Herren 1 - Happy End im ersten Stuttgarter Heimkrimi

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Im Duell mit den EVL Baskets Limburg gehen die MTV Herren als Sieger vom Platz. Benjamin Bauer

Der Start in die neue Regionalligasaison war vorvergangenes Wochenende bei den Nord-Stuttgarter Basketball-Herren nicht gerade optimal verlaufen. In Konstanz mussten sie sich mit 82:91 geschlagen geben. „Eine unglückliche Niederlage“, sagte Trainer Damir Mandir nach dem Match. Und auch im zweiten Spiel der Saison, der Begegnung mit den EVL Baskets Limburg in der Sporthalle West am Samstag, hat das Glück laut dem Übungsleiter ebenfalls eine große Rolle gespielt. Nach dem regelrechten Basketball-Krimi, der mit einem 56:55 für den MTV ein Happy End hatte, sagte ein erleichterter Mandir: „Wir haben Glück gehabt, dass Limburg am Schluss nicht mehr getroffen hat.“ Aber der Coach war auch mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden: „Wir haben 40 Minuten lang durchgepowert und eine wahnsinnige mentale Stärke bewiesen“, sagte er. Zu Beginn der Partie präsentierten sich beide Teams als ebenbürtig. So punkteten beim MTV unter anderem die Neuzugänge Semir Gudzevic und David Michalczyk aus der Distanz, aber auch Limburg zeigte seine Fähigkeiten beim Drei-Punkter. Unter dem Korb war bei den Hessen vor allem Paul Dick gefährlich, der in der irischen Premier League gespielt hatte. Auf der anderen Seite löste sich David Rotim immer wieder gut von seinem Verteidiger, hatte jedoch dafür beim Wurf wenig Glück. Insgesamt war das Spiel direkt aggressiv und körperbetont. Knapp mussten die Nord-Stuttgarter das erste Viertel mit 16:17 an die Gäste aus Limburg abgeben. In Periode Nummer zwei setzten die Hessen in puncto Entschlossenheit und Pressing noch einmal einen drauf. Das Spiel wurde noch aggressiver und kämpferischer. Nachdem die Gastgeber mit 18:24 ins Hintertreffen geraten waren, kämpften sie sich heran und gingen letztlich durch einen Korbleger von Christian Gundlach mit 31:30 in Führung. Der ohnehin schon aufgeheizten Stimmung zuträglich waren fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die zu Freiwürfen für die Gäste führten und nicht nur vom Publikum lautstark und missbilligend quittiert wurden. Auch zur Halbzeitpause blieben die Nord-Stuttgarter mit 37:39 im Rückstand. In Viertel Nummer drei ging das Kopf-an-Kopf-Rennen weiter. Der MTV musste unterm Limburger Korb ordentlich kämpfen, die Defensive der Gäste machte die Räume eng. Dazu kam, dass sich im Rebound-Spiel der Gastgeber teils deutliche Schwächen zeigten. Auch so kam Limburg zu einfachen Punkten. Zum Beginn des entscheidenden Viertels stand es 49:49. In der letzten Periode verkam das Match immer mehr zu einem Kampf, während der MTV versuchte, ruhig zu bleiben. Was gar nicht so einfach war, denn spannender hätte das Match in der Schlussphase nicht sein können. So hatte Limburg bei einer restlichen Spielzeit von rund 25 Sekunden und dem Stand von 56:55 noch zwei Freiwürfe – und vergab beide. „Das war Wille und harte Arbeit“, sagte Mandir nach dem ersten Heimsieg. „Wir haben heute unser Glück erzwungen. Nach der Niederlage gegen Konstanz wollten wir den Sieg unbedingt. Und es ist immens wichtig, dass es damit heute gegen diese starke Mannschaft geklappt hat.“

MTV Stuttgart: Lukas Oesterle, Max von Stackelberg, David Michalczyk (9 Punkte), Ruben Dietze (5), Christian Gundlach (5), Alexander Komitakis, David Rotim (8), Semir Gudzevic (11), Lukas Müller (6), Erik Meier, Rafael Kaltzidis, Marco Schlafke (11).

