte verteidigte die SG aggressiver und kam zunehmend durch schnelle Konter zu Punkten. 'Die hätten uns fast das Spiel gekostet', sagte Peidis später. Die Gastgeber agierten in der Sporthalle West zudem zunehmend verkrampft, im Aufbau ließ der Druck nach. Heidelberg-Kirchheims Philipp Rittinger zeigte, dass er auch aus der Distanz treffen kann und schenkte dem MTV einige Dreier ein, so dass zum Ende des dritten Viertels 63:60 stand. In Viertel Nummer vier wurde die Begegnung dann endgültig zu einer Zitterpartie - immer wieder zogen die Teams gleich, lag mal der MTV, mal die Spielgemeinschaft vorne. Fünf Sekunden vor Schluss stand es 87:84, die SG hatte Einwurf und die Verlängerung lag bereits in der Luft. Doch der MTV hatte Glück: Robert Zimmermanns Wurf ging ins Leere.

MTV Stuttgart: David Rotim (23), Ruben Dietze (5), Lukas Elosge (8), Caspian Norouzian, Christopher Ley (5), Christian Gundlach (14), Alexander Komitakis (4), Markus Bretz (23), Lukas Müller (5), Aleksandar Blesic-Cesnovar, Torsten Böringer.

HERREN 1 - Der größte Gegner ist das eigene Team

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Die SG Heidelberg-Kirchheim gastiert am Samstag beim MTV. Benjamin Bauer

Drei Teams, drei Schwierigkeitsgrade. Die Spielgemeinschaft Heidelberg-Kirchheim, der USC Heidelberg und der TV 1872 Saarlouis - das sind die Gegner, die in der laufenden Regionalligasaison noch auf die Mannschaft des MTV Stuttgart warten. Mit dem zurzeit auf Tabellenplatz eins rangierenden Team aus Saarlouis trifft der stärkste der drei Konkurrenten zum Schluss der Runde auf den MTV, die elftplatzierten Heidelberg-Kirchheimer machen den Anfang. Coach Iakovos Peidis hat kaum Erinnerungen an das Hinspiel, das der MTV mit 66:77 verlor. 'Ich hatte es schon verdrängt', sagt er. Das soll nun diesen Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle West anders werden. Übungsleiter Peidis ist zuversichtlich: 'Die Mannschaft ist jetzt eine andere', sagt er. 'Wir spielen allgemein besser zusammen und sind mittlerweile auch nicht mehr so stark von ein, zwei Leistungsträgern abhängig.' Gemeint sind in diesem Fall Marco Schlafke und David Rotim, die im Hinspiel mit zusammen 37 Punkten für das Gros der Stuttgarter Punkte verantwortlich zeichneten. Zumindest im Fall von Pointguard Schlafke wäre es vermutlich riskant, davon auszugehen, dass er das Match allein tragen wird - hatte er doch zuletzt verletzungsbedingt pausieren müssen. Übertriebenen Respekt vor der Spielgemeinschaft, die gegen den Abstieg kämpft und bei der somit einiges auf dem Spiel steht, hat die Mannschaft laut Peidis nicht. 'Schließlich sind wir selbst unser größter Gegner', sagt er. So entscheide oft die Einstellung und die Motivation des Teams letztendlich über Sieg oder Niederlage. Und die Nord-Stuttgarter seien entschlossen. 'Wir wollen die Niederlage im Hinspiel unbedingt wieder gut machen', sagt Peidis.

HERREN 1 - Die Motivation ist nach wie vor vorhanden

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Die Herren des MTV Stuttgart gewinnen in Mainz mit 82:69. Benjamin Bauer

Manche Dinge brauchen einfach etwas Zeit, um zu reifen - was auf guten Wein zutrifft, darf seit Samstagabend auch für die Verteidigung der Nord-Stuttgarter gelten. 'Das war die beste Defensiv-Arbeit, die wir in dieser Saison abgeliefert haben', sagte Coach Iakovos Peidis nach dem 82:69-Sieg seiner Mannen gegen den ASC Theresianum Mainz. Es wundert Peidis nicht, dass seine Truppe nach wie vor derart motiviert ist, obwohl die Meisterschaft mittlerweile abgeschrieben ist. 'Bei jedem Spiel versuchen wir, das Beste aus uns rauszuholen, egal, wo wir in der Tabelle stehen', sagte er. Der Start gegen den ASC verlief indes etwas holprig. Die Hausherren hatten sich nach rund sechs Minuten mit 22:11 einen Vorsprung herausgespielt. Durch Treffer von David Rotim und Lukas Müller konnten die Gäste auf 28:21 verkürzen. In der zweiten Periode wachte Peidis' Truppe auf und holte auf, beim Stand von 34:35 drehte sich die Partie. Die Nord-Stuttgarter hatten ins Spiel gefunden und zogen durch Punkte von Lukas Müller, Lukas Elosge und Christopher Ley zur Halbzeit auf 45:37 davon. 'Nach dem ersten Viertel haben wir angefangen, in der Defensive wieder besser zu arbeiten', sagte Trainer Peidis. 'Von da an lief es wie geschmiert.' In der Tat: Hatten die Mainzer sich beim Stand von 62:50 nach 30 Minuten vielleicht noch Hoffnungen auf einen Sieg gemacht, schwanden die spätestens zur Hälfte der entscheidenden Periode. Nach einem Alley Oop von Christopher Ley und einem Treffer von Ruben Dietze zeigte die Punktetafel da 75:55 zu Gunsten des MTV. Trotz einigen Ballverlusten in der Schlussphase war der 82:69-Sieg der Nord-Stuttgarter dann nicht mehr in Gefahr.

MTV Stuttgart: Ruben Dietze (2), Lukas Elosge (13), Christopher Ley (8), Alexander Komitakis (4), David Rotim (14), Markus Bretz (18), Lukas Müller (15), Marco Schlafke (8).