Herren 1 - Damirs Truppe trotzt dem Favoriten

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Die MTV-Herren bezwingen den Tabellenzweiten Karlsruhe. Benjamin Bauer

In den vergangenen Wochen hat man es nicht oft gesehen: ein Lächeln in den Gesichtern der Regionalliga-Basketballer des MTV Stuttgart sowie ihres Trainers Damir Mandir. Am Samstag zeigten sie, dass sie es noch können. Nach einer Talfahrt nach unten erkämpften sich die MTV-Herren einen knappen 73:71-Sieg über den  Tabellenzweiten KIT SC Karlsruhe. Dabei bekamen die Zuschauer, darunter auch eine lautstarke Fan-Gruppe aus Karlsruhe, ein extrem kämpferisches und hoch spannendes Spiel zu sehen.   

Nach einer anfänglichen Führung der Hausherren überholten die Gäste beim Stand von 6:5 und bauten ihren Vorsprung bis zum Ende des ersten Viertels auf 11:17 aus. Doch nicht, wie zuletzt, ließen die Stuttgarter den Gegner davonziehen. Die Antwort lieferte ein Zwischenspurt von Marco Schlafke. Der Stuttgarter Routinier machte innerhalb von knapp fünf Minuten elf Punkte – sein Team zog auf 26:17 davon. Die Trainingsschwerpunkte der vergangenen Woche, die Umschaltung von Verteidigung in das Angriffsspiel, funktionierte bestens, zudem ackerte die Verteidigung, die Halbzeitführung von 34:23 war verdient.  „Aber so ein Vorsprung ist gegen ein Team wie Karlsruhe nichts wert“, warnte MTV-Coach Mandir.  Und in der Tat, es wurde wieder eng. Beim 41:40 war die Partie wieder ausgeglichen, auch eine zwischenzeitliche weitere Stuttgarter Führung zum Ende des dritten Viertels (51:45) ließ niemand durchatmen. 

Hochspannung dann in der Schlussminute:  Der Karlsruher Franjo Bubalo, der zuvor acht seiner insgesamt zehn Freiwürfe sicher verwandelte, trifft beim Stand von 71:70 nur einmal: Ausgleich – und nur noch zehn Sekunden zu spielen. Ballbesitz MTV Stuttgart, Marco Schlafke zieht zum Korb. Vergeblich. David Rotim holt den Offensiv-Rebound und wirft . . . daneben. Die Sekunden verrinnen.  Dann kommt Centerspieler Erik Meier anflogen und macht den Tip-In mit der Schlusssirene zum 73:71-Heimsieg. Die Sporthalle West geriert zur gerne zitierten Sport-„Hölle“ West. Das Publikum feiert den MTV Stuttgart mit  stehenden Ovationen. „Wir haben nicht aufgegeben. Man hat gespürt, die Jungs wollen etwas gut machen“, sagte Trainer Damir Mandir und strahlte. „Dieser Sieg ist enorm wichtig fürs Selbstvertrauen.“  

MTV Stuttgart: Lukas Oesterle, Lukas Elosge (2 Punkte), Max von Stackelberg, Ruben Dietze (3), Christian Gundlach, Alexander Komitakis (2), David Rotim (20), Lukas Müller (5), Erik Meier (15), Jay McAdams-Thornton, Marco Schlafke (26).

Damen 1 - Mit kleinem Kader großen Sieg gefeiert

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Die Regionalliga-Damen des MTV Stuttgart holen sich einen 65:39-Sieg über den USC Freiburg II. Benjamin Bauer

Einen guten Start in die Rückrunde der Regionalliga haben die  Basketball-Damen des MTV Stuttgart hingelegt. Die Mannschaft von Trainer Iakovos Peidis hat in der Sporthalle West den USC Freiburg II mit 65:39 geschlagen. „Ab dem zweiten Viertel haben wir wirklich gut gespielt. Und das, obwohl wir so wenige waren“, bilanzierte Peidis nach dem Erfolg.  