Damen 1 - Nord-Stuttgarter deklassieren Konstanz

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Im ersten Spiel der Regionalligasaison gewinnen die MTV-Damen 67:35 gegen den TV Konstanz. Benjamin Bauer

Mehr oder weniger unbedarft ging der neue Trainer der MTV-Damen, Iakovos Peidis, mit seinen neuen Schützlingen am Samstag ins erste Match gegen den TV Konstanz. „Ich kann die Liga noch nicht wirklich einsschätzen“, sagte Peidis, der in der vergangenen Saison noch die Männer trainiert hatte. Umso positiver dürfte ihn die Vorstellung seiner Mädels am Samstagabend in der Sporthalle West überrascht haben. Mit einem klaren 67:35-Sieg feierten die Nord-Stuttgarterinnen einen Einstand mit sprichwörtlichen Pauken und Trompeten. Am Anfang der Partie wirkten beide Teams noch fahrig, vor allem in der Offensive herrschte zunächst noch etwas Chaos. Doch schon bald wurde klar, dass sich auf dem Parkett zwei verschiedene Leistungsniveaus begegnen. Die Gastgeberinnen setzten eindrucksvoll um, was ihr neuer Coach von ihnen gefordert hatte – nämlich schnellen und aggressiven Basketball zu spielen – und hatten sich nach zehn Minuten bereits eine komfortable 23:7-Führung erspielt. Vor allem Julia Wultschner brillierte in der Anfangsphase. Das zweite Viertel begann, wie das erste aufgehört hatte – der eine oder andere Zuschauer dürfte mit den Gästen aus Konstanz da schon etwas Mitleid gehabt haben. Beim MTV hingegen lief so ziemlich alles zusammen. Pia Callies beispielsweise war gerade einmal wenige Minuten auf dem Spielfeld, als sie den ersten Dreier versenkte. Kurze Zeit später sollte ein weiterer dazukommen. „So gut haben sie schon lange nicht mehr gespielt“, hieß es da aus dem Publikum. Der Halbzeitstand von 40:15 sprach Bände. Auch in Viertel Nummer drei spielte der MTV befreit auf, stellte die Blocks richtig und holte sich viele Offensiv-Rebounds. Steals und anschließende Fastbreaks ließen die Punktekasse klingeln – zu Beginn des letzten Viertels stand es 57:25. In den letzten zehn Minuten ließen die Nord- Stuttgarterinnen in der Defensive nach, sodass Konstanz zum einen oder anderen leichten Punkt kam. Doch der Vorsprung war viel zu groß, als dass die Gäste den hätten aufholen können. Nach 40 Minuten war Konstanz erlöst und die Freude beim MTV über den 67:35-Endstand riesengroß. Doch Trainer Iakovos Peidis fand auch mahnende Worte. „Natürlich bin ich zufrieden, weil wir gewonnen haben“, sagte er. „Aber Konstanz war auch die deutlich schlechtere Mannschaft. Da werden noch viel bessere kommen und auf die müssen wir vorbereitet sein.“ Beispielsweise dürfe es da nicht passieren, dass in den letzten Minuten die Konzentration nachlässt und man in der Defense wackelt.

MTV Stuttgart: Barbara von Stackelberg (8 Punkte), Lara Reckmann (5), Pia Callies (6), Josipa Simic (9), Martina Bulat (2), Janine Liebau (6), Julia Wultschner (16), Stefanie Rathfelder, Andrea Bullova (7), Carolin Hauber (6), Katrin Wultschner (2).

Damen 1 - Neuer Coach, neue Philosophie

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Die MTV-Damen bestreiten am Samstag gegen den TV Konstanz ihr erstes Heimspiel in dieser Saison. Benjamin Bauer