Sein von Ausfällen erneut gebeuteltes Team konnte nur sieben Spielerinnen aufbieten. Zwei Personalien sind dabei besonders schmerzhaft. So hat Barbara von Stackelberg die Mannschaft überraschend mit unbekanntem Ziel verlassen. „Wir bedauern, dass Babsi geht.  Sie wird uns fehlen“, sagte Trainer Peidis. Zudem ist Leistungsträgerin Julia Wultschner am Sprunggelenk verletzt und wird mindestens sechs Wochen ausfallen. „Das ist ein richtiger Schlag für uns“, meinte Peidis. „Zumal im Kampf um die Tabellenspitze jetzt jedes Spiel enorm wichtig ist.“  Verstärkung kam am Samstag aus der zweiten Mannschaft durch Nina Ramacher.  

Richtig gefährlich agierten die Gäste aus Freiburg nur im ersten Viertel, in das die Peidis-Damen entsprechend schlecht gestartet waren.  Etwas verschlafen und fahrig wirkten die MTV-Damen und der Freiburger Erstliga-Nachwuchs nutzte jeden Fehler  eiskalt aus. So konnten diese in den ersten zehn Minuten schnell auf 8:15 davonziehen. Im zweiten Viertel waren die Stuttgarterinnen dann aber endgültig in der Rückrunde angekommen.  Zur Halbzeit ging es mit einer 28:23-Führung in die Kabinen. Dieser Trend setzte sich auch im dritten Viertel fort. Der Stuttgarter Vorsprung wurde konsequent weiter ausgebaut. Bei den Gästen aus Freiburg lief am Ende überhaupt nichts mehr zusammen und schließlich prangte, trotz schlechtem Start,  an der Anzeigetafel nach 40 Minuten ein deutlicher 65:39-Sieg für den MTV Stuttgart.  

Ob eine derartige Leistung ausreichen wird, den Tabellenführer Grüner Stern Keltern II (ein Sieg Vorsprung) einzuholen, wird sich zeigen. Trainer Peidis gibt sich nach außen recht locker.  „Man kann  immer besser sein. Aber jetzt  kommen erst einmal ein paar schwere Spiele auf uns zu.“

MTV Stuttgart: Martina Bulat (3 Punkte), Carolin Hauber (15), Janine Liebau (11), Nina Ramacher, Stefanie Rathfelder (8), Lara Reckmann (7), Josipa Simic (17), Anna-Maria Stock (4). 

Herren 1 - Mandir sieht Klassenerhalt gefährdet

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Die Stuttgarter unterliegen den EVL Baskets Limburg mit 74:99. Benjamin Bauer

Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her – was der Volksmund weiß, trifft allerdings nicht immer zu. Im Falle des Ex-Meisters der Regionalliga Südwest MTV Stuttgart lässt dieses Lichtlein, dieser Hoffnungsschimmer, derzeit auf sich warten. Der jüngste Schlag in die Magengrube war die 74:99-Niederlage gegen die EVL Baskets Limburg am Samstag. „Ich kann eigentlich kaum etwas Positives über das Spiel sagen“, zog der Trainer Damir Mandir Bilanz. „Wir waren wie ausgewechselt und haben all das, was wir uns in den vergangenen Wochen erarbeitet hatten, vermissen lassen. Aggressivität, Spannung, alles weg.“ Schon vor der Partie war der Druck groß gewesen – man hatte im Hinterkopf gehabt, dass das Team aus Hessen in der Hinrunde in der Stuttgarter Sporthalle West mit 56:55 nur knapp geschlagen werden konnte. Für das Rückspiel legte Coach Mandir dann Pragmatismus an den Tag – man müsse halt mal sehen, wie es sich entwickelt. Trotzdem wusste er: „Wir dürfen uns nicht Limburgs Spiel aufzwingen lassen.“ Doch genau das ist letzten Endes geschehen: „Wir haben 25 Turnover kassiert. Da braucht der Gegner nicht mehr viel machen, um das Ding zu gewinnen“, so Mandir. „Wir sind zu lethargisch und zu ängstlich aufgetreten.“ Die Partie war gerade einmal wenige Minuten alt, da hatten sich die Hausherren bereits ordentlich abgesetzt, nach dem ersten Viertel hatten sie schon einen deutlichen 16:33-Vorsprung. Noch krasser fiel der Unterschied im zweiten Viertel aus: Die Baskets drehten richtig auf und machten 26, der MTV lediglich 19 Punkte. „Da war der Fisch eigentlich schon geputzt“, urteilte Coach Mandir im Nachhinein. So konnten die Stuttgarter zwar in der dritten Periode aufholen, was die Treffer anging (Die Gäste machten 20, die Hausherren 23 Punkte). Dennoch: Der Vorsprung der Hessen betrug bereits 25 Zähler, als für die Teams das entscheidende Viertel anbrach. „Da haben wir uns dann ein bisschen gefangen“, kommentierte Mandir den Fakt, dass seine Jungs da ebenso viele Punkte machten wie Limburg. „Aber da war es dann auch schon zu spät.“ Mit 74:99 musste der MTV das Match letztendlich verloren geben. Es ist die elfte Niederlage, die die Stuttgarter nun im Klassement auf Rang zwölf rutschen lässt. So langsam wird es brenzlig, wie Übungsleiter Mandir erzählt: „Es ist eine schwierige Situation. Und laut meiner Einschätzung ist der Klassenerhalt auch gefährdet. Doch uns bleibt nichts übrig, als alles dafür zu tun, dass wir doch in der Liga bleiben.“ Er und Assistant Coach Vanja Sikuljak müssten nun erst einmal wieder Aufbauarbeit leisten und die geknickte Truppe wieder aufrichten.