Am Samstag beginnt für die Damen des MTV Stuttgart die Regionalligasaison mit einem Heimspiel gegen den TV Konstanz. Im Vorfeld hatten die Nord-Stuttgarterinnen zuletzt bei einem DBBL-Pokalspiel gegen den Grünen Stern Keltern am Mittwochabend Gelegenheit, sich auf die kommenden Spiele vorzubereiten. Doch es reichte nicht für einen Sieg. Mit 36:74 unterlagen die MTV-Damen dem Zweitliga-Team des Grünen Sterns klar. Für Coach Iakovos Peidis war das auf der einen Seite zwar einigermaßen vorhersehbar, doch er hätte seiner Mannschaft noch mehr zugetraut. „Natürlich hat Keltern ein Spitzenteam und das Ergebnis geht auch in Ordnung so“, sagte der Übungsleiter. „Doch das hätten wir besser gekonnt. Wir sind aber einfach noch nicht so weit, denke ich.“ Centerin Carolin Hauber sieht das ähnlich. „Am Anfang haben wir noch gut mitgehalten“, sagt sie. „Wir haben uns gute Möglichkeiten herausgespielt, aber letztendlich unsere Chancen nicht genutzt.“ Alles in allem sei das Spiel aber eine gute Vorbereitung für das Match gegen Konstanz am Wochenende gewesen. Iakovos Peidis jedenfalls ist von den spielerischen Fähigkeiten seiner Schützlinge überzeugt. Lediglich der Fakt, dass das Team so erst seit Kurzem zusammenspielt und sich auch an ihn als neuen Coach erst noch gewöhnen muss, sorge noch dafür, dass die Spielerinnen ihre Möglichkeiten derzeit nicht voll nutzten. „Aber da kommen wir hin, das braucht eben einfach noch ein wenig Zeit“, so Peidis. Der ehrgeizige Trainer will den Damen seine Philosophie näherbringen und einen neuen, aggressiveren Spielstil etablieren. Er ist sich aber auch den damit verbundenen Gefahren bewusst. „Ich will, dass wir viele Fastbreaks bekommen und darauf hin arbeiten. Aber das ist auch gefährlich, weil sich Fehler bei Schnellangriffen schnell rächen.“ Er sei sich darüber im Klaren, dass das alles nicht von heute auf morgen realisierbar ist. Für den Anfang will er sich deshalb auf die Defensive konzentrieren „Da haben wir noch Luft nach oben“, so Peidis. Aber sei erst einmal die Defense stark, komme der Rest fast von alleine. Mit den Zugängen von Barbara von Stackelberg und Martina Bulat, die beide vom Zweitligaabsteiger SV Fellbach zum MTV kamen, gibt es Verstärkung auf der Center- und einer Aufbauposition. Zudem wird auch Julia Wultschners Schwester Katrin nun für die Nord-Stuttgarter auf Korbjagd gehen. Iakovos Peidis ist überzeugt: „Ich habe momentan zwölf wirklich gute Spielerinnen beisammen. Und nun müssen wir schauen, dass wir aus denen ein gutes Team machen.“ Was die Tabellensituation anbelangt, zeigt sich der Trainer ambitioniert – obwohl er die Mannschaften, auf die sein Team in der neuen Runde treffen wird, noch nicht wirklich einschätzen kann. „Natürlich will ich, dass wir um die ersten drei Plätze mitspielen“, so Peidis. „Aber ein realistisches Ziel kann ich derzeit noch nicht setzen. Dafür bin ich noch nicht lange genug dabei und kenne die Liga der Damen noch nicht gut genug.“

Zugänge: Katrin Wultschner, Barbara von Stackelberg (SV Fellbach), Martina Bulat (SV Fellbach)
Abgänge: Nina Ramacher (hört berufsbedingt auf)

Kader:
Center: Andrea Bullova, Josipa Simic, Martina Bulat, Carolin Hauber, Julia Wultschner
Aufbau: Katrin Wultschner, Anna-Maria Stock, Sirin Zengin, Barbara von Stackelberg
Flügel: Janine Liebau, Lara Reckmann, Stefanie Rathfelder, Pia Callies

HERREN 1 - In kleinen Schritten zur Einheit

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Am Samstag empfängt der MTV die EVL Baskets Limburg. Benjamin Bauer

Nach der 82:91-Niederlage vergangene Woche gegen die ifm Baskets Konstanz steht für die Herrenmannschaft des MTV Stuttgart am Samstag nun das erste Heimspiel an. Gegner sind die EVL Baskets Limburg. Die Hessen haben für die neue Saison einige neue Spieler verpflichtet, aber auch einen ihrer bisherigen Leistungsträger eingebüßt. So hat Kristoffer Charles Douse die Limburger mit unbekanntem Ziel verlassen. Ein interessanter Neuzugang ist unter anderem der Ire Paul Dick, der bei Belfast Star in der irischen Premier League zum Einsatz kam. Zudem ist der US-Amerikaner Anthony Lemant Miller, der bereits gegen Ende der vergangenen Saison zum Einsatz kam, nun fester Bestandteil des Limburger Teams. 'Die haben sich ein paar richtig gute Leute eingekauft', sagt Damir Mandir, Trainer des MTV Stuttgart. Der Coach hatte nach Limburgs 92:72-Sieg gegen Trier mit dem Trierer Trainer Kontakt aufgenommen und ihn zum neuen Limburger Team befragt. 'Er hat gemeint, die spielen diese Saison zwei Klassen besser als letztes Jahr', so Mandir. Alles in allem sei die Mannschaft von Trainer Danny Stallbohm aber eine 'Wundertüte'. Da wisse man nie, ob sie jetzt - wie gegen Trier - explodiere oder nicht. 'Ich hoffe natürlich, dass sie gegen uns nicht explodieren', so Mandir. 'Aber letztendlich haben wir das selbst in der Hand.' Überhaupt will der MTV-Übungsleiter nicht zu viel Zeit auf das Scouting der Limburger verwenden. 'Wir müssen jetzt erst mal auf uns schauen', sagt er. Die Saison sei noch jung und das Team noch in der Findungsphase. 'In der Hinsicht gibt es noch genug Arbeit.' Und der Trainer weiß: 'Am Anfang kann man nicht alles wollen. Ich sehe von Training zu Training kleine Verbesserungen, und das finde ich super.' Nach der Niederlage gegen Konstanz habe die Mannschaft vor allem an Freiwürfen gearbeitet, aber auch an der Schnelligkeit. Mandir erklärt, warum: 'Wir müssen im Spiel das Tempo bestimmen, Fastbreaks generieren und Eins-gegen-eins- oder Zwei-gegen-zwei-Situationen schaffen.' Und obwohl das Team auch noch generell am Zusammenspiel zwischen Defense und Offense arbeiten müsse, sei er doch 'guter Dinge', dass die Mannschaft schon bald ihr volles Potenzial ausschöpfen kann.

Für das Match gegen Limburg jedenfalls ist das Etappenziel bereits definiert: 'Ich will, dass wir und bei den Zuschauern beim ersten Heimspiel als Einheit präsentieren und attraktiven Basketball spielen', so Mandir.

HERREN 1 - Die erste Prüfung ist nicht bestanden

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Das neugestaltete Team der MTV-Herren unterliegt den ifm Baskets Konstanz mit 82:91. Benjamin Bauer

Knapp geschlagen geben mussten sich die Nord-Stuttgarter am Samstagabend in der Schänzlehalle in Konstanz. Nach einem umkämpften und spannenden Spiel hatten am Ende die Gastgeber mit 91:82 die Nase vorn. Dabei hatten die Gäste den ifm Baskets zuvor beim Stand von 78:78 noch eine Verlängerung abgetrotzt. 'Alles in allem eine unglückliche Niederlage, würde ich sagen', so der neue MTV-Trainer Damir Mandir. Gleich zu Beginn war klar, dass es schwer werden würde für den MTV. 'Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen', sagte Coach Mandir. Doch letztendlich hatten beide Mannschaften viele Ballverluste und keine konnte sich deutlich vom Gegner absetzen. Nach einem schönen Drei-Punkte-Wurf von Semir Gudzevic, bei dem Marco Schlafke assistierte, stand es zum Ende des ersten Viertels 20:22.

Im zweiten Viertel wurde das Spiel zunehmend härter. Nach rund fünf Minuten hatten sich die Gastgeber sechs Teamfouls aufgeladen, beim Stand von 26:28 bekam Marco Schlafke zwei Freiwürfe - und verschenkte beide Punkte. Es dauerte nicht lange, bis auch der MTV das Konto zum sechsten Teamfoul sprengte und seinerseits die Baskets einlud, mit Freiwurftreffern davonzuziehen. Was die Konstanzer prompt machten - von sieben Freiwürfen bis zum Ende des zweiten Viertels verwandelten sie sechs und spielten sich so eine 34:42-Führung heraus.

In der Halbzeitpause motivierte Coach Mandir seine Mannen - mit anfänglichem Erfolg, wie sich zeigte. 'Wir haben im dritten Viertel konzentrierter gespielt und sind auch mehr zu leichten Punkten gekommen', fasst er zusammen. Und Konstanz unterstützte den MTV auf seine Weise. So knackten die Gastgeber rund vier Minuten vor Ende des dritten Viertels beim Stand von 49:51 erneut ihr Team-Foul-Konto. David Michalczyks und David Rotim schossen die Nord-Stuttgarter daraufhin mit 52:51 erstmals in Führung. Doch die hielt nicht besonders lange. Hauptsächlich durch Freiwürfe und Schnellangriffe zogen die Baskets bis zum Gong auf 55:60 davon.