Herren 1 - Der Kader bleibt gleich, aber die Leistung soll besser werden

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Ohne weitere Verstärkung beginnt der MTV Stuttgart den Kampf gegen den Abstieg. Benjamin Bauer

Der MTV-Coach Damir Mandir hatte es vor dem Jahreswechsel angekündigt – die Basketballer aus der Landeshauptstadt würden in der Pause am Ball bleiben und hart weiter arbeiten. Gesagt, getan: Direkt nach Weihnachten ging für Damirs Truppe das Training wieder los und ein Freundschaftsspiel gegen PS Karlsruhe aus der zweiten Regionalliga brachte einen 67:60-Sieg – wenn auch erst in der Verlängerung. „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert“, sagt Coach Mandir, der sich für den nun beginnenden Hauptteil der Rückrunde vor allem eines wünscht: „Einen guten Start.“ Doch der könnte sich schwierig gestalten. Am Samstag stehen die Stuttgarter auswärts dem Team von EVL Baskets Limburg gegenüber und damit einer Mannschaft, die der MTV in der Hinrunde mit 56:55 nur ganz knapp geschlagen hatte. „Wir dürfen uns nicht das Limburger Spiel aufzwingen lassen“, mahnt Mandir im Vorfeld. Die Baskets, auf Tabellenplatz sechs überwintert, haben zuletzt drei Siege im Rücken, darunter einen sehr deutlichen: mit 107:70 gewannen die Hessen zuhause gegen die SG Heidelberg-Kirchheim. Insgesamt stehen die Limburger mit einer Bilanz von acht Siegen und sechs Niederlagen gut da und haben sich kurz vor Weihnachten noch verstärkt. Dzenis Sogolj ist 19 Jahre alt und 2,04 Meter groß. Der gebürtige Bosnier mit schwedischer Staatsangehörigkeit hat Rokas Ginius ersetzt. Sogolj spielte in der schwedischen Jugendnationalmannschaft und sammelte zuletzt Erfahrung beim schwedischen Erstligisten Norrkoping Dolphins. Für das MTV-Team lief die Regionalligasaison dagegen bislang alles andere als zufriedenstellend. Nach und nach näherte sich der MTV den Abstiegsrängen und die Alarmglocken schrillen immer lauter. Dabei hatte es am Anfang noch so gut ausgesehen. Der neue Coach Damir Mandir setzte auf seine positive Einstellung, neue Spieler sollten wieder Schwung in das Team bringen, das personell durch den Weggang von Markus Bretz ordentlich gebeutelt worden war. Was die angestrebte Tabellenplatzierung anging, gab man als Devise das obere Mittelfeld aus. Doch nichts lief zusammen für die Stuttgarter – sie erwischten einen mehr als holprigen Start und verzeichneten nach neun Spieltagen bereits sechs Niederlagen. Dann der erste Tiefschlag: Neuzugang David Michalczyk verließ das Team. Eine Woche später folgte die zweite Hiobsbotschaft: Trainer Mandir fand heraus, dass der ebenfalls vom SV Fellbach gekommene Centerspieler Semir Gudzevic – in dessen Entwicklung der MTV so viel Hoffnung gelegt hatte – bereits bei einem anderen Verein mittrainierte. Gudzevic wurde daraufhin suspendiert. Der Regionalliga-Meister von 2013 wird bei den Konkurrenten inzwischen als die Negativüberraschung der Saison gehandelt. Dass man in der Landeshauptstadt gegen den Abstieg spielen muss, war so nicht erwarten worden. Schließlich finden sich im Kader nach wie vor einige starke Spieler, die durchaus auch höherklassig spielen könnten (und bereits getan haben), allen voran natürlich David Rotim (13,5 pro Spiel) und Marco Schlafke, der Wirbelwind auf der Playmaker-Position (12,6). Die Negativ-Entwicklung hat Trainer Mandir pragmatisch werden lassen: „Wir müssen es nehmen, wie es kommt“, sagt er im Hinblick auf das zweite Rückrundenspiel am Samstag in der Kreissporthalle in Limburg. Für den Verein und vor allem für seine Spieler ist laut Mandir jedenfalls eines klar: „Oberste Priorität hat für uns der Klassenerhalt.“ Um dieses Ziel zu erreichen, war auch geplant gewesen, personelle Unterstützung nach Stuttgart zu holen. Das habe sich allerdings leider nicht realisieren lassen. Auch das muss der Trainer nun nehmen, wie es eben kam.

Herren 1 - Nackenschlag vor der Winterpause

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Der MTV Stuttgart unterliegt in eigener Halle mit 74:76 gegen die ifm Baskets Konstanz. Benjamin Bauer

Nach dem 82:75-Sieg gegen USC Heidelberg am vorvergangenen Wochenende herrschte beim Team von Damir Mandir Aufbruchstimmung. Mit Kampfgeist schauten die Stuttgarter auf die letzte Partie der Hinrunde – „Wir haben mit den Baskets noch eine Rechnung offen“, sagte Mandir. Am Ende konnte diese Rechnung seitens des MTV nicht beglichen werden – mickrige zwei Punkte trennten Mandirs Team letzten Endes vom Sieg. Und der Trainer zeigte sich enttäuscht: „Wir haben gekämpft und alles gegeben, schaffen es aber nicht, in den letzten zwei Minuten das Spiel nach Hause zu fahren“, so der Coach. Wie Mandir bereits vor dem Spiel prophezeit hatte, war es eine „intensive“ und sehr kampfbetonte Partie. Der etwas besser in das Match gestartete MTV Stuttgart konnte zunächst in Führung gehen, kassierte aber rund zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels den 11:11-Ausgleich und musste kurz darauf die erste Periode mit 14:16 abgeben. In Viertel Nummer zwei zeigte sich dann die Anspannung, unter der beide Mannschaften zu stehen schienen. Einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, verbunden mit einer Gangart der härteren Sorte auf beiden Seiten, sorgten bei Spielern und Zuschauern für einigen Aufruhr. Seinen Höhepunkt fand das kurz nach dem 19:18-Führungstreffer von Lukas Müller zu Beginn des zweiten Viertels. Wegen seines dritten technischen Fouls flog der Konstanzer Hannes Osterwalder vom Platz, es herrschte allgemeine Aufregung. Für die Hausherren schien sich der Wind zu drehen. Und tatsächlich konnten sie unter anderem durch Treffer von Ruben Dietze und David Rotim zunächst bis auf 30:20 davonziehen. Kurz bevor die Teams in die Kabinen geschickt wurden, gelang den Gästen vom Bodensee allerdings noch der 36:37-Führungstreffer. Im dritten Viertel avancierte die Partie dann zunehmend zum Distanzduell – auf beiden Seiten purzelten abwechselnd Dreier in den Korb. Vor allem Ruben Dietzes Treffsicherheit von jenseits der Dreierlinie bescherte den Hausherren mit 64:58 ihre erste Viertelführung. Doch schon kurz darauf zeigte sich, dass mit den Gästen noch zu rechnen ist. Beim Stand von 71:66 holten die Konstanzer auf – ein guter Konter, ein vom starken Stefan Fekete eingeleiteter Dreier, und schon stand es 71:71. Wenige Sekunden später brachte Fekete die Gäste erneut mit 71:73 in Führung – da zeigte die Uhr noch drei Minuten. Kurz darauf die vielleicht spannendste Szene des Matches: Lukas Müller steht an der Freiwurflinie, es sind noch 30 Sekunden zu spielen. Mit zwei Treffern könnte er womöglich eine Verlängerung erzwingen. Müller schießt, trifft den ersten Freiwurf – und vergibt den zweiten. Die Chance auf Gleichstand so kurz vor Schluss vertan, der Gegner hat den Ball. Kurz darauf locht Stefan Fekete zum 72:75 ein. Beim anschließenden Konter trifft David Rotim und bringt den MTV auf 74:75 heran. Doch ein Freiwurf der Konstanzer besiegelt zehn Sekunden vor dem Gong die 74:76-Niederlage der Stuttgarter. Es ist die sechste in zehn Spielen. „Das war ein Nackenschlag“, resümierte MTV-Übungsleiter Damir Mandir. „So ein Match bleibt den Spielern in den Knochen.“ Mandir und die Mannschaft würden hart geprüft: „So etwas habe ich noch nie erlebt“, so der Coach. Doch der Trainer will das fragile und zu kentern drohende Boot MTV weiterhin „auf Kurs halten“. Unkenrufen, Mandir könnte nach so einem Negativlauf den Trainerposten abgeben, erteilt er eine klare Absage: „Ich bleibe auf jeden Fall bis zum Ende der Saison“, sagte er. Für die Winterpause hat sich Mandir vor allem eines vorgenommen: „Wir müssen weiterarbeiten“, sagte er. Um weiterhin Spielpraxis zu haben, werde eventuell ein Freundschaftsspiel angesetzt. Am 10. Januar setzt sich die Rückrunde fort.