Im entscheidenden Viertel begann dann das Kopf-an-Kopf-Rennen. Nie waren die Teams mehr als fünf Punkte auseinander, und - wie es sich für ein spannendes Match gehört - arbeitete der MTV sich rund drei Minuten vor Schluss eine wacklige 72:69-Führung heraus. Nach einem persönlichen Foul an David Michalczyk hatte der Neuzugang beim Stand von 77:76 rund zehn Sekunden vor Schluss sogar noch die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Doch Michalczyk traf nur einen seiner Freiwürfe, es blieb spannend. Kurz darauf verwandelte der Konstanzer Fekete seine Freiwürfe und machte somit die Verlängerung beim Stand von 78:78 perfekt.

'Im letzten Viertel haben uns dann ein bisschen die Kraft und die mentale Frische gefehlt', fasst Übungsleiter Mandir zusammen. Auch die mangelhafte Vorbereitung habe sich da gerächt. Beim Stand von 80:88 nahm der Trainer die letzte Auszeit. 'Ich habe den Jungs gesagt, wir müssten trotzdem an uns glauben. Im Basketball ist das Spiel erst vorbei, wenn es vorbei ist', so Mandir. Doch es sollte nicht sein, der Vorsprung der Baskets war nicht mehr einzuholen. Der 82:91-Endstand schmerzt ihn zwar, doch er weiß, woran das Team arbeiten muss. 'An unseren Freiwürfen und an der Defensive.' Von 39 Freiwürfen verwandelten die Nord-Stuttgarter gerade einmal 24. Zudem kamen die Baskets zu 17 Offensiv-Rebounds. 'Das ist einfach zu viel', so Mandir.

MTV Stuttgart Ruben Dietze (6), Lukas Elosge, Semir Gudzevic (15), Christian Gundlach (6), Alexander Komitakis, Erik Meier, David Michalczyk (24), Lukas Müller (8), Lukas Oesterle (1), David Rotim (16), Marco Schlafke (6), Max von Stackelberg.

 

HERREN 1 - Neue Truppe, neue Herausforderungen

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Mit einigen neuen Gesichtern startet der MTV Stuttgart am Wochenende in die neue Regionalligasaison. Benjamin Bauer

Maxv Stackelberg (rechts) ist einer von zwei Akteuren die zum MTV und damit an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist
Foto: Tom Bloch

Viel hat sich getan bei den Nord-Stuttgarter Basketballern: So hat sich nicht nur bei den ersten und zweiten Herren- und Damenteams das Trainerkarussell gedreht, sondern es wurde gleich die ganze Abteilung umgestaltet. Die Karten sind neu gemischt, die neue Saison steht vor der Tür. In der ersten Begegnung geht es am Samstagabend auswärts gegen die ifm Baskets Konstanz - und dabei wird zum ersten Mal Damir Mandir auf der Trainerbank sitzen. Der 1981 geborene Wirtschaftsinformatiker kam vom SV Fellbach zum MTV Stuttgart und hat sich mittlerweile gut im Verein eingelebt, wie er sagt. 'Ich wurde hier sehr gut aufgenommen', betont Mandir. 'Aber natürlich müssen die Spieler und ich uns erst einmal richtig kennenlernen. Was das Team angeht, sind wir also alle noch in der Findungsphase.'

Mandir kennt die Vorgeschichte des verpassten Aufstiegs in der vorvergangenen Saison, hat diesbezüglich aber keinerlei Druck. 'Es wäre vermessen, davon auszugehen, dass wir in dieser Saison um Platz eins mitspielen', sagt er. Er peile vielmehr das obere Mittelfeld an und wolle - losgelöst von Tabellenplatzierungen - zunächst einmal am Team selbst arbeiten. 'Die Mannschaft muss flexibler werden', mahnt Mandir. So könne man sich nicht erneut auf einzelne Leistungsträger verlassen - zumal eine 'starke Säule' des Teams mit Markus Bretz weggebrochen sei. 'Ziel ist es, jedem einzelnen Spieler die Freiheit zu schaffen, auf dem Feld zu scoren.' Denn eines sei klar: 'Wir wollen attraktiven und aggressiven Basketball spielen', so Mandir.

Eine weitere Herausforderung sei es, die neuen Spieler ins Team zu integrieren. Die Neuzugänge sind Lukas Oesterle vom TV Marbach, David Michalczyk vom zweiten Bundesligisten Hertener Löwen, Semir Gudzevic vom SV Fellbach und Max von Stackelberg, der nach einer halben Saison bei der BG Remseck an seine alte Wirkungsstätte und damit in den Stuttgarter Kader zurückkehrt. Außerdem wird auch der ehemalige Center Erik Meier nach einem Jahr in den Vereinigten Staaten von Amerika wieder für den MTV antreten. Aber auch einige Abgänge haben die Nord-Stuttgarter zu vermelden. So wird Aleksandar Blesic-Cesnovar studienbedingt aufhören. 'Eventuell spielt er in der zweiten Mannschaft', so Übungsleiter Mandir. Christopher Ley hört ebenfalls auf - er kann arbeitsbedingt nur noch einmal die Woche trainieren.

Das Einleben und das Zusammenwachsen im neu gestalteten Team sind aber nur eine Hälfte der Herausforderung, mit der sich Damir Mandir konfrontiert sieht. So lief die sportliche Vorbereitung bisher nicht gerade optimal, wie der Coach erzählt. 'Es gab immer wieder Ausfälle durch Urlaub, Job oder kleinere Verletzungen', so der Coach. Obwohl bereits im Juni mit dem Training begonnen worden war, dauerte es lange, bis Mandir mehr als sechs Leute im Training hatte. 'Erst Anfang September haben wir zum ersten Mal vollzählig trainiert', sagt er. Zwischendurch gab es Test- und Freundschaftsspiele gegen den SV Fellbach, den KIT SC Karlsruhe und die BG Remseck, von denen die Nord-Stuttgarter nur das gegen Remseck gewannen (64:54). Zwei Niederlagen in drei Spielen - davon will sich Mandir nicht aus dem Konzept bringen lassen. 'Wir sind halt einfach noch nicht richtig eingespielt', sagt er.

Auch über die Kontrahenten der Nord-Stuttgarter hat sich Mandir schon informiert. Herausstellen will er die Aufsteiger wiha Panthers Schwenningen und Scan Plus Baskets Elchingen. 'Die haben sehr starke Teams und vor allem Schwenningen will definitiv durchstarten.' Auch die erste Partie der Saison, das Spiel gegen die ifm Baskets Konstanz am Samstag will Mandir nicht auf die leichte Schulter nehmen. 'Konstanz ist ein aggressiver Gegner, da sind wir physisch auch sehr gefordert. Trotzdem: Wir müssen die Rebounds dominieren und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken', so der Coach. Was die Saison insgesamt betrifft, überwiegt bei Mandir und seinen Spielern die Freude darauf, guten Basketball zu zeigen. 'Wir müssen uns ein bisschen Zeit geben, um zusammenzuwachsen, aber ich bin guter Dinge, dass das gelingen wird.'


Zugänge: Semir Gudzevic (SV Fellbach), David Michalczyk (Hertener Löwen), Lukas Oesterle (TV Marbach), Max von Stackelberg (BG Remseck) Abgänge: Markus Bretz (Scan Plus Baskets Elchingen), Christopher Ley (Kosumina Haiterbach), Aleksandar Blesic-Cesnovar (hört auf) Kader: Center: Alexander Komitakis, Semir Gudzevic, Erik Meier; Aufbau: David Michalczyk, Caspian Norouzian, Lukas Elosge, Lukas Müller, Ruben Dietze, Max von Stackelberg; Flügel: Lukas Oesterle, Marco Schlafke, David Rotim, Christian Gundlach Trainer: Damir Mandir (SV Fellbach) für Iakovos Peidis (Damenmannschaft MTV Stuttgart).

Testspiel gegen Fellbach

von MTV Basketball Redaktion

Am Dienstag findet um 20.15 Uhr ein Testspiel der Herren 1 gegen Fellbach (2. Regionalliga) in der Halle West statt!

Zuschauer sind herzlich willkommen und können sich schon mal einen ersten Eindruck über die Mannschaft der kommenden Saison verschaffen!