Damen 1 - Dem Derbysieg, folgt die Schützenhilfe

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Das Damenteam des MTV verkürzt den Rückstand auf Rang eins. Benjamin Bauer

In den vergangenen Wochen hatte MTV-Damen-Trainer Iakovos Peidis vor allem mit zwei Problemen zu kämpfen: seiner dünnen Personaldecke und der damit verbundenen dürftigen Auslastung im Training. Dementsprechend konnte der Übungsleiter für das Spiel gegen die Spvgg Möhringen 1887 am Samstag auch kaum eine Prognose abgeben. „Das Spiel wird mehr oder weniger eine Wundertüte“, sagte Peidis mit Hinblick auf die Frage, wer denn nun dabei sein werde und wer nicht. Am Ende waren mehr da als erwartet, und der MTV konnte mit 68:59 als Sieger vom Platz zu gehen. Im Vorfeld hatte es ob der kleinen und dunklen Möhringer Halle Bedenken gegeben – doch schon nach ein paar Spielminuten waren die verflogen. „Wir waren von Anfang an konzentriert und sind gut ins Spiel gestartet“, sagte Centerin und Sprecherin Carolin Hauber. Dementsprechend konnte sich Peidis’ Truppe bis zum Ende des ersten Viertels mit 20:12 bereits einen kleinen Vorsprung herausspielen. In der zweiten Periode setzte sich dieser Trend fort. Während es bei den Gästen lief, hatten die Hausherren mit ihrer schlechten Trefferquote zu kämpfen. „Sie hatten ihre Würfe, aber viele davon fanden nicht ihr Ziel“, so Carolin Hauber. Mit einem komfortablen 40:24-Vorsprung gingen die Stuttgarterinnen in die Pause. In der Kabine warnte MTV-Trainer Peidis seine Mädels: „Auch Möhringen wird noch seinen Lauf haben“, sagte er und motivierte seine Truppe, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. „Und natürlich kam es dann auch so“, sagte Carolin Hauber. Nach der Pause hatten die Hausherren nämlich auf eine Pressverteidigung umgestellt und machten dem MTV so das Leben schwer. „Vor allem im Spielaufbau, aber auch zu unnötigen Ballverlusten haben sie uns dadurch gezwungen“, erzählte Centerin Hauber. Das sei insgesamt ein Problem gewesen: „Wir haben wieder zu viele Ballverluste produziert“, so Hauber. „Viele Fehlpässe, die so nicht sein mussten. Das müssen wir auf jeden Fall in der Rückrunde besser in den Griff kriegen.“ Die Folge: Der Stuttgarter Vorsprung schmolz dahin. Stand es am Ende des dritten Viertels noch 51:41, kamen die Gastgeber in der dritten Periode bis auf fünf Punkte heran. Vermutlich weil sie Morgenluft schnupperten, suchten die Möhringerinnen nun den schnellen Abschluss, wollten das Blatt mit der Brechstange wenden. „Das ist ihnen aber nicht gelungen“, so Carolin Hauber. „Sie haben uns gefoult und an die Freiwurflinie geschickt, damit sie schneller wieder im Angriff sind. Aber so konnten wir den Vorsprung wieder auf neun Punkte erhöhen und uns den Sieg sichern.“ Mit dem 68:59 schließen die Stuttgarterinnen die Hinrunde gut ab – zumal Tabellenführer Keltern am Wochenende verloren hat und damit nur noch zwei Punkte vor dem MTV steht. „Jetzt stehen erst mal ein paar spielfreie Tage auf den Programm“, sagte Carolin Hauber.

MTV Stuttgart: Pia Callies (8 Punkte), Carolin Hauber (6), Janine Liebau (8), Stefanie Rathfelder, Lara Reckmann (4), Josipa Simic (12), Anna-Maria Stock (9), Barbara von Stackelberg, Julia Wultschner (14), Katrin Wultschner (7).

Herren 1 - Im letzten Hinrundenspiel nochmal richtig gefordert

von Benjamin Bauer - Nordrundschau

Am Samstag empfangen die Stuttgarter die ifm Baskets Konstanz. Benjamin Bauer

Wochen hat es gedauert, bis MTV-Coach am vergangenen Wochenende wieder einmal etwas Positives zu vermelden hatte. Nach dem 82:75 zu Hause gegen den USC Heidelberg am Sonntag war der Trainer mit seinen Mannen sehr zufrieden: „Mit unserer Routine und Nervenstärke haben wir dieses Match gewonnen“, so Mandir. Kommenden Samstag werden diese beiden Qualitäten sicherlich erneut auf den Prüfstand gestellt werden: Mit den auf Platz fünf stehenden ifm Baskets Konstanz kommt ein starker Gegner in die Sporthalle West. „Konstanz ist physisch sehr stark und auch stark bei den Rebounds. Ich gehe davon aus, dass es ein sehr kampfbetontes und intensives Spiel werden wird“, so Damir Mandir. Der Coach lässt durchblicken, dass es die 82:91-Niederlage gegen die Konstanzer im ersten Spiel der Saison gewesen ist, die die Abwärtsspirale des MTV Stuttgart in Gang gesetzt hat. „Wir haben definitiv noch eine Rechnung mit den Baskets offen“, so der Übungsleiter. Die Mannschaft vom Bodensee war die einzige, gegen die Mandirs Truppe in der Hinrunde mehr als vier Viertel spielen musste. Zudem gilt es zu bedenken, dass sowohl David Michalczyk als auch Semir Gudzevic im Hinspiel noch mit von der Partie waren. Michalczyk machte 24, Gudzevic 15 Punkte. Mittlerweile sind beide abgewandert, doch Mandir glaubt, dass die Mannschaft mittlerweile soweit ist, diese beiden Ausfälle kompensieren zu können. „Da sind dann ganz klar wieder unsere Routiniers wie etwa David Rotim und Marco Schlafke gefragt“, so der Coach. „Aber wir haben ja auch im Spiel gegen Heidelberg gezeigt, dass wir mit dem jetzigen Kader 82 Punkte machen können.“ Die Konstanzer haben neun ihrer 13 Spiele gewonnen, haben drei Siege hintereinander im Rücken. Zuletzt gewannen sie nach Verlängerung auswärts gegen 79:68 gegen Trier. Mit die meisten Probleme dürften den Stuttgartern laut Trainer Mandir die „Big Guys“ Nikola Fekete und Henrik Schinke bereiten. „Die müssen wir unbedingt limitieren“, so der Übungsleiter. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.